Am 05. Oktober 2025 veranstaltet der gemeinnützige Verein MovingAfrica e.V. das 2. Freiburger Afrika Forum im ...
Am 05. Oktober 2025 veranstaltet der gemeinnützige Verein MovingAfrica e.V. das 2. Freiburger Afrika Forum im Jazzhaus Freiburg. Auch in diesem Jahr werden den verschiedenen afrikanischen Vereinen und Organisationen aus der Region die Möglichkeit gegeben sich an Ständen zu präsentieren. Das Publikum bekommt einen guten Überblick über die Aktivitäten und die Vereine können sich untereinander vernetzen. Die Teilnahme für die Vereine ist kostenlos. Das Afrika-Forum beginnt bereits am 4. Oktober mit einem Schülerworkshop. Die angolanische Sängerin Lucia de Carvalho studiert mit ca. 10 Schüler*innen ein Kurzprogramm ein, dass sie am nächsten Tag im Jazzhaus präsentieren. Für viele junge Talente dürfte dies der erste öffentliche Auftritt sein.
Das öffentliche Programm des Afrika-Forums beginnt am Nachmittag des 5.10.2025. Nach der Begrüßung durch den Vorstand des Vereins MovingAfrica e.V. liest die afrodeutsche TV-Moderatorin Mo Asumang aus ihrem Buch „Mo und die Arier“. In dem Buch sucht sie mutig und entschlossen die offene Konfrontation mit rechten Hasspredigern. Sie begegnet Menschen, die sie hassen – und begibt sich auf die Suche nach den „echten Ariern“.
Im Anschluss an die Lesung diskutiert sie, gemeinsam mit Ann-Katrin Müller (Journalistin beim Spiegel) und Dr. Samsondeen Ajagbe (Universität Freiburg) über das Buch und das Thema „Rassismus“ im Allgemeinen. Selbstverständlich wird auch das Publikum in die Diskussion eingebunden.
Zum Anschluss der Veranstaltung können wir uns auf ein Konzert der international renommierten Sängerin Lucia de Carvalho und ihrer Band freuen. Ein schöner Abschluss bei dem die Teilnehmenden zum Tanzen eingeladen werden.
Die Lesung und die Diskussion sind kostenlos. Der Eintritt für das Konzert beläuft sich auf 15 €. Moderiert wird die Veranstaltung von der Musikerin und Aktivistin Melane Nkounkolo.
Programm im Überblick:
16:00 Lesung Mo Asumang: Mo & die Arier“
17:30 Podiumsdiskussion zum Thema Rassismus mit Mo Asumang, Ann-Katrin Müller, Dr. Samsondeen Ajagbe
19:30 Schüler*innen Workshop unter der Leitung von Lucia de Carvalho
20:00 Konzert Lucia de Carvalho
16:00 – 22:00 Infostände afrikanischer Vereine
Moderation: Melane Nkounkolo
Podiumsdiskussion:
Mo Asumang:
Mo Asumang, das Kind einer Deutschen und eines Ghanaers, kam mit nur fünf Wochen ins Kinderheim und wurde anschließend von ihrer deutschen Großmutter aufgezogen, von der sie nach ihrem Tod erfuhr, dass Sie für die SS gearbeitet hat. In 1996 wurde Mo Deutschlands erste Afro-Deutsche TV Moderatorin (RBB, Pro7, Viva). Seitdem arbeitet das Multitalent als Regisseurin, Produzentin, Bestseller- und Drehbuchautorin, Schauspielerin, Moderatorin, Gastprofessorin und Synchronsprecherin. Mo Asumang widmet sich seit Jahren dem Thema Rassismus. Auslöser dafür war eine Morddrohung einer Neo-Naziband „White Aryan Rebels“ die in einem Lied sangen „Die Kugel ist für Dich, Mo Asumang“. Für ihren Mut, ihre Demokratie- und Antirassismusarbeit wurde Mo Asumang 2019 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Ann-Katrin Müller: Ann-Katrin Müller, geboren 1987, recherchiert seit 2013 für den SPIEGEL, vorrangig zur AfD und Innerer Sicherheit, aber auch zu Desinformation, sexualisierter Gewalt und Frauenfeindlichkeit. Zuvor studierte sie Politikwissenschaften und European Studies in Bonn und London und volontierte beim ARD-Polittalk »hart aber fair.« Sie ist Co-Autorin des SPIEGEL/DVA-Buchs »Die Unsichtbaren - Wie Geheimagentinnen die deutsche Geschichte geprägt haben« (2022)
Dr. Samsondeen Ajagbe
Dr. Samsondeen Ajagbe hat in Soziologie an der Universität Freiburg promoviert. Sein aktuelles Forschungsinteresse liegt in den Bereichen Diskurs, Migration, Kritische Rassentheorie, und
(Anti-)Rassismus. Derzeit leitet er ein von der DFG gefördertes Forschungsprojekt über Rassismusdebatten und der Rassendiskurs in der „Neuen Afrikanischen Diaspora“ in Deutschland."
Konzert:
Lucia de Carvalho
Lucia de Carvalho bringt mit ihren musikalischen Geschichten voller Emotionen, Erlebnisse und der Sehnsucht nach Glück und Harmonie, die Bühne zum Strahlen. So zierlich die Sängerin mit angolanischen Wurzeln ist, umso stärker ist Ihre Persönlichkeit und Stimme! Ihr gemischtes Erbe schenkt ihr eine Vielzahl musikalischer Inspiration und so reicht ihre Palette von beschwingter angolanischer Semba zu energiegeladener brasilianischer Samba. abwechslungsreicheren Klang.
Moderation:
Melane Nkounkolo Die gesamte Veranstaltung wird von Melane Nkounkolo moderiert. Die Musikproduzentin und Sängern ist auch Afrikawissenschaftlerin. Ihre Arbeit reflektiert nicht nur ihre eigenen Erfahrungen und Einblicke, sondern dient auch als kraftvolle Botschaft für Gleichberechtigung, soziale und inklusive Gerechtigkeit.
Mit finanzieller Unterstützung des Landtags und des Staatsministeriums BadenWürttemberg über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit BadenWürttemberg."