"gerne von guten Ideen überzeugen" lassen würde. Die Fraktion "Eine Stadt für alle" beantragte daraufhin eine Prüfung der Umsetzung seitens der Stadtverwaltung. Deren vorläufiges Ergebnis präsentierte Dr. Harald Schaich nun am 10.02. dem Umweltausschuss des Gemeinderates. Demnach lehnt die Verwaltung einen fest angestellten Schäfer und eine eigene, kleine Herde aktuell ab. Zwar wurden weder die prinzipiellen Vorteile in puncto Naturschutz und Umweltpädagogik bestritten, doch fürchtete man die Hunde der Spaziergänger und bezweifelte, dass genügend Fläche vorhanden wäre. Dabei sind diese Argumente vor dem Hintergrund, dass dieses Modell bereits in einigen Städten Deutschlands und Frankreich etabliert ist, noch etwas vage. Berufsschäfer Edgar Engist sieht die vorgebrachten Punkte ebenso nicht als unlösbares Probleme. Gegen Hunde würden handelsübliche Elektronetze gute Dienste erweisen, der Flächenbedarf sei über die Herdengröße gut steuerbar. Es käme zumindest auf einen Versuch an. Aktuell würden die in Frage kommenden Grünflächen an Rosskopf, Schlossberg oder Dreisam maschinell bewirtschaftet. Das sei in vielen Fällen teurer als die Beweidung und in jedem Fall für den Insektenschutz die weitaus schlechtere Lösung.
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GO/KF
Foto (Copyright): Anke Vogel - Auf dem Foto: www.schaeferei-engist.de