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Schaltet um auf Alarmstufe Grün!
Warum Wälder und naturnahe Landschaften so wichtig in Zeiten des Klimawandels sind, können Sie und Ihre Familie mit dem Programm „Alarmstufe grün!“ erfahren. Ausgestattet mit einem Tablet und ein wenig weiterer Ausrüstung können Sie den Wald-Parcours rund um das Waldhaus durchlaufen. Dabei lösen Sie Aufgaben, machen Experimente, finden neue kreative Ansätze und arbeiten als Familie oder in der Gruppe eng zusammen. Während des Spiels erfahren Sie viel darüber, welche Handlungen und Aktionen wirklich etwas nützen, wenn es darum geht, das Klima zu schützen und nachhaltiger zu konsumieren.
Bei sehr großem Andrang muss ggf. kurz gewartet werden. Vor Ort wird es für diese mögliche Wartezeit noch andere Dinge zu entdecken geben.
Bitte mitbringen: wetterfeste Kleidung, Wasser, ggf. Snacks
Wann
Sonntag, 03. August 2025, 11:00 – 17:00 Uhr
(Startzeit zwischen 11:00 und 15:00 Uhr flexibel möglich; ca. 1,5 bis 2 h für den Parcours einplanen)
Wo
Waldhaus Freiburg, Wonnhaldestraße 6, 79100 Freiburg im Breisgau
Für wen
Familien oder Gruppen mit Kindern von 6-15 Jahren
Kosten
kostenfrei durch Förderung der Baden-Württemberg Stiftung und Heidehof Stiftung
Fragen und Anmeldung
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Brücken bauen, Talente entdecken und die Stadtgesellschaft stärken. Das steht im Mittelpunkt. Egal ob jung oder alt, neu in Endingen oder schon lange Teil der Gemeinschaft. Jede Stimme und jede Idee zählt.
Für wen?
Kinder, Jugendliche, Familien, Senior*innen, Singles, Vereine, Engagierte, alle sind willkommen
Programm: www.zwergenstueble-endingen.de/de/aktuelles/
Start- und Endpunkt: Wiehrebahnhof
Mit "Tandem to go – Gemeinsam Sprache & Schwarzwald entdecken" möchten wir den Sprachaustausch auf Deutsch und Chinesisch raus in die Natur bringen. Beim gemeinsamen Wandern tauschen wir uns in entspannter Atmosphäre aus und entdecken die Umgebung. Freiburg ist dafür der ideale Ausgangspunkt - zahlreiche spannende, abwechslungsreiche und aussichtsreiche Orte können fußläufig erkundet werden.
Vom Wiehrebahnhof aus gehen wir gemeinsam durch den Wald in Richtung Waldgasthaus St. Valentin, wo wir eine Pause einlegen und die ruhige Umgebung genießen. Gestärkt setzen wir unseren Weg fort, über die breiten Wiesen vor Freiburg, mit Blick auf die Stadt und die Hügel des Schwarzwaldes. Vorbei an zahlreichen Kleingärten führt uns der Rückweg wieder zum Wiehrebahnhof.
Dauer der Veranstaltung: Ca. 3-4 Stunden (Pausen miteingerechnet)
Normalerweise ist die Strecke innerhalb von 2 Stunden zu bewältigen.
Kleine Packliste: Feste Schuhe, Sonnencreme, Sonnenschutz (Hut/Mütze etc.) Reichlich Wasser und etwas für die Pause zum Essen.
Schwierigkeit: Sehr leicht
Kostenfrei
Nur mit Anmeldung unter: info@ki-freiburg.de
Bitte mit Angabe der Mobiltelefonnummer
Herbstfest
Wir feiern die neue Herbstkollektion – mit indischen Leckereien, feinen Hibiskusgetränken und einem kleinen Geschenk zu Ihrem Einkauf.* Schauen Sie vorbei!
* solange der Vorrat reicht
Im Mittelmeer begegnen sich Menschen: Asylsuchende und Seenotretter*innen der Ocean Viking. Sechs Wochen begleitet Regisseur Jean-Baptiste Bonnet ihre gemeinsame Reise. Er zeigt, wie die Crew geduldig Ausschau nach Booten hält und das Schiff an den Hafen einer europäischen Stadt anlegt. Dazwischen treten alle, die ihre Geschichte teilen möchten, vor Bonnets ruhig observierende Kamera. Sie berichten von ihren Erfahrungen an Bord oder ihrer Flucht aus der Heimat. Die Aufnahmen sind kadriert gefilmt und zeigen einen zeitlosen Raum vor der Festung Europas. Die Reisenden stellen sich Fragen nach einer gemeinsamen Zukunft, grundlegenden Menschenrechten und einem Miteinander auf Augenhöhe.
