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Filme von Regisseur*Innen zum internationalen feministischen Kampftag
Aus aktuellem Anlass zeigen wir den eindrucksvollen Dokumentarfilm DIE UNBEUGSAMEN. 630 Abgeordnete sitzen im neuen Parlament, unter ihnen sehr viele Ältere, Männer, Menschen ohne Migrationshintergrund. Der Anteil der Frauen ist auf 32,5 Prozent gesunken und junge Menschen sind im Bundestag ebenfalls unterrepräsentiert. Dominierend sind nach wie vor Jurist*innen, d.h. die Vielfalt der Gesellschaft wird auch bei den Berufen nicht d.h. die Vielfalt der Gesellschaft wird auch bei den Berufen nicht abgebildet.
In den Anfangsjahren der Bonner Republik waren es zunächst Einzelkämpferinnen, die darauf bestanden, nicht nur als Wählerinnen, sondern auch als Politikerinnen ernst genommen zu werden. Seit den 1960er-Jahren wurden nach und nach immer mehr Frauen politisch aktiv. Mutige Frauen kämpften in der Bundesrepublik Deutschland darum, ihren Stimmen in der Politik Gehör zu verschaffen. Sie waren konfrontiert mit massiven männlichen Abwehrreaktionen, die von platten Vorurteilen bis zu offener sexueller Diskriminierung reichten. Wie ungeniert viele Männer Politikerinnen verhöhnten, beleidigten und bedrohten, wie frauenfeindlich das politische Establishment damals war, zeigen sorgsam ausgewählte und teilweise schockierende Archivaufnahmen. Sie zeigen aber auch, wie mutig, überlegt, kenntnisreich und humorvoll Frauen aller Parteien darauf reagierten.
D 2020 / OF / 99 Min. / Regie: Torsten Körner
So 13.04., 18:00 / Mo 21.04., 15:0
Filme von Regisseur*Innen zum internationalen feministischen Kampftag
Kinderkino
Zuckende Blitze, ein Donner und die Mattisburg bricht mitten entzwei. In genau diesem Augenblick wird Ronja, die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis, geboren. Als sie mit elf Jahren zum ersten Mal in den großen dunklen Mattiswald hinauswill, ist ihr Vater zunächst sehr besorgt. Doch Ronja ist mutig, kein Wesen des Mattiswaldes fürchtet sie, und – wer keine Furcht zeigt, dem können weder Graugnome noch Rumpelwichte etwas anhaben. Auf einem ihrer Spaziergänge trifft sie auf den elfjährigen Jungen Birk, Sohn des Erzfeindes ihres Vaters, Borka. Mattis ist außer sich vor Wut, als er von seiner Tochter erfährt, dass Borka und seine Bande im anderen Teil der Burg leben. Doch gegen den Willen ihres Vaters werden Ronja und Birk große Freunde. So sehr die Erwachsenen auch gegen diese Freundschaft ankämpfen, Ronja und Birk bleiben so mutig, zueinander zu halten und trotz vieler Widrigkeiten gibt es ein glückliches Ende …
Schweden, Norwegen 1984 / 121 Min. / Regie: Tage Danielsson / empfohlen ab 8 Jahren //
So 13.04., 15:00 / So 20.04., 15:00
Kinderkino
Sonntags Matinee
Online mit Tenzin Lodoe (Neffe des Dalai Lama)
Wie denkt Buddha: Die Macht der Materie?
Teilnahme auf Spendenbasis 10 - 15€
Kurzfilmpremiere mit Live-Musik
TÜR …
Nachdem Leon einer Party entflieht, begibt er sich auf einen nächtlichen Spaziergang, der ihn in eine surreale Welt entführt. Zwischen skurrilen Theaterkulissen und grünem Nebel wird er mit seiner Vergangenheit – und damit seiner eigenen Vergänglichkeit – konfrontiert. Je tiefer er eintaucht in diese Nostalgie, desto klarer wird ihm: Um weiterzukommen, muss er fort.
TÜR … ist ein bunter, surrealer Kurzfilm. Als Rahmenprogramm präsentieren verschiedene Musiker*innen ein breites Feld unterschiedlichster Klänge.
