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Künstliche Intelligenz ist allgegenwärtig, man kann sich ihr kaum noch entziehen. Im Globalen Norden als bedienungsfreundliche Suchmaschine, im Globalen Süden als neue Form der Ausbeutung? Der Aufschwung, der in vielen Erzählungen über KI mitschwingt, wirkt bei genauerem Hinsehen seltsam brüchig, wie unsere Autor*innen feststellen. Die Inhalte, die die KI ausspuckt, entstammen nicht dem luftleeren Raum. Content-Moderator*innen filtern im großen Stil pornographische und andere gewaltvolle Inhalte heraus, um KIs zu trainieren. Diese Arbeit unter ausbeuterischen Verhältnissen übernehmen meist Menschen aus dem globalen Süden – eine immense Schieflage der seelischen Belastung. Zudem nistet sich KI zunehmend in unser Zusammenleben ein; wird Freundin und Helferin beim lückenlosen Überwachen sowie der Migrationskontrolle – und entlastet dabei ganz effizient auch noch die Überbleibsel menschlichen Gewissens. Im Dossier beleuchten unsere Autor*innen diese Entwicklungen kritisch und fragen, wie KI bestehende Herrschaftsverhältnisse stabilisiert oder verschärft – und wie viel Substanz der Hype um KI als gesellschaftlicher Transformationsmotor überhaupt hat. Die Zeitschrift kann für € 7,00 in zahlreichen Buchhandlungen und Bahnhofsbuchhandlungen oder zzgl. 1,70 Euro für Porto und Versand direkt beim informationszentrum 3. welt (iz3w) bezogen werden. In unserem Online-Shop bieten wir neben der gedruckten Version auch eine PDF-Ausgabe an. |
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