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Lebensräume - Silke Wellmeier, Tecklenburg
Silke Wellmeiers Arbeiten nehmen Bezug auf aktuelle Themen wie die Komplexität und Fragilität von Ökosystemen. Mit "Grascolors" etwa spielt die Porzellankünstlerin (*1977) auf die Farbnuancen getrockneter Gräser unter extremen Bedingungen an, die sie zuvor fotografisch dokumentiert hat. Mit Bedacht und Fingerspitzengefühl entwickelt sie papierdünne Körper in Aufbautechnik und sucht in diesem Prozess der Formgebung unserer "Zeit der großen Beschleunigung" und Entfremdung etwas entgegen zu wirken.
Keramikmuseum Staufen
Mo, Di geschlossen
Mi–Sa 14–17 Uhr, So 12–17 Uhr
Im Rahmen der Italian Design Week 2026 präsentiert das italienische Konsulat in Freiburg die Ausstellung ITALIA GENIALE. design enables, die der Schönheit, Originalität und Kreativität des italienischen Industriedesigns gewidmet ist, das weltweit geschätzt wird.
Die Ausstellung feiert die Exzellenz des Made in Italy anhand ikonischer Objekte und innovativer Entwicklungen, die zeigen, wie italienisches Design Ästhetik, Funktionalität und Kultur miteinander verbindet.
Eine besondere Gelegenheit, das kreative Genie des zeitgenössischen italienischen Designs zu entdecken.
Vom 28. Mai bis 20. Juli 2026
Montag – Donnerstag: 10:00 – 16:00 Uhr
Freitag: 10:00 – 14:00 Uhr
Eintritt frei
Phänomen Michelangelo in Geschichte und Gegenwart
Der Dokumentarfilm THE TITAN: STORY OF MICHELANGELO aus dem Jahr 1950 ist ein visuell beeindruckendes Monumentalwerk, dass das Leben und Schaffen des Renaissancemalers Michelangelo Buonarroti porträtiert. Der Film verzichtet vollständig auf Schauspieler*innen und Inszenierungen; stattdessen wird die Geschichte ausschließlich durch die Kameraführung über Michelangelos Skulpturen, Gemälde und architektonische Werke sowie durch Aufnahmen der Originalschauplätze in Italien erzählt. Durch Lichtsetzung und dynamische Perspektiven erweckt die Kamera den Marmor zum Leben und macht Werke wie den „David“ oder die Fresken der Sixtinischen Kapelle unmittelbar greifbar. Eingebettet in die turbulenten politischen und religiösen Wirren seiner Zeit – von den Intrigen der Medici bis hin zur Plünderung Roms – erscheint Michelangelo als ein „unsichtbarer Titan“, dessen Präsenz allein durch sein gewaltiges Erbe spürbar wird.
Phänomen Michelangelo in Geschichte und Gegenwart
THE TITAN: STORY OF MICHELANGELO wurde 1951 mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet und gilt bis heute als einer der bedeutendsten Kunstfilme der Kinogeschichte.
Italien, Schweiz, BRD 1950, OmU, 70 Min., Regie: Robert J. Flaherty, Richard Lyford, Curt Oertel
Mi 03.06., 19:30, mit Einführung
LA PRIMAVERA DE TANGO
Buenos Aires, Wirtschaftskrise 2001: Fünf unterschiedliche Freunde, in ihrer Liebe zur Tangomusik als Band vereint, treten in schlecht besuchten Kneipen für noch schlechtere Bezahlung auf. Der charmante Bandoneon-Spieler Julio fasst daher den Entschluss, nach Berlin auszuwandern. Doch über Nacht friert der Staat die Bankkonten ein. Wie soll er jetzt ein Flugticket bezahlen? Was soll er mit dem Schuhladen seines Vaters machen? Und dann rauscht auch noch Mariela in sein Auto und in sein Herz. Mit der betagten Ikone Ricardo Tortorella findet die Band fast zu altem Glanz zurück und ein letzter Auftritt soll Julios finanzielle Lage und die der Bandmitglieder retten.