D 2024 / Buch & Regie: Joris Bürger / Director of Photography: Leonard Wölfl / Musik: Tillman Duft / Mit Arjuna Hummert, Laura Beck, Victor
Nachdem Leon einer Party entflieht, begibt er sich auf einen nächtlichen Spaziergang, der ihn in eine surreale Welt entführt. Zwischen skurrilen Theaterkulissen und grünem Nebel wird er mit seiner Vergangenheit – und damit seiner eigenen Vergänglichkeit – konfrontiert. Je tiefer er eintaucht in diese Nostalgie, desto klarer wird ihm: Um weiterzukommen, muss er fort.
TÜR … ist ein bunter, surrealer Kurzfilm. Als Rahmenprogramm präsentieren verschiedene Musiker*innen ein breites Feld unterschiedlichster Klänge.
D 2024 / Buch & Regie: Joris Bürger / Director of Photography: Leonard Wölfl / Musik: Tillman Duft / Mit Arjuna Hummert, Laura Beck, Victor Calero
Sa 12.04., 23:00 / zu Gast: Joris Bürger
Kurzfilmpremiere mit Live-Musik
David Lynch – Werkschau
Nikki Grace (Laura Dern) erhält die Chance auf ein Comeback. Der Film sollte schon einmal gedreht werden, doch die damaligen Hauptdarsteller*innen kamen bei den Dreharbeiten ums Leben. Liegt ein Fluch auf dem Film, um den Film, in dem Film? Zeit, Raum, Fiktion, Wirklichkeit – ist alles fließend und verbunden wie im Traum?
Mit INLAND EMPIRE verfolgt David Lynch seine eingeschlagene Richtung konsequent weiter und lotet die Grenzen des Mach- und Verstehbaren des Kinos aus. Mehr als je zuvor entzieht er sich jeder Interpretation, verunsichert zutiefst und zieht dennoch mit den geradezu magischen Mitteln des Kinos in seinen Bann.
USA 2006 / OmU / 180 Min. / Regie, Kamera, Buch, Musik: David Lynch / Mit Laura Dern, Justin Theroux, Grace Zabriskie, Harry Dean Stanton //
Sa 12.04., 19:30, mit Einführung / So 20.04, 20:00
David Lynch – Werkschau
Am Samstag, den 12. April präsentiert Dr. Guido Giovannini um 11 Uhr in der Universität Freiburg, Hörsaal 1015 im KG1 seinen Vortrag „Toscana, bellezza eterna“
Die Toskana ist eine Region, die in ihrer landschaftlichen und künstlerischen Schönheit einzigartig ist: von Florenz bis Siena, von Lucca bis Pisa, von den Küstenorten bis zu den Dörfern im Hinterland repräsentiert die Toskana die Geschichte, den Charakter und das Schönheitsgefühl der Italiener wie kein anderer Ort in Italien. Land der Künstler und Genies, von Giotto bis Leonardo, von Michelangelo bis Botticelli, von Machiavelli bis Galileo und hundert anderen, ist sie ein Konzentrat von Harmonie, Kunst, Kultur und Geschichte, das weltweit seinesgleichen sucht. (In italienischer Sprache)
Eintritt 5 €, für DANTE-Mitglieder, Schüler und Studenten frei
resonance: Musik & Film
Bob Dylan
Donn Alan Pennebaker gilt vielen als Pionier des Konzertfilms. Seine Dokumentation DON’T LOOK BACK über die erste Auslandstournee des damals gerade berühmt gewordenen Bob Dylan in England 1965 war weit mehr als ein Abfilmen von Bühnenauftritten. D.A. Pennebaker richtete seine Kamera auf das, was Backstage geschah, sein Film zeigt Dylan während Interviews mit Journalisten, mit Fans und wie er mit seiner damaligen Lebensgefährtin Joan Baez gemeinsam in einem Hotelzimmer singt. Mit seinem Stil, mit Handkamera und Originalton zu filmen, führte er das französische Cinéma Vérité in die US-amerikanische Popkultur ein.