In Kooperation mit der Sea-Eye Gruppe Freiburg
F 2024 / OmU / 91 Min. / Regie: Jean-Baptiste Bonnet
So 27.07., 19:30, mit Gast von Sea-Eye / Mi 30.07., 21:30
Migration
Im Wald in Georgia versteckt sich eines der größten Abschiebegefängnisse der USA. Bis zu 2.000 Menschen warten hier auf ihren Prozess – meist ohne juristische Begleitung. Ein faires Asylverfahren ist oft schwer zu erhalten, denn die Gefängnisse liegen „An Hour from the Middle of Nowhere“.
Doch der Migrationsanwalt Marty Rosenbluth hat sein Leben der Verteidigung der Menschenrechte verschrieben und kämpft mit seiner Assistentin Alondra mit Sanftmut und leidenschaftlicher Hingabe für Menschen in Migrationshaft. Menschlichkeit inmitten von Hoffnungslosigkeit.
Deutschland 2024 / OmU / 83 Min. / Regie: Ole Elfenkaemper, Kathrin Seward
So 27.07., 17:30 / Di 29.07., 19:30
Migration
Finn hat ganz schön Pech. Erst fällt die Paddeltour mit seinem Vater ins Wasser, dann wird er im Zug nach Berlin auch noch beklaut. Obendrein glauben dem 10-Jährigen weder die Schaffnerin noch die anrückende Polizei, dass sein Rucksack mitsamt der Fahrkarte verschwunden ist. Kannawoniwasein! Zum Glück trifft er die abenteuerlustige Jola, die kurzerhand einen klapprigen Traktor kapert. Eine aufregende Reise ans Meer beginnt.
D 2023 / 88 Min. / Regie: Stefan Westerwelle / empfohlen ab 8 Jahren
So 27.07., 15:30
Kinderkino
Mit einem Open-Air-Sommerfest (Musik und Tanz mit DJ Barış Cengiz) ab 20 Uhr läutet das Kommunale Kino die Sommer-Spielpause ein. Davor um 18:30 findet die Finissage der Ausstellung von Ceren Oykut mit Performance, Film und Musik im Kinosaal statt. Wir laden alle unsere Kooperationspartner*, Nachbar*innen und Freund*innen ein.
Kulinarisches: Pizzaofen von Milch trifft Mehl – und kühle Getränke und Snacks serviert das Café Barbette. Wir freuen uns auf Sie, vor und nach der Spielpause!
Sa 26.07., 20:00 bis ca. 23:00, unter den Kastanien und auf dem Platz vor dem Koki
Open-Air unter den Kastanien
Eine Gruppe von Wissenschaftlern lässt sich in einer selbstgebauten Rakete per Kanone buchstäblich auf den Mond schießen. Dort bekommen sie allerdings Ärger mit den lunaren Bewohnern und ihrem König, denn diese setzen sich tatkräftig gegen die Eindringlinge von der Erde zur Wehr. Georges Méliès ist ein Magier, ein Visionär und der größte Geschichtenerzähler des frühen Kinos. Sein nur 13 Minuten langer Film mit dem ikonenhaften Bild des Monds mit der Raketenkapsel im Auge ist der erste Science-Fiction-Film überhaupt mit teils atemberaubenden Effekten angesichts der technischen Möglichkeiten dieser Zeit.
Frankreich 1902 / 14 Min. / Regie: Georges Méliès //
Sa 26.07., 18:30, außerdem Kurzfilme und Performance BLACK ON BLACK Ceren Oykut (Live Drawing & projection) Melih Sarıgöl & Emre Sarıgöl (Live synthesized Sci-Fi electronic music)
Eintritt frei
Begleitprogramm zur Austellung „Until It’s Hard to Tell“
Finissage
Das Fest bietet eine Vielzahl interaktiver Aktionen, bei dem die Besucher:innen die Möglichkeit haben verschiedene spannende Nutzungsmöglichkeiten von Solarenergie auszuprobieren und zu erleben.