LA PRIMAVERA DE TANGO
Argentinien, Deutschland 2023, OmU 93 Min., Regie: German Kral. Mit Diego Cremonesi, Marina Bellati
Do 04.06., 21:00, zu Gast: German Kral
Der „Runde Tisch“ (RT) ist ein dialogisches Gesprächsformat auf der Basis von Gewaltfreier Kommunikation und Bohmschem Dialog. Es wurde als niederschwelliges Zuhör- und Beteiligungsformat auf lokaler Ebene vom Museum am Bach in Ruden/Österreich entwickelt und seither viele Dutzend Male an verschiedenen Orten angewendet.
Ziel ist es, unterschiedlichste Menschen in einer freundlichen Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu bringen. Die leere Mitte des Tisches und der von der Moderation gehaltene sichere Rahmen helfen dabei, den Fokus auf das Verbindende zu legen und nach konstruktiven Ideen zu den Themen zu suchen, die die Beteiligten bewegen.
Der Kurs bietet Gelegenheit, die Magie des Runden Tisches zu erfahren und zu reflektieren, welche Elemente zum Gelingen konstruktiver Dialoge beitragen. Anhand einfacher Gesprächsregeln und eines Leitfadens wird die Haltung und Moderation am Runden Tisch eingeübt. Praxisbeispiele helfen dabei, schwierige Situationen zu erkennen und zu bewältigen.
Eingeladen sind engagierte Bürger/innen, politisch Interessierte, Moderator/innen und Multiplikator/innen, die den Runden Tisch in eigenen Kontexten als Impuls für eine bessere Dialogkultur einsetzen möchten.
DISITANGO, UN ABRAZO FEMINISTA
Die Anziehungskraft des Tangos ist ungebrochen und grenzenlos. Seit einigen Jahren bereichern feministische und LGBTQIA+ Bewegungen den Tango um neue Wege des Ausdrucks und der Inklusion, fernab eines stereotypen Machismo. Mit Tanz, Musik und neu interpretierten Texten öffnet Valérie Loewensberg in ihrem Film das Parkett für Freiheit und Vielfalt und portraitiert Protagonist*innen dieser inspirierenden und dynamischen Szene.
DISITANGO, UN ABRAZO FEMINISTA
Argentinien 2025, OmeU, 82 Min., Regie: Valérie Loewensberg
Fr 05.06., 19:00, zu Gast: Valérie Loewensberg
Im Anschluss, ca. 21 Uhr: Feministischer und queerer Tango in der Galerie mit DJ Valérie Loewensberg
Mit ihrem dritten Album 'Wir sind deine Kinder - Ein gesungenes Gebet an die Essenz des Lebens’ zeigt die Bieler Sängerin und Instrumentalistin Eli Schewa auf eine berührende Weise, wie Gesang und Harfenklänge im harmonischen Duett Ruhe, Verbundenheit und Frieden stiften können. Beim Hören der selbst komponierten Texte und musikalischen Arrangements, gespielt im Kammerton a1 mit 432 Hz – der sogenannten Herzfrequenz, entsteht eine einzigartige meditative Stimmung. In Zeiten von Klimawandel und Kriegen, von zerfallenden Traditionen und Strukturen bringt Eli Schewas Musik Halt und Geborgenheit in einem grösseren Ganzen, und Innehalten wird möglich.
Wer eine greifbare Unterstützung in einem persönlichen Transformationsprozess sucht und inneren Frieden erleben möchte, wird bei Eli Schewas Musik fündig. Ihre Kunst unterstützt und stärkt die individuelle Heilung und trägt zu einer friedlichen und lichtvollen Zukunft bei.
LA PRIMAVERA DE TANGO
Aquilea, ein mythologisiertes Buenos Aires, droht von nicht definierten Invasoren eingenommen zu werden. Vor der Gleichgültigkeit seiner Einwohner*innen kämpfen organisierte Gruppen im Untergrund dagegen an und verkörpern auf archetypische Weise – die Illias lässt grüßen – Formen politischen Widerstands.
Jorge Luis Borges konzipierte diese Geschichte speziell fürs Kino. Mit Hugo Santiago fand er einen kongenialen Regisseur, dessen düstere und formal strenge Umsetzung, um eine sehr direkte, teils von Tango überlagerte Tonebene ergänzt, zum Erlebnis eines „reinen Kinos“ (Verena Teissl, Viennale) wird. INVASION gilt als der bedeutendste Film der argentinischen Avantgarde.