USA 1967 / OF / 96 Min. / Regie: D. A. Pennebaker / Mit Bob Dylan, Albert Grossman, Bob Neuwirth, Joan Baez, Alan Price
Fr 11.04. 22:00 / Sa 19.04, 21:30
resonance: Musik & Film
Bob Dylan
Die Textilindustrie gilt als eine der umweltschädlichsten Industrien der Welt und ist insbesondere für starke Wasserverschmutzung und daraus resultierende Wasserknappheit in den Produktionsländern verantwortlich. Außerdem werden durch das Waschen und das falsche Entsorgen getragener Kleidung die Wasserkreisläufe mit Chemikalien und Mikrofasern verschmutzt.
RIVERBLUE folgt dem Umweltschützer Mark Angelo über den ganzen Globus und erzählt von der Zerstörung unserer Flüsse, den Folgen für die Menschheit und Lösungsansätzen, die alle Hoffnung auf eine nachhaltige Zukunft lenken. Der Dokumentarfilm macht auf die Zerstörung einiger der weltweit vitalsten Flüsse durch Textilproduktion aufmerksam, fordert aber auch signifikante Veränderungen – insbesondere von den großen Modemarken.
Kanada 2017 / OmeU / 95 Min. / Regie: Roger Williams, David McIlvride
Fr 11.04., 19:30, zu Gast: Marie Wekel, Co-Directorin bei der Clean Water-Organisation Drip by Drip
Fashion Revolution Week
resonance: Musik & Film
Bob Dylan ist nicht hier und auch nicht dort, weder ein Folksänger, noch eine Galionsfigur der Protestbewegung. Er will sich nirgends erkannt wissen – außer in seinen Texten und in seiner Musik. Mit seinem Publikum und seinen Fans spielt er ein Spiel, indem er ihnen immer dann, wenn sie glauben, ihn verstanden zu haben, ein spöttisches „I’m not there“ entgegen singt. Todd Haynes entgeht in seinem Film der Gefahr, aus den vielen Widersprüchen der verschlossenen Person und des wandlungsfähigen Künstlers ein beklemmendes Korsett zu formen und spielt Dylans Spiel mit einer Dekonstruktion weiter: Er verzichtet auf eine chronologische Erzählung und setzt der Unentscheidbarkeit mehrere (Star-)Schauspieler*innen entgegen. Sie alle spielen diese Figur, deren Namen im Film nicht einmal erwähnt wird. Am Ende kommt der vielleicht beste und daher von Dylan selbst autorisierte Film über ihn heraus.
USA, Deutschland 2007 / OmU / 136 Min. / Regie: Todd Haynes / Mit Christian Bale, Cate Blanchett, Heath Ledger, Charlotte Gainsbourg
Do 10.04., 21:30 / Sa 19.04., 19:00
resonance: Musik & Film
Best of Comedy Flex
Die beliebte Stand Up Comedy Reihe „Comedy Flex“ kommt mit einer Best of Show in das E-WERK Freiburg.
Comedy Flex liefert Stand Up Comedy vom Feinsten, trainiert die Lachmuskeln des Publikums und lässt ganz nebenbei die Alltagssorgen verschwinden.
Lachen ist schließlich die beste Medizin… sagt die Wissenschaft!
Host und Moderator hat ein einzigartiges Line Up zusammengestellt und bekannte Comedians aus dem Deutschsprachigen Raum eingeladen.
Mit dabei sind:
Pegah Meggendorfer
Die Halb-Iranerin Pegah Meggendorfer verarbeitet auf der Bühne
traumatische Erlebnisse wie die Bundesjugendspiele und erzählt Ulkiges aus ihrem Alltag.
Charmant thematisiert sie die Widersprüche ihres Lebens zwischen ehrgeiziger Karriere im
Journalismus und Auftritten auf besoffenen Volksfesten.
Jochen Prang
Stand-up Comedian Jochen Prang ist sein Leben lang schon Punkrocker.
Wild und zügellos!
Nur ist er jetzt auch zweifacher Vater und lebt in einem Reihenhaus in Stuttgart.
Er tritt in Live-Formaten wie NightWash oder dem Quatsch Comedy Club auf und ist regelmäßig im TV zu sehen – u.a. als Moderator des ZDF-Formats Chaos Comedy Club.
Kristina Bogansky
Kristina Bogansky ist seit 2017 deutschlandweit mit ehrlicher Stand Up Comedy unterwegs.
