Gegen alle Erwartungen hat die Neulandpartei die Wahl gewonnen. Und sie macht ernst! Deutschland muss sich neu erfinden. Die Menschen sollen ihre deprimierende Verklemmtheit und Muffigkeit hinter sich lassen - Leichtigkeit, Spontaneität und Glück sind nun Staatsraison. Und das gilt selbstredend f...
Gegen alle Erwartungen hat die Neulandpartei die Wahl gewonnen. Und sie macht ernst! Deutschland muss sich neu erfinden. Die Menschen sollen ihre deprimierende Verklemmtheit und Muffigkeit hinter sich lassen - Leichtigkeit, Spontaneität und Glück sind nun Staatsraison. Und das gilt selbstredend für alle. Aber wie sich herausstellt, ist verordnetes Glück nicht immer einfach. Es bedarf harter gruppentherapeutischer Arbeit. Manche verändern sich eifrig, manche wollen bleiben, wie und wer sie waren. Unser Stück spielt lustvoll mit gegenseitigen Vorurteilen und Klischees, die manchmal stimmen und manchmal gar nicht.
Das Theaterstück wurde partizipativ aus der Gruppe heraus entwickelt von Menschen mit Wurzeln in Gambia, Kamerun, Togo, Türkei, Ukraine und Deutschland
Ein Wochenende, um in das Herz des Theaters einzutauchen: Unter der fachkundigen Leitung von Marco Pejrolo erleben die Teilnehmer eine intensive und mitreißende Erfahrung, bestehend aus dynamischen Übungen, Improvisationen und kreativen Entdeckungen. Ein Workshop, der darauf abzielt, die Ausdruck...
Ein Wochenende, um in das Herz des Theaters einzutauchen: Unter der fachkundigen Leitung von Marco Pejrolo erleben die Teilnehmer eine intensive und mitreißende Erfahrung, bestehend aus dynamischen Übungen, Improvisationen und kreativen Entdeckungen. Ein Workshop, der darauf abzielt, die Ausdruckskraft zu befreien, ohne Angst zu experimentieren und sich von der eigenen Bühnenpräsenz überraschen zu lassen. Eine einzigartige Gelegenheit, Energie, Inspiration und Staunen wiederzufinden.
Workschop in italienischer Sprache. Deutschsprachige Teilnehmer sind auch herzlich willkommen.
Samstag 14.02.2026 von 12.00 bis 20.00 Uhr mit Pause - Sonntag, 15.02.2026 von 10.00 bis 18.00 Uhr mit Pause
„Geben wir so, wie wir selbst empfangen möchten: vor allem gern, rasch und ohne jedes Zögern.“ Seneca
Unsere neue Impro-Show voller Überraschungen widmet sich der spannungsreichsten Art von sozialem Austausch. Folgen auf das Auspacken von Geschenken berührende Einblicke in die Vergangenheit eines...
„Geben wir so, wie wir selbst empfangen möchten: vor allem gern, rasch und ohne jedes Zögern.“ Seneca
Unsere neue Impro-Show voller Überraschungen widmet sich der spannungsreichsten Art von sozialem Austausch. Folgen auf das Auspacken von Geschenken berührende Einblicke in die Vergangenheit eines persönlichen Gegenstands oder eiskalte Rachepläne? An diesem Abend erkunden wir das Schenken in all seinen Facetten, von Ramsch aus der gratis Geschenkekiste bis zum unersetzlichen Einzelstück. Wir folgen den Liebenden, wenn ein Präsent die Herzen zum Schmelzen bringt und erleben, wie aus einer Socke etwas höchst Dramatisches wird.
Vielleicht, denn was passiert und was in den Päckchen zu finden ist, wissen wir vorher nicht. Wir spielen mit den mitgebrachten Gegenständen unserer Zuschauer:innen und lassen uns von deren Anregungen inspirieren! Alles an diesem Abend entsteht einmalig und spontan aus dem Moment.
Das Publikum darf dabei gern (verpackte oder unverpackte) Dinge für die Show und anschließendes Schenken und Tauschen mitbringen! Wir bauen die Päckchen direkt in die Szenen ein und lassen uns überraschen. Und vielleicht finden die Gegenstände nach der Show noch ein neues, liebendes zu Hause…
Beim Improtheater treten wir direkt mit dem Publikum in Kontakt, natürlich ohne dass jemand mitspielen muss! Wir entwerfen Figuren, gestalten imaginäre Räume, sammeln skurrile Geschichten und Erlebnisse und lassen sie wieder aufleben. Alles spontan und an jedem Abend neu erfunden.