LA PRIMAVERA DE TANGO
Argentinien 1969, OmeU, 123 Min., Regie: Hugo Santiago, Buch: Jorge Luis Borges, Adolfo Bioy Casares, mit Olga Zubarry, Lautaro Murúa, Juan Carlos Paz
Fr 05.06., 21:00
LA PRIMAVERA DE TANGO
Die junge Bandoneonistin Marina Gayotto schlägt sich mit dem Spielen in Bussen und in der U-Bahn durch, als sich die Chance bietet, beim großen Dirigenten Rodolfo Mederos vorzuspielen. Doch Medero wird sie mit ihrem ramponierten Instrument nicht nehmen. Marina begibt sich daraufhin auf eine ungestüme Suche nach dem mythischen Double A, der Stradivari unter den Bandoneons, die zu einer Reise durch alte Werkstätten, die Tanzlokale der Stadt, den Meistern des Tangos und vor allem zu den Glanzzeiten des Bandoneons führt.
LA PRIMAVERA DE TANGO
Argentinien, Venezuela 2005, OmeU, 90 Min., Regie: Alejandro Saderman, mit Marina Gayotto, Carla Algieri
Sa 06.06., 19:30
LA PRIMAVERA DE TANGO
„Die Musik ist die Seele eines Volkes. Die Musik ist auf der Straße. Tangos sind gesungene Geschichten und viele Tangos werden eher gespielt als gesungen. SUR ist für mich ein einziger langer Tango – oder viele" (Fernando E. Solanas)
1983, das Ende der Militärdiktatur in Argentinien. Floreal war fünf Jahre politischer Gefangener. Nun wandert er ruhelos durch das nächtliche, sich um Umbruch befindende Buenos Aires und die Nacht wird zum Resümee aller Nächte und seines Lebens. Alles ist anders: das Viertel, die Lokale, Gesichter, Geräusche, der Klang des Bandoneons und doch verbindet sich alles mit der Vergangenheit, düsteren und schönen Erinnerungen, Visionen und Träumen.
LA PRIMAVERA DE TANGO
Argentinien, Frankreich 1988, OmU, 35mm, 117 Min., Regie: Fernando E. Solanas. Mit Susú Pecoraro, Miguel Ángel Solá
Sa 06.06., 21:30
Herzlichen Glückwunsch Sir David Attenborough!
Der Naturforscher, Schriftsteller und vor allem Tierfilmer Sir David Attenborough hat uns wie kaum ein anderer die Schönheit unseres Planeten und seiner Tierwelten nähergebracht und ist doch vor allem für seine Stimme bekannt. Zu seinem 100. Geburtstag zeigen wir seinen Kinofilm aus dem letzten Jahr: OCEAN. Darin appelliert er an den Schutz der Ozeane, die wir so leichtfertig außer Acht lassen und die er als den wichtigsten Mosaikstein für das biologische Gleichgewicht der Erde betrachtet. Er taucht in die Unterwasserlebensräume ein, enthüllt das Zeitalter der Ozeanentdeckung und erläutert dessen lebenswichtige Bedeutung sowie Möglichkeiten zur Erholung der Meereslebewesen.
Herzlichen Glückwunsch Sir David Attenborough!
UK 2025, OmU, 101 Min., Regie: Colin Butfield, Toby Nowlan, Keith Scholey. Sprecher: David Attenborough
So 07.06., 17:30
Grenzgänger im Morgenwind auf Klavier, Kamancheh und Schlagwerk
Die Musik ist derart vielfältig, aufregend und ungewöhnlich, dass sie nur schwer zu beschreiben ist. Die Kombination von Klavier, Kamancheh und vielfältiger Percussion erzeugte einen weltmusikalischen Sound der seinesgleichen sucht. Misagh Joolaee zählt zu den gefragtesten Virtuosen auf der Kamancheh, dem traditionellen, geigenähnlichen Streichinstrument aus dem alten Persien. Pianistin Schaghajegh Nosrati treibt die Fluten dieses Klangozeans höher und hält die Wellen lebendig, während Percussionspieler Sebastian Flaig auf seiner Rahmentrommel mit dumpfen Schlägen und scharfen Akzentuierungen den Herzschlag vorgibt. Das Joolaee-Trio verbindet Tradition und Moderne und agiert bei ergreifender Ausdrucksdichte stilistisch ausgesprochen divers und variabel. So wie es eben im Idealfall auch im Jazz stattfindet.