Darunter ein Balkonsolar-Schauworkshop, Solarkochen, Fahrrad-Pingpong und abends eine Silentdisco. Auch für Kinder gibt es altersgerechte Angebote wie solares Basteln, das Kinderenergiefahrrad und das Mitmach-Quiz, um schon frühzeitig das Interesse für nachhaltige Technologien zu wecken und zu erleben, dass Klimaschutz leicht sein kann und vor allem Spaß bereitet.
Das Planetarium Freiburg stellt die Mitmachaktion „Sonnenbeobachtung“, bei der über die ungeheuren Größen und Abstände in unserem Planetensystem gestaunt werden kann.
Das Fest richtet sich an alle Interessierten und ist kostenfrei.
Getränke, Cocktails sowie Snacks werden auf Spendenbasis angeboten.
Anmeldung erforderlich, alle Entgelte sind vor Ort zu entrichten.
Der türkische Schriftsteller Yaşar Kemal begann seine literarische Laufbahn mit Reportagen – er interviewte Menschen und schrieb über Armut, Ausbeutung und Hunger. Er selbst berichtete dazu: »Nach einem langen Interview las ich einem Mann, dessen Geschichte ich aufgezeichnet hatte, später den fertigen Text vor. Der Mann weinte und sagte: Mensch, was man uns alles angetan hat…«
Für uns als Kultureinrichtung bleibt nur die Kunst, um vom Leiden der Menschen unter Ausbeutung und den aktuell wieder Überhand nehmenden Kriegen zu erzählen. Das Kommunale Kino veranstaltet mit dem Duo Misagh Joolaee (Kamancheh/iranische Stachelgeige) und Bakr Khleifi (Oud) aus Berlin einen Benefizabend mit ausgewählten Gedichten gegen den Krieg. Beide sind internationale Stars ihrer Instrumente. Bakr Khleifi war als Kontrabassist langjähriges Mitglied des West Eastern Divan Orchestra (gegründet von Daniel Bairenboim und Edward Said) und ist ein weltweit bekannter Oud-Lehrer und -Spieler. Der Musiker und Komponist Misagh Joolaee gehört zu den wenigen Künstlern der neueren Musikgeschichte, dessen Alben drei Mal in Folge mit "Preis der deutschen Schallplattenkritik" ausgezeichnet wurde.
Gemeinsam präsentieren sie Improvisation und eigene Kompositionen, die sowohl vom traditionellen Maqam- bzw. Dastgah-System als auch von westlicher klassischer Musik inspiriert sind. Die Gedichte werden von Renate Obermaier gelesen, Schauspielerin und Sprecherin.
Die Einnahmen gehen an die Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international.
Fr 25.07., 21:00 / Eintritt: 15 Euro / Solidaritätspreis: 20 Euro und mehr (hierfür bitte telefonisch reservieren und an der Abendkasse bezahlen)
„WAS MAN UNS ALLES ANGETAN HAT“
Der erste Spielfilm von Shirin Neshat, 1957 in Iran geborenen und heute in New York lebenden international renommierten Fotografin und Video-Künstlerin, die den gleichnamigen Roman der iranischen Schriftstellerin Sharnush Parsipur aus dem Jahr 1989 adaptierte. Der Film gibt einen Einblick in den Sommer des Jahres 1953, welcher ein verhängnisvoller Moment in der iranischen Geschichte darstellt, als ein amerikanischer-britischer Staatsstreich die Wahl des demokratisch gewählten Ministerpäsidenten Mohammad Mossadegh als ungültig erklärten und den Shah wieder an die Macht setzten. Das Land befindet sich in Aufruhr, wir blicken auf vier Frauen, die in dieser Epoche für einen kurzen Moment das Gefühl individueller Freiheit erleben. Silberne Löwe für die beste Regie in Venedig.
Deutschland, Österreich, Frankreich, Iran 2009 / OmU / 95 Min. / Regie: Shirin Neshat
Fr 25.07., 19:00 / Do 31.07., 19:30
Begleitprogramm zur Ausstellung „Until It’s Hard to Tell“
Samstag, 26. Juli 2025 ab 16.00 Uhr: Aufführungen und Mitmach-Angebote von FT und KJK. Stadtteilrallye,versch. Spiele auf dem Platz, Tombola, KIOSK InfoPoint, Flohmarkt der Stadtbibliothek, Kasperletheater,Kreativangebot mit Naturmaterialien. Ab 18.00 Uhr: Ausstellungseröffnung in der Mediothek: Portraits undLieblingsorte im Quartier, Fotografien Jugendlicher. Kinder-Disko (bis 14 Jahre) im Partyraum von KJK.Ab 20.00 Uhr: Disco Open air mit DJ Quincy Jointz. Opener mit der Showgruppe Boogie Woogie des SvO. Sonntag, 27. Juli 2025 ab 10.00 Uhr:
Die Freie Waldorfschule Freiburg-Rieselfeld feiert am 26. Juli ab 14 Uhr ihr 30jähriges Schuljubiläum. Schaut gerne dort vorbei! 2026 sind sie wieder mit dabei beim Stadtteilfest.
