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Über weite Teile des 20. Jahrhunderts war Theater in den Augen vieler Intellektueller und Parteiführer das bedeutendste Massenmedium in China, weil es auch die leseunkundigen Massen erreichte. In der von Social Media, Film und Fernsehen dominierten Medienwelt und der gänzlich anders strukturierten chinesischen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts scheint dies nicht mehr zu gelten, dennoch wird weiter Theater gespielt, geschaut und überwacht.
Wo also findet Theater in der Volksrepublik heute statt, wie sieht es aus, welches Publikum erreicht es und welche gesellschaftliche und politische Wirkung kann es noch entfalten? Werden chinesischen Bühnen von kommerzialisiertem Entertainment und Propagandastücken dominiert? Oder gibt es auch Nischen, in denen anspruchsvolle Künstler:innen gesellschaftlich relevante Dramen inszenieren? Hat das traditionelle Singspiel noch einen Platz? Wie fügen sich Theatermacher:innen aus der Volksrepublik heute in die globale Theaterwelt ein?
Dr. Stefan Christ wird diese Fragen in seinem Vortrag anhand aktueller Aufführungen erkunden und dabei besonders die politische und gesellschaftliche Relevanz in den Fokus nehmen. Dr. Stefan Christ hat Philosophie und Sinologie in Berlin, Hamburg, Beijing, und Nanjing studiert. Er hat zahlreiche chinesische Theaterstücke übersetzt und Aufführungen von Lin Zhaohua, Meng Jinghui, Nick Yu Rongjun und Tian Gebing untertitelt. Für seine Übersetzungsarbeit wurde er 2019 mit dem Special Book Award of China auf der Pekinger Buchmesse ausgezeichnet. Derzeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und arbeitet an einem Buch zum zeitgenössischen historischen Drama in China.
Eintritt frei! | Wir freuen uns über Ihre Anmeldung: info@ki-freiburg.de | Eine spontane Teilnahme ist ebenfalls möglich. Unsere Kooperationspartner dieser Veranstaltung: Institut für Sinologie der Universität Freiburg, Colloqium politicum & Wallgraben Theater Freiburg
Am 2. Februar 2025 beginnt in China das Jahr der Schlange! Wir laden Sie herzlich ein, das chinesische Neujahr mit einem besonderen Konzert in Freiburg zu feiern! Im Mittelpunkt steht die Musik des traditionellen Instruments Guqin. Die siebensaitige Guqin hat eine über 3000 Jahre alte Geschichte. Für kein anderes Instrument wurde so früh Musik geschrieben: erste Aufzeichnungen des Instruments finden sich bereits in der frühesten chinesischen Gedichtsammlung, dem Shijing (Buch der Lieder aus dem 10. Jh. v. Chr.). Die Musikerin LI Pengpeng beherrscht dieses traditionsreiche Instrument meisterhaft. Sie ist eine der berühmtesten Guqin-Musikerinnen Chinas und konzertierte u.a. beim Staatsbesuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in China. Gemeinsam mit der erstklassigen Guqin-Musikerin YANG Lining wird die Meisterin uns in die Klangwelt der Guqin einführen und im Zusammenspiel mit dem Pianisten Peter Waas zeigen, wie das Instrument auch mit den westlichen Klängen des Klaviers harmoniert. Wir freuen uns auf Sie! Einlass: 18:30 Uhr Einführung des Musikinstruments Guqin: 18:45 Uhr Eintritt Frei! Anmeldungen: info@ki-freiburg.de Veranstalter: Konfuzius-Institut Freiburg & China Forum Freiburg
J.S. Bachs Johannes-Passion, erstmals 1724 aufgeführt, bleibt bis heute eines der faszinierendsten Werke der Musikgeschichte. Bach selbst hat das Stück mehrmals überarbeitet, doch eine endgülti-ge Fassung gibt es nicht – das Werk war immer im Fluss.
In unserer Aufführung reihen wir uns in diese Tradition der Überarbeitung ein: Mit Chor, Solistinnen und einer aufregenden Percussion-Besetzung (Marimba, Vibraphon, Xylophon) bringen wir die Energie und vor allem den Rhythmus von Bachs Musik auf ganz neue Weise zum Leben. In Zusammenarbeit mit „Kaiserstuhl Percussion“ möchten wir Zuhörerinnen jeglicher Couleur an-sprechen und zugleich den Auftakt zum 50. Jubiläum des Deutsch-Französischen Chor Freiburg feiern – ein spannender Mix aus Tradition und frischer Innovation!
Herzliche Grüße
Omar Masoud
Einladung zum Dialog – Das Kino des Amos Gitai
LETTER TO A FRIEND IN GAZA (BRIEF AN EINEN FREUND IN GAZA)
Was werden unsere Kinder oder Enkel denken, wenn sie erfahren, wie wir die Menschen in den besetzten Gebieten behandelt haben? Und wie werden wir auf ihre Fragen antworten? Dass wir nicht wussten, wie schlimm es war? Dass die Dinge einfach so laufen? Diese Fragen stammen aus einem politisch brisanten Schreiben der israelischen Schriftstellerin Amira Hass. Es ist nur eines der kraftvollen und poetischen Texte, die von palästinensischen und israelischen Schriftstellern und Denkern wie Mahmoud Darwish, S. Yizhar und Emile Habibi verfasst und von verschiedenen Akteuren in dieser Reaktion auf den langwierigen Konflikt an der Grenze zwischen Israel und Gaza vorgetragen wurden.
