Die einzelnen Akts wunderbar eingebettet und jeder für sich eine Augenweide. Zwei Ikarier, der Vater wirbelte seinen Sohn auf den Füßen atmemberaubend durch die Luft. Ein Kontorsionist verbog alle Gliedmaßen in unglaublicher Eleganz und Perfektion. Tänzerinnen und Tänzer brachten den Saal zum Kochen durch ihre schönen Arrangements südafrikanischer Tanzelemente. Der Jonglage-Künstler ließ seine Diabolos so schnell und sicher fliegen, dass man sie kaum noch mit den Augen verfolgen konnte. Ein kraftvoller Tanz mit dem Cyr verzauberte das Publikum. Ob es gewagte Sprüge von Kugel zu Kugel oder das kunstvolle balancierten von Waschschüsseln und Regenschirmen betraf, die Künstler waren mit Freude und Begeisterung bei der Sache. Selten sieht Handstand Equilibristik so leicht und ästhetisch aus.
Wenn man Hula Hoops sogar um die Nase kreisen lassen kann und um den Dutt, dann ist das eine meisterliche Beherrschung eines bekannten Requisites. Auch das Kunstrad und der russische Barren waren schwungvoll und ausgewöhnlich gut. Alles in allem hochkarätiger, wunderbarer Zirkus mit dem gewissen Etwas.
Bericht und Fotos: Gabi Obi