In seinem ebenfalls mit „Morgenwind“ betitelten Konzert präsentiert das Joolaee Trio mitreißende Eigenkompositionen aller drei MusikerInnen, u.a. Be Hich Diyar – „keiner Heimat zugehörig“- von Misagh Joolaee, Fragile Balance von Sebastian Flaig und die Fantasie und Fuge von Schaghajegh Nosrati.
Retrospektive Alexander Kluge
Ratlos träumt die Zirkusdirektorin Leni Peickert von einem neuen, politischen Zirkus – einem Ort der Aufklärung und des Engagements. Doch ihre idealistische Vision scheitert an den Realitäten von Wirtschaft, Medien und Macht. Alexander Kluge erzählt diese Geschichte in einer Mischung aus Spielszenen, Dokumenten, Interviews und Reflexionen, die zugleich ein
Sinnbild der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft ist. Der Film fragt, wie Kunst gesellschaftlich wirksam sein kann, ohne sich dem Spektakel zu beugen. Mit seiner formalen Strenge und intellektuellen Ironie wurde Kluges Werk zu einem zentralen Beitrag des Neuen Deutschen Films in der Zeit der studentischen Protestbewegung. Er erhielt auf den Internationalen Filmfestspielen in Venedig 1968 den Goldenen Löwen.
Retrospektive Alexander Kluge
BRD 1968, 103 Min., Regie & Drehbuch: Alexander Kluge. Kamera: Günther Hörmann, Thomas Mauch, Schnitt: Beate Mainka-Jellinghaus
Di 09.06., 19:30, Einführung: Jörg Später
Eine Ausstellung, inspiriert von der Italienreise des bedeutenden Dichters Johann Wolfgang von Goethe – auf eine popkulturelle Art neu interpretiert. Entlang seiner Route entsteht eine zeitgenössisch visuelle Erzählung, die Literatur, Orte und Fußballkultur miteinander verbindet. Von Bozen über Rom bis Neapel und nach Sizilien: Jede Station bringt Goethes Blick auf Italien mit der emotionalen und kulturellen Identität des lokalen Fußballs in einen Dialog.
Die Ausstellung ist zugänglich während der Öffnungszeiten des Goethe-Instituts Freiburg vom 10. Juni bis zum 17. Juli.
Eintritt frei
DO YOU LOVE ME
Geschichtsschreibung kann nicht linear gedacht werden – die Gleichzeitigkeit historischer Entwicklungen suchen immer wieder nach neuen Verknüpfungen. In einem scheinbaren Stream of Consciousness führt uns die Filmemacherin anhand von filmischem und audiovisuellem Archivmaterial durch die moderne Geschichte des Libanon. Was folgt, ist ein Film, der so noch nie zu sehen war – ein dichtes, erfüllendes, bildreiches Porträt eines pluralistischen Landes ohne nationales Filmarchiv. Mit den Bildern tanzen wir durch den Libanon – Privataufnahmen aus Homevideos, Filmszenen von Jocelyn Saab, eine Reportage mit Etel Adnan – auf dem Rücksitz eines alten Autos durch Beirut – oder die Klänge eines Videoclips. Found-Footage-Material aus mehr als 20.000 Quellen erleben wir als neue Dimension kollektiver Erinnerung. Bilder, die uns in neuer Kombination eine Verbundenheit mit denen spüren lassen, für die der Libanon bedrohte Heimat ist. Die Reise entpuppt sich als ein Liebesbrief an Beirut, wenngleich diese Liebe mit einem Fragezeichen versehen ist.
DO YOU LOVE ME begeisterte das Publikum während der Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Venedig. Lana Daher ist Filmemacherin und multidisziplinäre Künstlerin aus dem Libanon.
DO YOU LOVE ME
Frankreich, Katar, Libanon 2025, OmU, 75 Min., Regie: Lana Daher
Mi 10.06., 19:30 / Sa 13.06., 21:30
Thomas Mace schreibt 1676 in seinem Werk Musick´s Monument: “…we would never allow any performers to Overtop or Out-cry another by Loud Plays, but our great Care was, to have all Parts Equally heard.”
