Filme und Vorträge in Freiburg Di 11.03. – Di 03.06.2025
Di 11. März, 19:30 Uhr
Vortrag: Unsere Opfer zählen nicht – Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg
mit Karl Rössel (recherche international, Köln)
Weingut Dilger, Urachstr. 3, Freiburg
So 06. April, 19:30 Uhr
Film: Cinema, Aspirinas e Urubus
Kommunales Kino Freiburg, Urachstr. 40
Di 08. April, 19:30 Uhr
Vortrag: Die brasilianischen Befreier Italiens
mit Luis de Olivera (Italien/Brasilien)
Theater Freiburg, Winterer-Foyer
Mi 16. April, 19:30 Uhr
Film: Camp de Thiaroye
Kommunales Kino Freiburg, Urachstr. 40
Di 22. April, 19:30 Uhr
Film: Unterwegs als sicherer Ort
Kommunales Kino Freiburg, Urachstr. 40
Fr 09. Mai, 19:30 Uhr
Vortrag: Der Holocaust und Nordafrika
mit Aomar Boum (USA)
Peterhofkeller, Niemensstr. 10, Freiburg
Di 13. Mai, 19:30 Uhr
Film: Les Massacres de Sétif, un certain 8. Mai 1945
mit anschließendem Gespräch mit Filmemacher Mehdi Lallaoui (Paris)
Kommunales Kino Freiburg, Urachstr. 40
Di 13. Mai, 14:00-16:00 Uhr
Lecture: Rediscovering the Colonial and Decolonial Interdependencies through the Footsteps of Frantz Fanon
Im Rahmen der Vorlesung "Global and Regional Transformations: Theories, Trends, Interdependencies"
Guests: Alice Cherki and Mehdi Lallaoui (Paris)
HS 3043, KG III, Platz der Universität 3, Freiburg
Mi 14. Mai, 19:30 Uhr
Film: Sur les traces de Frantz Fanon
mit anschließendem Gespräch mit Filmemacher Mehdi Lallaoui & Zeitzeugin Alice Cherki (Paris)
Kommunales Kino Freiburg, Urachstr. 40
Mo 19. Mai, 19:30 Uhr
Vortrag: Frauen im antijapanischen und antikolonialen Widerstand
mit Agnes Khoo (Malaysia, Singapur, Niederlande)
Kulturaggregat, Hildastr. 5, Freiburg
Di 20. Mai, 17:00-20:00 Uhr
Workshop: „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg"
mit fernsicht im iz3w
Haus des Engagements, Rehlingstr. 9, Teilnahme kostenfrei, Anmeldung unter:
Mi 21. Mai, 19:30 Uhr
Film: Because we were beautiful
mit anschließendem Gespräch mit Nataly Han (Koreaverband Berlin)
Kommunales Kino Freiburg, Urachstr. 40
Di 03. Juni, 19:00 & 21:00 Uhr
Vortrag: Afrikanische Kolonialsoldaten in deutscher Perspektive – Krieg, Rassismus und Geschlecht im 19. und 20. Jahrhundert
mit Heiko Wegmann
Film: Auch Afrikaner haben das Elsass befreit
Kommunales Kino Freiburg, Urachstr. 40
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Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Unzählige Menschen und alle Kontinente wurden durch diesen Krieg erschüttert, dessen Zentrum Deutschland war. Die Nationalsozialisten hatten den Weltkrieg 1939 mit dem Überfall auf Polen begonnen, und schließlich über Europa hinaus nach Asien, Ozeanien, Afrika und die Amerikas ausgeweitet. Gleichwohl müssen bereits der italienische Abessinienkrieg 1935 in Äthiopien/Eritrea und der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg ab 1937 als Teil dieses globalen Krieges begriffen werden, denn beide wurden von den mit Deutschland verbündeten Achsenmächten Italien und Japan begonnen. Vergessen werden darf dabei allerdings nicht, dass die Zahl derjenigen aus aller Welt, die sich den Nazis militärisch entgegenstellten, weit größer war, als die Zahl ihrer internationalen Verbündeten.
Für das iz3w ist diese globale Dimension des Zweiten Weltkriegs schon lange Zeit ein Thema. Im Jahr 2009 gaben wir zusammen mit Karl Rössel vom Rheinischen JournalistInnenbüro die Ausgabe 312 der Zeitschrift iz3w über die globale Kollaboration mit den Nazis heraus. 2010/11 zeigten wir in Freiburg die Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg". Außerdem publizierten wir in den letzten zwanzig Jahren zahlreiche Artikel dazu in der iz3w.
Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung von Nazideutschland wollen wir mit zahlreichen Vorträgen und einer Filmreihe mit Gästen aus Algerien, Frankreich, Italien, Brasilien, Korea und den USA sowohl seinen Opfern wie auch den Widerstandskämpfer*innen aus dem Globalen Süden gedenken. Damit wollen wir zum Perspektivwechsel von einer eurozentrischen hin zu einer globalen Geschichtsschreibung beitragen. Europa, und insbesondere Deutschland, muss sich der historischen Verantwortung stellen, die es gegenüber Kontinenten, Ländern und Regionen hat, die durch Kolonialisierung und Krieg zerrüttet wurden. Untrennbar damit verbunden ist auch die Verantwortung gegenüber Menschen, die heutzutage aus ihren Herkunftsländern flüchten und hier nach Schutz und Asyl suchen.
Mit finanzieller Unterstützung des Landtags und des Staatsministeriums Baden-Württemberg über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg, gefördert von Brot für die Welt mit Mitteln des kirchlichen Entwicklungsdienstes, INTA-Stiftung, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, Kulturamt Freiburg
Eine Veranstaltung von iz3w und Kommunales Kino Freiburg in Kooperation mit ACT – Africa Center for Transregional Research, Blaues Haus Breisach, Centre Culturel Français Freiburg, DEAB, De/Coloniality Now, FAIRburg, Frankreich-Zentrum, freiburg-postkolonial, Institut für Sozial- und Kulturanthropologie, KoBra – Kooperation Brasilien, Kulturaggregat, recherche international, Theater Freiburg, Weingut Dilger