| | Weltweit ist die reproduktive Gesundheit in Gefahr. Das Recht auf körperliche Selbstbestimmung, der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen, Verhütungsmitteln und sexueller Bildung wird vielerorts eingeschränkt. Rechte Regierungen treiben den antifeministischen Backlash voran. Das ist vor allem eins: ungesund. Christlich-fundamentalistische Hardliner aus Europa und den USA sehen unter anderem einen machtpolitischen Hebel in Ostafrika und leisten dort Lobbyarbeit gegen Verhütung und sichere Familienplanung. Schätzungen zufolge werden mehrere Länder aufgrund der desaströsen US-AID-Streichungen bis zu 14 Millionen mehr AIDS-Todesopfer verzeichnen. Demgegenüber werden Aktivist*innen nicht müde, weiter für die Selbstbestimmung und Gesundheitsversorgung aller Menschen zu kämpfen. Was es für Auswirkungen hat, wenn der Zugang und die öffentliche Verhandlung von sexueller Gesundheit einer reaktionären Welle zum Opfer fällt und wie sich trotzdem Widerstand und unterstützende Strukturen bilden, zeigt das iz3w im Dossier »Reproduktive Gesundheit« auf. |
Inhaltsübersicht
»Nicht rassistisch gemeint«
Hefteditorial
Dossier: Reproduktive Gesundheit
Ungesunder Backlash
Dossiereditorial
Schwieriger Fortschritt
Die körperliche Selbstbestimmung ist wieder bedroht
von Catherina Hinz
Antifeminismus macht krank
Wie rechte Akteur*innen die Gesundheit gefährden
von Judith Goetz
»Reproduktive Gesundheit hat eine Geschichte«
Interview mit der italienischen Historikerin Alessandra Gissi
»Ungewollte Schwangerschaften werden tabuisiert«
Interview mit Cornelia Grothe zu Frauen in Konfliktregionen
Patriarchaler Kontrolle entkommen
Der Kampf für reproduktive Gesundheit im Nordirak
von Isis Elgibali
»Frauen sollten sich selbst helfen können«
Interview mit der Stiftung der freien Frau in Syrien
»Das Angebot ist sehr begrenzt«
Interview mit Yasar Alameen über Gesundheitspflege in Libyen
Autoritär, patriarchal und gewaltförmig
Bevölkerungspolitik in Indien und China
von Christa Wichterich
Die Komplexität von Abtreibungen grafisch dargestellt
von Nina Piening
»Vielfältige Geschichten von Frauen erzählen«
Interview mit Gabriela Jauregui zur Dossier-Bilderstrecke
Politik und Ökonomie
Eritrea: Differenzen im Exil
Wie sich ein ostafrikanischer Konflikt in Europa entlädt
von Mariam G. Ghebregergis
Jordanien: »Ich habe jeden Moment Angst«
Eine Fluchtgeschichte aus dem Sudan nach Jordanien
von David Hermann und Maxima Meyer
Iran: »Die Hinrichtungen stehen auf Rekordniveau«
Interview mit Daniela Sepehri über die Lage der Opposition
Westsahara I: Warten auf Selbstbestimmung
Vor 50 Jahren besetzte Marokko die Westsahara
von Annette Mokler
Westsahara II: »Ressourcenabbau ohne Zustimmung«
Ein Interview mit der sahrauischen Aktivistin Fatma Moulay
Kamerun: Am Ende einer Ära?
Kamerun kriselt vor den Präsidentschaftswahlen
von Andreas Mehler
Kultur und Debatte
Deutscher Kolonialismus: »Unsere schwarzen Landsleute«?
Kommen drei Kameruner nach Deutschland…
von Joachim Zeller
Porträt: »The Rich Voice of Peace«
Ein Porträt der Sängerin und Aktivistin Fasia Jansen
von Martina Franzke
Globale Gesundheitspolitik: »Das ist Nekropolitik pur«
Interview mit Nadja Meisterhans über Gesundheitspolitik
Unterm Radar
zusammengestellt von Nina Piening und Mirko Maschewsky
Rezensionen
Kein Raum ist rechts
Autor*innenkollektiv Terra-R: Das Ende rechter Räume – Territorialisierungen der radikalen Rechten
Nordpolentdecker mit Ödipuskomplex
Franzobel: Hundert Wörter für Schnee
Von der Vision zur Dystopie
Douglas Rushkoff: Survival of the Richest. Warum wir vor den Tech-Milliardären noch nicht einmal auf dem Mars sicher sind
Künstliche Intelligenz ist nicht die Lösung
Ingo Dachwitz & Sven Hilbig: Digitaler Kolonialismus. Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen
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