Dieses und alle weiteren Mittel des musikalischen Zusammenspiels wollen wir in entspannter Atmosphäre beim gemeinsamen Erarbeiten der 5-6stimmigen englischen Gambenliteratur des 16./17.Jh. im Blick haben - to make „Music Lovely and contentive.“ ( Th. Mace)
Der Kurs richtet sich an erfahrene Consortspieler*innen.
Bei diesem Kurs wird es drei DozentInnen geben: Gisela Eggers, Jochen Thesmann und Manfred Harras.
-- Gemeinschaftsveranstaltung mit dem IAM – Internationaler Arbeitskreis für Musik e.V., Bramsche-Malgarten. --
Bitte erfragen Sie die Kosten für Teilnahme, Unterkunft und Verpflegung direkt beim IAM, dort erfolgt auch die Anmeldung, beim IAM und teilen Sie dem IAM bitte bei der Anmeldung mit, ob Sie ein Zimmer mit oder ohne WC/Dusche wünschen.
Waldhof e.V.
Gute Besserung?! Filmreihe Kritische Medizin
THE GAME ist ein Spiel zwischen Leben und Tod. An diesem Spiel nehmen nicht nur junge Männer teil. Ganze Familien machen sich in Bosnien täglich auf den Weg an die Grenze und werden wieder zurückgeschickt. Neben den Migrant*innen spielen auch die Menschenhändler*innen ihre Rolle. All jene, die nicht an den Geflüchteten verdienen, demonstrieren gegen sie. Sie haben Angst davor, dass ihnen das Wenige, das sie besitzen, genommen wird.
Im Chaos zwischen all diesen „Spieler*innen“ bewegen sich die bosnischen Helfenden. Sie suchen ein Gleichgewicht zwischen Bestechung, Bedrohung und der Hilfe, die sie den Bedürftigen geben wollen.
THE GAME zeigt den gefährlichen Kreislauf vom Gehen und Zurückkommen, der nie endet. Der Film untersucht die humanitäre Krise an der EU-Außengrenze nur 600 Kilometer von uns entfernt. Und zeigt schonungslos, was es heißt, wenn ein Menschenleben nichts wert ist. Und was es bewirkt, wenn Einzelne das nicht hinnehmen. Sondern helfen.
In Kooperation mit Kritische Medizin Freiburg & Medical Solidarity Internation (MSI).
Gute Besserung?! Filmreihe Kritische Medizin
Bosnien und Herzegowina, Österreich, Deutschland 2021, OmU, 90 Min., Regie: Manuela Federl
Do 11.06., 19:30, im Anschluss Gespräch
85 Jahre Bob Dylan
Donn Alan Pennebaker gilt vielen als Pionier des Konzertfilms. Seine Dokumentation DON’T LOOK BACK über die erste Auslandstournee des damals gerade berühmt gewordenen Bob Dylan in England 1965 war weit mehr als ein Abfilmen von Bühnenauftritten. D.A. Pennebaker richtete seine Kamera auf das, was Backstage geschah, sein Film zeigt Dylan während Interviews mit Journalisten, mit Fans und wie er mit seiner damaligen Lebensgefährtin Joan Baez gemeinsam in einem Hotelzimmer singt. Mit seinem Stil, mit Handkamera und Originalton zu filmen, führte er das französische Cinéma Vérité in die US-amerikanische Popkultur ein.
85 Jahre Bob Dylan
USA 1967, OmeU, 96 Min., Regie: D. A. Pennebaker
Do 11.06., 22:00
Mal innig, mal temperamentvoll und mit einem Zwinkern in den Augen lässt Naschuwa die Zuhörer die Vielseitigkeit jüdischer Musik und jüdischen Humors erleben. Virtuose und balladeske Klezmerstücke, jiddische Lieder aus der Welt des ost- und mitteleuropäischen Schtetls, aber auch des Ghettos, sowie musikalische Ausflüge in den Orient und das moderne Israel wecken die Sehnsucht nach dem Garten Eden. Die mitreißende Darbietung der vier Musiker sowie Geschichten, Anekdoten und Hintergrund-informationen zu den Liedern bereichern das Programm. Der Humor ist dabei eine Medizin, die das Leben leichter macht und es in seiner tiefsinnigen Seite reflektiert. Naschuwa ist Teil einer Erinnerungskultur, die sich gegen das Vergessen und Verdrängen einsetzt und zugleich daran erinnert, dass das Leben in seiner Vielseitigkeit weitergeht.
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