Seit 2015 werden im Auftrag des Auswärtigen Amtes in ganz Afrika Informationsveranstaltungen durchgeführt, die Afrikaner davon abhalten sollen, die Flucht nach Europa anzutreten. Ist wirklich so! Die Zuschauer:innen werden zum Publikum einer solchen Veranstaltung, bei der vier unterschiedliche, ab...
Seit 2015 werden im Auftrag des Auswärtigen Amtes in ganz Afrika Informationsveranstaltungen durchgeführt, die Afrikaner davon abhalten sollen, die Flucht nach Europa anzutreten. Ist wirklich so! Die Zuschauer:innen werden zum Publikum einer solchen Veranstaltung, bei der vier unterschiedliche, aber eben doch "typische" Durchschnittsdeutsche von einer Moderatorin vorgeführt werden. Der Abend läuft aus dem Ruder, die Beteiligten bekämpfen sich, entlarven sich, je authentischer sie sich gebärden.
Bitterbös-komische Gesellschaftssatire.
«Germany – why NOT! Ausrufezeichen!» (Heike) «Wenn ich Afrikaner wäre, man müsste mich prügeln, damit ich nach Deutschland gehe.» (Ansgar)
UA: 31.01.2020, Staatstheater Nürnberg Premiere am Wallgraben Theater: 15.06.2024
Die maniACTs stellen ihr neues Stück Caledonia vor. Jeden Abend gibt es eine Vorstellung. Die Türen und Abendkasse öffnen um 19 Uhr, und das Stück startet um 19:30 Uhr. Veranstaltungssprache ist Englisch. Karten reservieren kann man unter tickets@maniacts.de. Die Tickets kosten 8, ermäßigt 6 Euro...
Die maniACTs stellen ihr neues Stück Caledonia vor. Jeden Abend gibt es eine Vorstellung. Die Türen und Abendkasse öffnen um 19 Uhr, und das Stück startet um 19:30 Uhr. Veranstaltungssprache ist Englisch. Karten reservieren kann man unter tickets@maniacts.de. Die Tickets kosten 8, ermäßigt 6 Euro.
„Caledonia“ handelt von dem gescheitertem Kolonialversuch Schottlands. In den 1690ern träumte der Banker William Paterson davon, eine Kolonie im südlichen Panama zu errichten, um Schottland zu einer Kolonialmacht zu machen. Er überzeugte die schottische Öffentlichkeit davon, große Geldsummen in den Plan zu investieren, doch seine Umsetzung endete in einer Katastrophe für das stolze Volk. Das sogenannte Darién-Projekt trieb das Land in den finanziellen Ruin, was den Zusammenschluss mit England im Jahr 1707 beschleunigte und Schottland die Unabhängigkeit kostete.
„Caledonia“ ist teils historisches Drama, teils Tragödie und thematisiert auf satirisch-morbide Weise die nach wie vor relevanten Themen Korruption, Verblendetsein und gescheiterte Ambitionen. Im Mittelpunkt des Stückes steht die menschliche Fehlbarkeit: Die Hoffnungen, Erwartungen, und rivalisierenden Interessen der Figuren prallen aufeinander, während sie von Ruhm träumen. Wie Alistair Beaton schreibt, „Caledonia“ ist gleichzeitig „eine schottische Geschichte, eine internationale Geschichte, eine alte Geschichte und eine moderne Geschichte.“
Eine (Meta-)Komödie von John von Düffel. Sehr frei nach Molière
Das höchste Glück durch die Erfüllung unserer individuellen Lust und Gier ist out – Askese ist angesagt! Dem Unternehmer Orgon passt es daher gut, dass sein Freund Tartüff, der bei ihm wohnt, flammende Pl...
Tartüff oder Der Geistige
Eine (Meta-)Komödie von John von Düffel. Sehr frei nach Molière
Das höchste Glück durch die Erfüllung unserer individuellen Lust und Gier ist out – Askese ist angesagt! Dem Unternehmer Orgon passt es daher gut, dass sein Freund Tartüff, der bei ihm wohnt, flammende Plädoyers fürs Sparen hält, auch wenn er sich selbst nicht immer daran hält. Orgons Geschäfte laufen schlecht, das Privatvermögen schwindet – da hilft Tartüffs Haltung, um der Familie klarzumachen, dass der Gürtel jetzt enger geschnallt werden muss! Orgons Frau Elmire ist not amused, hat sie ihren Mann doch nur wegen seines Geldes geheiratet; und Orgons Kinder Damis und Mariane haben fest damit gerechnet, reiche Erben zu werden. Immerhin steht Madame Pernelle, Orgons Mutter, ganz auf der Seite von Tartüff, obwohl gerade ihr Luxusleben mit Schuld an der Misere ist! Von akutem Wohlstandsverlust bedroht, kämpfen plötzlich alle gegen alle!