Herzlichen Dank an alle Helfer*innen, die tatkräftig und mit viel Einsatz unser Stadtteilfest wieder vorbereitet haben, beim Auf- und Abbau mithelfen und an den Festtagen unsere Gäste bewirten. Willst Du auch helfen? Melde Dich einfach im Glashaus!
Herzlichen Dank an unsere Akteur*innen, die mit vielen Darbietungen und Angeboten unser Stadtteilfest zu einem bunten und vielfältigen Freiburger Sommer-Event machen.
Herzlichen Dank an das Zentrale Organisations-Komitee ZOK, in dem die Rieselfelder Vereine gemeinsam unser 28. Stadtteilfest organisiert und strukturiert haben.
Kleine Programmänderungen sind noch möglich. Das ganze Programm findest Du auf www.rieselfeld.biz-Kalender und auf dem Stadtteilfest.
Eintritt frei!
Ein Großteil des afrikanischen Kulturerbes befindet sich in europäischen Museen und Sammlungen. Mittlerweile fließen Gelder in die Erforschung ihrer Provenienz und es kommt zu Restitutionen. Was hat sich in den letzten Jahren getan? Wo steht der Diskurs und wie sieht die Praxis für Sammlungen und Herkunftsgesellschaften aus? Über Filme und einem Panel wollen wir dazu mit Ihnen ins Gespräch kommen.
DAHOMEY
November 2021: 26 Objekte des Königreichs Dahomey verlassen Paris und kehren in ihr Herkunftsland, das heutige Benin, zurück. Zusammen mit Tausenden anderen Gegenständen wurden sie 1892 von französischen Kolonialtruppen geraubt. Doch ist der Begriff Objekt überhaupt zutreffend? Und wie sollen sie empfangen werden, in einem Land, das sich während ihrer Abwesenheit stark verändert hat? Unter den Studierenden der Universität von Abomey-Calavi in Benin entflammt eine politische Debatte.
Frankreich, Senegal, Benin 2024 / OmU / 68 Min. / Regie: Mati Diop //
IF OBJECTS COULD SPEAK
Im Linden-Museum in Stuttgart lagert seit 1903 ein mysteriöses Holzobjekt aus Kenia. Warum weiß das Museum nicht mehr darüber? Zwei Filmschaffende aus Kenia und Deutschland begeben sich auf eine Reise mit offenem Ausgang. Sie erhalten Zugang zum Archiv in Stuttgart, aber keinen Zugang zum Museum in Nairobi. Sie begegnen aufgebrachten Jugendlichen, kundigen Alten und einer gemeinsamen Geschichte. Und was soll nun mit dem Objekt geschehen?
Deutschland, Kenia 2020 / OmU / 31 Min. / Regie: Elena Schilling (Bauer), Saitabao Kaiyare //
PANEL
Elena Bauer arbeitet als Produzentin, Dramaturgin, berät Filmprojekte und beschäftigt sich mit interaktiven und immersiven Medien und Games. Sie hat vor fünf Jahren IF OBJECTS COULD SPEAK mit Saitabao Kaiyare in Deutschland und Kenia gedreht und ihn seither an unterschiedlichsten Orten gezeigt und diskutiert.
Dr. Kokou Azamede ist Germanist und Historiker an der Universität Lomé (Togo). Seine Forschungsschwerpunkte sind transkulturelle Studien, deutsche Missions- und Kolonialgeschichte in Westafrika sowie Kolonialfotografie. Zudem ist er Förderbeirat des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste.
Dr. Richard Legay ist Historiker am Arnold-Bergstraesser-Institut und beschäftigt sich mit Restitution von Kulturerbe, Public History und Erinnerungspolitik. Er moderiert das Panel.