Bogansky ist moderne Alleinerziehende, also Mutter und Vater in einem und da entwickelst du entweder einen großen Sinn für Humor oder wirst professionelle Wahnsinnige.
Sie hat sich für beides entschieden.
Ist nicht immer einfach, aber immer ehrlich.
1000 Perspektiven aufs Leben, etwas böse, immer selbstironisch und vor allem unfassbar lustig.
Sezer Oglu
Sezer Oglu ist ein aufstrebender Stand-Up Comedian aus Stuttgart, der mit seinem ruhigen, originellen Humor und seinen Beobachtungen des Alltags das Publikum begeistert.
Inspiriert von amerikanischem Vorbild, schafft er es, das Gewöhnliche in Außergewöhnliches zu verwandeln und sorgt für herzhaftes Lachen bei seinen Zuschauern.
Totone ist jung, temperamentvoll, unbekümmert. Seine Zeit verbringt er am liebsten mit seinen Kumpels, geht tanzen und flirten. Bis die Realität ihn einholt. Plötzlich muss er Verantwortung für seine kleine Schwester und den runtergekommenen, elterlichen Hof im französischen Jura übernehmen. Um für den Lebensunterhalt zu sorgen, schmiedet er einen Plan: Er will den besten Comté-Käse herstellen. Immerhin winken dem Jahrgangssieger außer einer Goldmedaille 30.000 Euro Preisgeld. Unterstützt wird Totone von seinen Freunden, seiner Schwester und von seiner großen Liebe Marie-Lise. Auch wenn die nicht immer ganz exakt in die fragwürdigen Methoden von Totone eingeweiht ist.
Ein Film über die Liebe, das Landleben in all seiner Schönheit, aber auch all seiner Rauheit. Ohne kitschige Überhöhung und mit großer Empathie für seine wunderbaren Charaktere. Für ihren Debütfilm wurde Louise Courvoisier 2024 in Cannes mit dem „Prix de la Jeunesse“ ausgezeichnet.
F 2024 / OmU / 90 Min. / Regie: Louise Courvoisier //
Do 10.04., 19:30, Einführung: Flavien Le Bouter
ciné club
Es ist egal, ob ihr beim letzten Regio-Netz-Treffen dabei wart oder ob ihr neu dazu kommen wollt. Hauptsache ihr seid Teil einer Initiative und engagiert euch im Bereich Klima-, Natur- und Umweltschutz. Kommt am 10. April um 18 Uhr in die Mensa der Hebelschule. Vernetzt euch langfristig untereinander. Wachst zusammen! Lasst uns größer und stärker werden.
Letztes Jahr haben wir uns mit Initiativen aus dem Raum Freiburg beim Regio-Netz-Treffen ausgetauscht. Hier geht es zum Rückblick. 45 Initiativen waren mit dabei. Wir haben gesammelt, wo ihr Unterstützungsbedarf habt.
Jetzt wollen wir konkreter werden. Zusammen mit euch bauen wir die Struktur auf, die beim Vernetzen langfristig hilft.
Bringt gerne noch weitere Menschen mit und meldet euch hier für die Veranstaltung an.
Der fesa veranstaltet das RegioNetzTreffen 2025 zusammen mit Climate Connect Deutschland e.V. und wird von der LUBW gefördert.
Hinweis: Hier kannst du dich zur Veranstaltung anmelde:
https://www.fesa.de/regionetz-2025-gemeinsam-mehr-erreichen-teil-2/
Filme von Regisseur*Innen zum internationalen feministischen Kampftag
Am 24. Oktober 1975 steht in Island alles still. Kein Geschäft ist geöffnet, keine Zeitung erscheint, kein Geschirr wird gespült. Die isländischen Frauen befinden sich im Streik. Sie wollen nicht länger hinnehmen, dass ihre Arbeit in Betrieb und Familie unterbewertet, ihre Stimme nicht gehört und ihnen Zugang zu wichtigen Bereichen der Gesellschaft verwehrt wird. Unglaubliche 90 Prozent beteiligen sich und der Tag geht in die Geschichte ein.
Der Dokumentarfilm lässt die Protagonistinnen zu Wort kommen und zeigt, wie aus einer einfachen Idee eine Revolution wurde. Heute ist Island in puncto Gleichstellung eines der fortschrittlichsten Länder der Welt.