John von Düffels Komödie verknüpft Motive aus Molières Tartuffe und Der Geizige zu einer pointierten Bestandsaufnahme unserer Gegenwart.
„Wir leben in einer Gesellschaft, in der jede Regel, jede Rücksicht als Zumutung empfunden wird [...] Dabei wissen doch alle, dass wir über unsere Verhältnisse leben, ökologisch und ökonomisch! Wir wissen, dass wir uns Grenzen setzen müssen, aber wehe dem, der sie uns setzt.“ John von Düffel
Das höchste Glück durch die Erfüllung unserer individuellen Lust und Gier ist out – Askese ist angesagt! Dem Unternehmer Orgon passt es daher gut, dass sein Freund Tartüff, der bei ihm wohnt, flammende Plädoyers fürs Sparen hält, auch wenn er sich selbst nicht immer daran hält. Orgons Geschäfte l...
Das höchste Glück durch die Erfüllung unserer individuellen Lust und Gier ist out – Askese ist angesagt! Dem Unternehmer Orgon passt es daher gut, dass sein Freund Tartüff, der bei ihm wohnt, flammende Plädoyers fürs Sparen hält, auch wenn er sich selbst nicht immer daran hält. Orgons Geschäfte laufen schlecht, das Privatvermögen schwindet – da hilft Tartüffs Haltung, um der Familie klarzumachen, dass der Gürtel jetzt enger geschnallt werden muss! Orgons Frau Elmire ist not amused, hat sie ihren Mann doch nur wegen seines Geldes geheiratet; und Orgons Kinder Damis und Mariane haben fest damit gerechnet, reiche Erben zu werden. Immerhin steht Madame Pernelle, Orgons Mutter, ganz auf der Seite von Tartüff, obwohl gerade ihr Luxusleben mit Schuld an der Misere ist! Von akutem Wohlstandsverlust bedroht, kämpfen plötzlich alle gegen alle!
John von Düffels Komödie verknüpft Motive aus Molières Tartuffe und Der Geizige zu einer pointierten Bestandsaufnahme unserer Gegenwart. „Wir leben in einer Gesellschaft, in der jede Regel, jede Rücksicht als Zumutung empfunden wird [...] Dabei wissen doch alle, dass wir über unsere Verhältnisse leben, ökologisch und ökonomisch! Wir wissen, dass wir uns Grenzen setzen müssen, aber wehe dem, der sie uns setzt.“ John von Düffel
Der Vater von Nicola und Philipp ist gestorben. Beim Ausräumen des Hauses finden die Geschwister ein Aquarell, klein, schlicht gerahmt, ein Dorfidyll mit Kirche, eigentlich nicht der Rede wert, wenn da nicht diese Signatur wäre: „A. Hiller.“ Oder ist das erste „l“ ein „t“? Eine Expertin bestätigt...
Der Vater von Nicola und Philipp ist gestorben. Beim Ausräumen des Hauses finden die Geschwister ein Aquarell, klein, schlicht gerahmt, ein Dorfidyll mit Kirche, eigentlich nicht der Rede wert, wenn da nicht diese Signatur wäre: „A. Hiller.“ Oder ist das erste „l“ ein „t“? Eine Expertin bestätigt die Vermutung, ein Händler macht ein unsittliches Angebot. Hat das Bild einen künstlerischen oder einen finanziellen Wert und ist es moralisch vertretbar, daraus Geld zu machen? Der Meinungsaustausch zwischen den Parteien wird immer skurriler, nicht zuletzt wegen der jüdischen Schwiegertochter und der als Nazisse bezeichneten Großmutter.
Eine schwarze Komödie über die Frage: Lässt sich Kunst unabhängig vom Urheber betrachten? Wo sind die Grenzen?
Premiere 4. April 2025 / Regie: Regine Effinger
Der Autor, Übersetzer und Regisseur Marius von Mayenburg wurde 1972 in München geboren. Für sein erstes Theaterstück „Feuergesicht“ erhielt er den Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker (1997). In der Kritikerumfrage der Zeitschrift „Theater heute“ wurde er 1999 zum Nachwuchsautor des Jahres gewählt. Seither zahlreiche Theaterstücke, die in über dreißig Sprachen übersetzt wurden.
Am Wallgraben Theater war 2017 von ihm die Komödie „Stück Plastik“ zu sehen.