Do 24.7., 19:30
In Kooperation mit dem Africa Center for Transregional Research (ACT) des Arnold-Bergstraesser-Institut (ABI)
Kulturelles Erbe
THE HOUSE IS BLACK
Der einzige Film der iranischen Dichterin Forough Farrokhzad findet unerwartete Gnade dort, wo nur wenige hinschauen würden: in einer Leprakolonie, deren Bewohner in einer geschlossenen Gemeinschaft leben, beten, lernen, spielen und feiern, abgeschnitten vom Rest der Welt. Durch nachdenkliche Voiceover-Erzählungen aus dem Alten Testament, dem Koran und der eigenen Poesie der Filmemacherin sowie unerschrockene Bilder, die den Blick nicht von der körperlichen Andersartigkeit abwenden, schafft Farrokhzad ein zutiefst einfühlsames Porträt derjenigen, die von der Gesellschaft ausgestoßen werden. Als wichtiger Vorläufer der iranischen Nouvelle Vague ist THE HOUSE IS BLACK ein Triumph transzendenter Lyrik einer visionären Künstlerin.
Iran 1963 / OmU / 22 Min. / Regie: Forugh Farrokhzad
DIE VERSIEGELTE ERDE (THE SEALED SOIL)
Marva Nabilis Debüt ist der früheste erhaltene iranische Film, bei dem eine Frau Regie geführt hat. Es ist ein geschickt beobachtetes Werk, das die Notlage des weiblichen Subjekts in einer Zeit der politischen Unterwerfung zeigt. Der Film folgt Roo-Bekheir, einer Frau, die in einem armen Dorf im Südwesten Irans lebt und sich auf einen Umzug vorbereiten muss, um einem staatlich angeordneten Bauprojekt Platz zu machen. THE SEALED SOIL erinnert in seiner kompromisslosen Strenge an Akerman und Bresson, ist aber gleichzeitig von einer eigenen, unaufdringlichen Sinnlichkeit geprägt. Der Film ist durchdrungen von einer kritischen Haltung und der Aufmerksamkeit für die innere Welt einer Frau, die auf ihre Weise gegen das erstickende Patriarchat rebelliert. Der Film wurde im Iran nie gezeigt und kam erst 2025 offiziell in die USA.
Iran 1977 / OmU / 90 Min. / Regie: Marva Nabili
Mi 23.07., 21:30
Begleitprogramm zur Ausstellung „Until it’s hard to tell“
In seinem Film bedient sich Loznitsa eines bereits früher erprobten Ansatzes: Er nutzt Archivbilder, um drei Tage des gescheiterten Putschversuchs gegen Gorbatschow im August 1991 in Leningrad festzuhalten. Loznitsa montiert die Bilder in chronologischer Abfolge und konzentriert sich auf die Tonspur, die er sorgfältig von Kommentarstimme und Musik der ursprünglichen Fassung befreit. Dieses historische Ereignis gilt heute als Vorbote des Zerfalls der Sowjetunion und der Weigerung der Bevölkerung, weiter unter dem alten Regime zu leben. Doch die Menschen wirken eher verloren als revolutionsbereit und fragen nach den treibenden Kräften hinter den politischen Veränderungen.
Der Film wurde auf vielen internationalen Festivals gezeigt und in DOK Leipzig bekam er den Filmpreis „Leipziger Ring“ (Bester Dokumentarfilm zum Thema DEMOKRATIE).
Niederlande, Belgien 2015 / OmU / 74 Min. / Regie: Sergei Loznitsa
Mi 23.07., 19:30
Zeichen der Zukunft: Ost-West-Dialoge
Alice Rohrwacher (LE MERAVIGLIE und LAZZARO FELICE) bleibt ihrem unverwechselbaren Stil treu. In ihrem neuesten Werk erzählt sie von einem liebeskranken Engländer, der in der Toskana der 1980er-Jahre mit einer bizarren Bande etruskische Gräber plündert.
Als Arthur in seine kleine Stadt am Tyrrhenischen Meer zurückkehrt, trifft er auf seine Tombaroli-Bande, die etruskische Gräber und archäologische Wunderwerke plündert. Arthur hat eine Gabe, die er für seine Räuberfreunde einsetzt: Er spürt die Leere. Die Leere der Erde, in der sich die Überreste einer vergangenen Welt befinden. Dieselbe Leere, welche die Erinnerung an seine verlorene Liebe Beniamina in ihm hinterlassen hat.
Italien, Frankreich, Schweiz 2023 / OmU / 134 Min. / Regie und Drehbuch: Alice Rohrwacher / mit Josh O'Connor, Isabella Rossellini, Alba Rohrwacher
Di 22.07., 19:00
Begleitprogramm zur Ausstelung "Until It's Hard to Tell"