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Kulturforum Beiträge

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5 Minuten Lesezeit (909 Wörter)

Daniela-Maria Eneh für den Migrantinnenbeirat: für Chancengerechtigkeit und die Schaffung einer echten Willkommenskultur

Daniele-Maria-Eneh

Herzlich willkommen Daniela-Maria Eneh! Du kandidierst für den Migrantinnenbeirat Freiburg. Vielen Dank, dass du dir Zeit für das Interview mit dem Kulturforum Freiburg genommen hast.  

Daniela-Maria Eneh, 41 Jahre alt, ist studierte Soziologin (Schwerpunkt Öffentliche Meinung und Werbung) und Psychologin (Schwerpunkt Sonderpädagogik) und lebt seit 14 Jahren in Freiburg. Geboren in Rumänien, mit einem Ehemann aus Nigeria und einer gemeinsamen Tochter, bringt sie eine interkulturelle Perspektive in ihr gesellschaftliches Engagement ein. Nun kandidiert sie für den Migrantinnenbeirat Freiburg. Beruflich ist sie als Account Specialist im B2B-Großhandel tätig, ehrenamtlich engagiert sie sich für Chancengerechtigkeit, Integration und Teilhabe. Sie spricht sechs Sprachen: Rumänisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Deutsch.

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Warum kandidierst Du für den Migrant*innenbeirat Freiburg?

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, in Deutschland ohne Stimme zu leben, als Erwachsene bei null – oder sogar unter null – neu anzufangen. Seit vielen Jahren setze ich mich aktiv gegen Diskriminierung und für gleiche Rechte ein. Ich möchte eine inklusive, innovative Gesellschaft mitgestalten, bessere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt schaffen und mich für Meinungsfreiheit, Demokratie und Gerechtigkeit einsetzen.

Welche Themen sind Dir besonders wichtig?

Besonders am Herzen liegt mir der gleichberechtigte Zugang zum Arbeitsmarkt für Menschen mit Migrationserfahrung, Anerkennung von Abschlüssen, Chancengerechtigkeit und die Schaffung einer echten Willkommenskultur – gerade im Kontakt mit Ämtern. Integration darf nicht mit dem Verlust der eigenen Identität einhergehen.

Was sind Deine Ziele für die kommende Amtszeit?

Ich möchte mich dafür einsetzen, dass Aufenthaltsrechte und Arbeitserlaubnisse transparent und gerecht bearbeitet werden. Ich strebe Verbesserungen beim Amt für Migration an – etwa durch einen regelmäßigen Runden Tisch zwischen Beirat, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Außerdem ist mir wichtig, dass der Migrant*innenbeirat ein Rederecht im Gemeinderat erhält.

In welchen Gruppen, Vereinen oder Initiativen bist Du aktiv?

Ich bin Gründerin und Geschäftsführerin der ADAORA Community, Mitglied des Orga-Teams der Interkulturellen Wochen Freiburg, Autorin bei InForum e.V., aktiv bei „Speak Out gegen Rassismus und Sexismus", Kandidatin der Unabhängigen Frauen Freiburg für den Stadtrat 2024, beim African Music Festival in Emmendingen und dem „Das gute Leben für alle"-Festival in der FABRIK.


In welchen Gremien oder Ausschüssen des Beirats würdest Du gerne mitarbeiten?

Ich interessiere mich besonders für Ausschüsse, die sich mit Arbeit, Integration, Frauen*rechten, Bildung und Kultur befassen. Dort sehe ich meine Stärken und Erfahrungen gut aufgehoben.

Was zeichnet Dein Engagement oder deinen Blick auf Migration aus?

Ich kenne die Herausforderungen aus persönlicher Erfahrung – von Sprachbarrieren über nicht anerkannte Abschlüsse bis hin zur systemischen Ausgrenzung. Trotz meiner Qualifikationen habe ich lange unterhalb meines Niveaus gearbeitet. Diese Erfahrungen treiben mich an, mich für andere starkzumachen. Mein Blick ist interdisziplinär, lösungsorientiert und empathisch.


