Nach Axel Mayer an Dienstag, 13. Oktober 2026
Kategorie: Eine Welt/Nachhaltigkeit

Freiburger Verpackungssteuer: Politischer Streit um Umweltpolitik

Die 2026 eingeführte Freiburger Verpackungssteuer steht vor möglichen Änderungen. Bürgermeister Martin Horn sowie die Fraktionen CDU, FDP/BfF, Freie Wähler, ESFA und Teile der SPD plädieren für eine angepasste Regelung. Die Grünen und Umweltverbände verteidigen hingegen das bestehende System.

Was ist der Hintergrund der Verpackungssteuer?

Nach WWF-Daten wurden 2023 bundesweit 14,6 Milliarden Einwegverpackungen vertrieben – eine Milliarde mehr als 2022. Die Mehrwegquote stieg marginal von 0,7 auf 1,6 Prozent. Bei Getränken von 4,1 auf 7 Prozent, bei Speisen von 0,1 auf 0,3 Prozent.​

Was sind die Streitpunkte der Verpackungssteuer?

Befürworter der Steuer argu­mentieren, dass Verursacher von Einwegverpackungen deren Entsorgungskosten mittragen sollten. Kritiker verweisen auf praktische Umsetzungsprobleme und fordern vereinfachte Regelungen. Die geplante Alternative wird von Befürwortern als zu wenig wirksam kritisiert.

Umweltverbände haben ihre Unterstützung für die aktuelle Regelung betont.

Im historischen Vergleich gab es ähnliche Kontroversen 2003 bei Einführung des bundesweiten Dosenpfands unter Umweltminister Jürgen Trittin. Das Pfand führte laut Studien zu deutlich weniger Getränkeverpackungen in der Umwelt, auch wenn Einwegflaschen nicht vollständig ersetzt wurden.

Der Streit stellt grundsätzlich die Frage: Soll Freiburg Einwegmüll durch regulatorische Maßnahmen reduzieren – oder sollen die Kosten stärker der Allgemeinheit zugewiesen werden? 

Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht.

Papst Gregor der Große (ca. 540–604)

Die Verpackungssteuer Freiburg und ihre Feinde - Eine Kritik und das Ende der Green City | Mitwelt

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