Phänomen Michelangelo in Geschichte und Gegenwart
Ein monumentales Hollywood-Epos, das den dramatischen Schaffensprozess der Deckenmalereien in der Sixtinischen Kapelle als Duell zweier Willensstarke...
Phänomen Michelangelo in Geschichte und Gegenwart
Ein monumentales Hollywood-Epos, das den dramatischen Schaffensprozess der Deckenmalereien in der Sixtinischen Kapelle als Duell zweier Willensstarker inszeniert. Im Zentrum steht der erbitterte Konflikt zwischen dem visionären Künstler Michelangelo, verkörpert von Charlton Heston, und dem kriegerischen Papst Julius II., gespielt von Rex Harrison, die trotz gegenseitigen Misstrauens durch das gemeinsame Ziel eines Kunstwerks verbunden sind. Der Film schildert eindringlich Michelangelos innere Zerrissenheit – seine ursprüngliche Weigerung zu malen, da er sich als Bildhauer definierte, seine körperlichen Qualen auf dem Gerüst und seine Flucht vor dem päpstlichen Zorn, bis ihn eine göttliche Eingebung zum endgültigen Entwurf führt.
Regisseur Carol Reed setzt dabei auf opulente Bilder und eine detailgetreue Rekonstruktion der Kapelle, wobei die Kamera die körperliche Anstrengung und die künstlerische Besessenheit fast spürbar macht. Basierend auf dem Bestseller von Irving Stone, verbindet das Werk historische Fakten mit Hollywood-Dramatik und wurde für fünf Oscars nominiert, unter anderem für die beste Kamera und das Szenenbild.
In Kooperation mit der Kunstwissenschaftlichen Gesellschaft Freiburg (KWG)
Phänomen Michelangelo in Geschichte und Gegenwart
USA 1965, OmU, 138 Min., Regie: Carol Reed
Mi 15.07., 19:30