Warum sollten die Freiburger Migrant*innen Dich in den Beirat wählen?

Weil ich mich leidenschaftlich, zuverlässig und kompetent für unsere Anliegen einsetze. Ich habe Visionen, arbeite hart und finde Wege – auch dort, wo andere Hindernisse sehen. Ich stehe für Vielfalt, Dialog, Respekt und echte Teilhabe auf Augenhöhe.


Dein Lieblingszitat oder Wahlspruch:

„Am Ende, so glaube ich, müssen wir nichts tun, um geliebt zu werden. (...) Ich glaube wirklich, dass es wichtig ist, unsere Unvollkommenheiten zu bewahren. Sie sind kostbar, denn sie ermöglichen es denen, die uns mit dem Herzen sehen, uns wahrhaftig zu verstehen." 

Frida Kahlo

Vielen Dank für das inspirierende Gespräch – wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg!  

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Kulturforum Freiburg - Migrantinnenbeirat Freiburg

Mit unserer Arbeit wollen wir u.a.:die Anliegen der Migrant_innen in ihrer Vielfalt in der Stadtgesellschaft vertreten;das Bewusstsein für die Bedeutung einer vielfältigen Stadt fördern;dass die Kompetenzen und somit der Beitrag der Migrant_innen für die Stadt wertgeschätzt werden;aktive soziale und politische Teilhabe ermöglichen;den Zusammenhalt in der Gesellschaft fördern und Vorurteile, insbesondere Rassismus, bekämpfen;Gleichberechtigung und Gerechtigkeit einfordern;die Migrant_innen-Communities empowern.Der MMB ist ein unabhängiges gewähltes politisches Gremium. Wir vertreten 31 % der Freiburger_innen (Stand 2022), d.h. Einwohner_innen ohne deutschen Pass, Eingebürgerte und Spätaussiedler_innen.Freiburger_innen ohne EU-Pass (18 %) werden nicht vom Gemeinderat vertreten, denn sie sind nicht kommunalwahlberechtigt. Der MMB ist das einzige städtische Gremium, das sie vertritt.Wir arbeiten mit vollem Herz und Engagement an Themen, die uns Migrant_innen betreffen, wie z.B. politische Partizipation, Bildung, Frauenrechte, Antirassismus, Antidiskriminierung, denn uns ist es klar, dass diese Themen nicht nur eine Minderheit der Gesellschaft betreffen - sie prägen die Gegenwart und Zukunft aller.
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Kulturforum Freiburg - Wahl zum Migrantenbeirat Freiburg 2025 – Deine Stimme zählt! - 25th Mai, 2025 08:00 - 18:00

(25th Mai, 2025 08:00 - 18:00) Alle fünf Jahre wird in Freiburg der Migrantenbeirat neu gewählt – ein demokratisches Gremium, das die Interessen von Menschen mit internationaler Geschichte gegenüber Politik und Verwaltung vertritt. Die nächste Wahl findet im am 25. Mai 2025 statt. Das Wahlverfahren richtet sich an alle Freiburgerinnen ab 16 Jahren, die keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen oder eingebürgert wurden. Wer wahlberechtigt ist, kann nicht nur wählen, sondern sich auch selbst als Kandidatin aufstellen lassen. Wahlberechtigt ist, wer eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen, eingebürgert ist, Spätaussiedlerin/Spätaussiedler ist, sowie seit mindestens sechs Monaten ihren Hauptwohnsitz in Freiburg haben.Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit erhalten automatisch eine Wahlbenachrichtigung von der Stadt Freiburg.Auf der Webseite des Migrantenbeirats findest du alle wichtigen Informationen rund um die Wahl. Informiere dich hier über die Wahl und wie du mitmachen kannst!
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