Island, USA 2024 / OmU / 71 Min. / Regie: Pamela Hogan, Hrafnhildur Gunnarsdottir //
Mi 09.04., 21:30 //
Filme von Regisseur*Innen zum internationalen feministischen Kampftag
Eine Dokumentation über Frauen-Grappling (Ringsport) in Iran, den Herrschaftsanspruch der Mullahs auf Frauenkörper und den Widerstand dagegen. Wie Frauen gegen diese Gewalt und Dominanz Widerstand leisten, zeigt dieser großartige Dokumentarfilm. Über tausend junge Frauen sind in dieser sportlichen Disziplin international erfolgreich, weil der Weltsportverband den Iran zwingt, Ringen für Frauen zuzulassen. In der vom Staat vorgeschriebenen islamischen Sportbekleidung ringen die mutigen Sportlerinnen für ihre Rechte, als eine Nachricht eine internationale Krise für den iranischen Ringsport auslöst und sie ihren wichtigsten Unterstützer verlieren. Ende 2022 wurde Regisseurin Mojgan Ilanlou im berüchtigten Gefängnis Evin inhaftiert. Wie viele andere hatte sie sich mit den Demonstrierenden solidarisiert, den Protesten angeschlossen und das iranische Regime offen kritisiert. Sie wurde 2023 amnestiert, aber zwischenzeitlich auch wieder inhaftiert. Derzeit ist sie auf freiem Fuß.
Iran 2022 / OmeU / 72 Min. / Regie: Mojgan Ilanlou / Mit: Maryam Eram, Zahra Yazdani, Fateme Kadkhoda, Mehda Haddadi, Yegane Garib Susan Soleiman Asiye Shojae //
Mi 09.04., 19:30, Einführung: fz* - feministisches zentrum
Filme von Regisseur*Innen zum internationalen feministischen Kampftag
Wanderlesung über Dantes Göttliche Komödie in der Ausstellung Alberto Martini in der Stadtbibliothek
Im Begleitprogramm der aktuell bis zum 30. April laufenden Ausstellung des Malers und Illustrators Alberto Martini in der Stadtbibliothek organisiert die Dante Alighieri Gesellschaft Freiburg am 9. April um 16:30 Uhr eine Wanderlesung in der Ausstellung.
Die Romanistinnen Birgit Baumann und Dr. Roberta Milani-Eder von der Universität Freiburg lesen an ausgewählten Arbeiten des Künstlers die jeweils dazu passende Passage aus der Göttlichen Komödie in deutsch und italienisch.
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich
Vortrag von Luis de Olivera (Italien/Brasilien)
Luis de Olivera, in Brasilien geborener Journalist, wanderte nach Italien, dem Herkunftsland seiner Großeltern aus. Als er sich in den 1990er-Jahren in Barga, einem toskanischen Bergstädtchen in den Apuanischen Alpen, niederließ, stellte er fest, dass dort nichts an den Beitrag erinnerte, den 25.000 brasilianische Soldaten im Zweiten Weltkrieg im Kampf gegen die deutsche Wehrmacht zur Befreiung dieser Region geleistet haben.
Deshalb suchte er selbst nach Dokumenten und Zeitzeugnissen über die brasilianischen Einsätze in der Toskana und eröffnete schließlich in Eigeninitiative ein Museum: die „Casa Brasile“. Es enthält historische Fotos und Landkarten, Dokumente und Memorabilia zur Rolle der „Força Expedicionária Brasileira“ (FEB) in Italien, von der er in seinem Vortrag berichtet.
In Kooperation mit Kobra – Kooperation Brasilien mit Übersetzung aus dem Portugiesischen
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Unsere vergessenen Befreier
(De-)koloniale Perspektiven auf den Zweiten Weltkrieg
Filme und Vorträge in Freiburg
Di 11.03. – Di 03.06.2025
Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Unzählige Menschen und alle Kontinente wurden durch diesen Krieg erschüttert, dessen Zentrum Deutschland war. Die Nationalsozialisten hatten den Weltkrieg 1939 mit dem Überfall auf Polen begonnen, und schließlich über Europa hinaus nach Asien, Ozeanien, Afrika und die Amerikas ausgeweitet. Gleichwohl müssen bereits der italienische Abessinienkrieg 1935 in Äthiopien/Eritrea und der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg ab 1937 als Teil dieses globalen Krieges begriffen werden, denn beide wurden von den mit Deutschland verbündeten Achsenmächten Italien und Japan begonnen. Vergessen werden darf dabei allerdings nicht, dass die Zahl derjenigen aus aller Welt, die sich den Nazis militärisch entgegenstellten, weit größer war, als die Zahl ihrer internationalen Verbündeten.
Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung von Nazideutschland wollen wir mit zahlreichen Vorträgen und einer Filmreihe mit Gästen aus Algerien, Frankreich, Italien, Brasilien, Korea und den USA sowohl seinen Opfern wie auch den Widerstandskämpfer*innen aus dem Globalen Süden gedenken. Damit wollen wir zum Perspektivwechsel von einer eurozentrischen hin zu einer globalen Geschichtsschreibung beitragen. Europa, und insbesondere Deutschland, muss sich der historischen Verantwortung stellen, die es gegenüber Kontinenten, Ländern und Regionen hat, die durch Kolonialisierung und Krieg zerrüttet wurden. Untrennbar damit verbunden ist auch die Verantwortung gegenüber Menschen, die heutzutage aus ihren Herkunftsländern flüchten und hier nach Schutz und Asyl suchen.
Eine Veranstaltung von iz3w und Kommunales Kino Freiburg in Kooperation mit ACT – Africa Center for Transregional Research, Blaues Haus Breisach, Centre Culturel Français Freiburg, DEAB, De/Coloniality Now, FAIRburg, Frankreich-Zentrum, freiburg-postkolonial, Institut für Sozial- und Kulturanthropologie, KoBra – Kooperation Brasilien, Kulturaggregat, recherche international, Theater Freiburg, Weingut Dilger
Mit finanzieller Unterstützung des Landtags und des Staatsministeriums Baden-Württemberg über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg, gefördert von Brot für die Welt mit Mitteln des kirchlichen Entwicklungsdienstes, INTA-Stiftung, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, Kulturamt Freiburg
Eintritt frei
Gute Besserung!? Filmreihe Kritische Medizin
AVERROES & ROSA PARKS
Averroès und Rosa Parks heißen zwei Abteilungen der Klinik für Psychiatrie Esquirol in Paris. Sie gehören zum selben Verbund wie die auf der Seine schwimmende Tagesklinik Adamant, die im Zentrum von Nicolas Philiberts letztem Film stand. In seinem neuen Film setzt er seine Beschäftigung mit dem Thema fort. In Einzelinterviews und Gesprächen zwischen Patient*innen und Betreuer*innen zeigt der Filmemacher eine Form von psychiatrischer Arbeit, die dem Wort der Patient*innen viel Raum gibt. Stück für Stück öffnen sich die Türen in deren Welten. Der Film geht der Frage nach, wie sich mit den Möglichkeiten eines an seine Grenzen kommenden Gesundheitssystems für benachteiligte Menschen ein Platz in der Gesellschaft einräumen lässt.
In Kooperation mit Kritische Medizin Freiburg.
F 2024 / OmU / 143 Min. / Regie: Nicolas Philibert //
Di 08.04.25, 19:30, mit Einführung
Gute Besserung!? Filmreihe Kritische Medizin
Meditatives Heil-Ritual mit Tara Mantra
unter der Leitung des tibetischen Mönchsarztes Dr. Jangchup Sopa
Teilnahme auf Spendenbasis
Wir helfen gerne Rollstühfahrern die 5 Stufen zu überwinden.
CineLatino
La Habana, Kuba. In einem armen Vorort lebt Yolanda mit ihrem Mann Raúl und ihrem Sohn Yonatan in einem kleinen Haus. Gerade noch tanzt sie auf einer Party zu den Trommeln der Band, genießt die Ausgelassenheit und im nächsten Moment ist sie bereits auf der Flucht. Knapp hat sie eine blutige Eifersuchtsszene überlebt. Unklar, woher ein Video auftaucht, das den Vorfall zeigt und sich schnell verbreitet. Sie muss dringend zu ihrem Sohn, um ihn vor dem aufkeimenden Skandal zu schützen und gemeinsam mit ihm woanders neu anzufangen. Doch die Gerüchte machen bereits die Runde. Ihre Mutter möchte den Enkel nicht weglassen. Wie aber hat ihr Sohn das alles erlebt und möchte er überhaupt ein neues Leben mit seiner Mutter beginnen?
Kuba 2023 / OmeU / 93 Min. / Regie: Alán González //
Di 29.04., 21:00 //
CineLatino
August 1942: „Als ob Brasilien endlos wäre“, sagt der Vertreter Johann, als er durch die Öde des brasilianischen Nordens fährt. In seinem Lieferwagen hat er einen Werbefilm für Aspirin, einen Projektor und Aspirintabletten, die er staunenden Menschen verkauft, die weder Kino noch Medikamente kennen. Johann ist auf der Flucht vor seiner deutschen Heimat, die die Welt in einen Krieg verwickelt hat. Auch der Anhalter Ranulpho flieht: vor der Dürre im Süden des Landes. Die beiden Männer werden Freunde – doch dann erklärt Brasilien Deutschland den Krieg. Ein episches Roadmovie, das auf dem Filmfestival in Cannes als Entdeckung gefeiert wurde. Bemerkenswert souverän, begleitet von sparsamen Dialogen, komponiert Marcelo Gomes eindringliche Bilder der Einsamkeit und Verlorenheit.
Brasilien 2004 / OmeU / 140 Min. / Regie: Marcelo Gomes
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Unsere vergessenen Befreier
(De-)koloniale Perspektiven auf den Zweiten Weltkrieg
Filme und Vorträge in Freiburg
Di 11.03. – Di 03.06.2025
Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Unzählige Menschen und alle Kontinente wurden durch diesen Krieg erschüttert, dessen Zentrum Deutschland war. Die Nationalsozialisten hatten den Weltkrieg 1939 mit dem Überfall auf Polen begonnen, und schließlich über Europa hinaus nach Asien, Ozeanien, Afrika und die Amerikas ausgeweitet. Gleichwohl müssen bereits der italienische Abessinienkrieg 1935 in Äthiopien/Eritrea und der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg ab 1937 als Teil dieses globalen Krieges begriffen werden, denn beide wurden von den mit Deutschland verbündeten Achsenmächten Italien und Japan begonnen. Vergessen werden darf dabei allerdings nicht, dass die Zahl derjenigen aus aller Welt, die sich den Nazis militärisch entgegenstellten, weit größer war, als die Zahl ihrer internationalen Verbündeten.
Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung von Nazideutschland wollen wir mit zahlreichen Vorträgen und einer Filmreihe mit Gästen aus Algerien, Frankreich, Italien, Brasilien, Korea und den USA sowohl seinen Opfern wie auch den Widerstandskämpfer*innen aus dem Globalen Süden gedenken. Damit wollen wir zum Perspektivwechsel von einer eurozentrischen hin zu einer globalen Geschichtsschreibung beitragen. Europa, und insbesondere Deutschland, muss sich der historischen Verantwortung stellen, die es gegenüber Kontinenten, Ländern und Regionen hat, die durch Kolonialisierung und Krieg zerrüttet wurden. Untrennbar damit verbunden ist auch die Verantwortung gegenüber Menschen, die heutzutage aus ihren Herkunftsländern flüchten und hier nach Schutz und Asyl suchen.
Eine Veranstaltung von iz3w und Kommunales Kino Freiburg in Kooperation mit ACT – Africa Center for Transregional Research, Blaues Haus Breisach, Centre Culturel Français Freiburg, DEAB, De/Coloniality Now, FAIRburg, Frankreich-Zentrum, freiburg-postkolonial, Institut für Sozial- und Kulturanthropologie, KoBra – Kooperation Brasilien, Kulturaggregat, recherche international, Theater Freiburg, Weingut Dilger
Mit finanzieller Unterstützung des Landtags und des Staatsministeriums Baden-Württemberg über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg, gefördert von Brot für die Welt mit Mitteln des kirchlichen Entwicklungsdienstes, INTA-Stiftung, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, Kulturamt Freiburg
So 06.04, 19:30