Inspiriert von Albert Camus, der zwischen 1943 und 1945 eine Reihe von Briefen an einen imaginären deutschen Freund veröffentlichte, um ebenfalls Alarm zu schlagen, beschloss Amos Gitai, als Filmemacher einen Dialog anzustoßen und die Menschen dazu zu bringen, einander zuzuhören. Während die Schauspieler einander vorlesen, bieten Nachrichten und Archivaufnahmen im Hintergrund schmerzhafte Beweise für unermessliches Leid und Ungerechtigkeit – von Generation zu Generation.
Israel 2018 / 35 Min. / Regie: Amos Gitai //
FREE ZONE
Erzählt wird die Geschichte dreier Frauen: einer Amerikanerin, einer Israelin und einer Palästinenserin. Ihre Lebenswege kreuzen sich eines Tages, und die gemeinsame Reise führt in die »Free Zone« zwischen Syrien, Jordanien und Israel. Ihr Ziel: ein Umschlagplatz für gebrauchte Autos im Grenzgebiet zwischen Jordanien, dem Irak und Saudi-Arabien, der sogenannten »Free Zone«. Auf dem Rückweg, nachdem das Geschäft fehlgeschlagen ist, sitzt Leila, eine Palästinenserin, mit im Taxi, das vorübergehend die eigentliche »Free Zone« wird. Die schönste Szene ist jene, in der die Frauen zu dritt einen Song aus dem Autoradio begeistert mitsingen, einig mit sich und der Welt. Aber die Komplizinnenschaft löst sich am Ende auf. Die größte Hoffnung und beste Chance für einen konstruktiven Dialog im Nahen Osten, so der Film, könnten in der Fähigkeit von Frauen aus allen Fraktionen liegen, politische und ideologische Unterschiede zu ignorieren und in der »Freizone« ihrer gemeinsamen Menschlichkeit zu kommunizieren. Einmal mehr geht es Amos Gitai um die Sehnsucht nach einem möglichen Zusammenleben, um seine ungebrochene Hoffnung und Empathie für beide Seiten: Israel und Palästina.
Israel, Belgien, F 2005 / OmeU / 90 Min. / Regie: Amos Gitai / Buch: Amos Gitai, Marie-José Sanselme / Kamera: Laurent Brunet / Mit Natalie Portman, Hanna Laslo, Hiam Abbass, Uri Klauzner //
Di 14.01., 19:00 / Mi 15.01., 21:00
Seit vielen Jahren kennt man uns im Stühlinger mit dem gemeinnützigen Second-Hand-Laden (bis 21.12.24 in der Guntramstraße 58), der angeschlossenen Not- und Entwicklungshilfe für die Ukraine sowie dem ebenfalls gemeinnützigen Café Satz (Guntramstraße 57), das bereits im April aufgrund einer Eigenbedarfskündigung schließen musste.
Wenn Sie uns und unsere Arbeit kennenlernen wollen, laden wir Sie herzlich zur Eröffnungsfeier ein: Am Samstag, den 11. Januar 2025, ab 10 Uhr, eröffnen wir die neue Ladenfläche im Vorderhaus des „Farben Thon“ feierlich. Auch zu unseren Plänen in der Zukunft wird es dort erste Informationen geben.
Das Künstlerehepaar Christa und Wolfgang Haack, eine Malerin und ein Fotograf bietet zum Thema, " abstract meets abstract " eine spannende Möglichkeit die Vielfalt und die unterschiedlichen Herangehensweisen an abstrakter Kunst in zwei verschiedenen Medien zu erforschen.
Das ARKANA Forum versteht Kunst als Bestandteil seiner Unternehmensführung und lädt ganz herzlich zur Vernissage ein am 16. Januar 2025 um 18.00 Uhr
Die 49. Freiburger Mess‘ auf dem Gelände der Messe Freiburg ist die Frühjahrsmess‘, die vom 16. bis 26. Mai 2025 stattfindet.
Freiburger Frühjahrsmess‘ startet am 16. Mai 2025
Ab dem 16. Mai geht es wieder rund auf dem Messegelände: Die Freiburger Frühjahrsmess‘ lockt dann für 11 Tage mit bunten Lichtern, rasanten Fahrgeschäften sowie viel Spaß und Unterhaltung für die ganze Familie. Bis zum 26. Mai können sich die Besucher*innen an den At traktionen der über 100 anwesenden Schausteller*innen und Marktkaufleute erfreuen. Neu und Erstmals in Freiburg sind in diesem Jahr die Fahrgeschäfte Anubis, Swing-Up, Edelweis, Night-Style sowie Heidi the Coaster. Die Klassiker „Break-Dance No. 1“, das Riesenrad, „Flipper“, „Hip-Hop Fly“, „Shake“ und die „Bayern Wippe“ sind in diesem Frühjahr auch wieder mit dabei. Bei den kulinarischen Angeboten dürfen sich die Besu cher*innen auf eine bunte Auswahl freuen, mit gebrannten Mandeln, Zuckerwatte und vielem mehr. Der traditionelle Warenmarkt inmitten der Frühjahrsmess‘ bietet außerdem ein vielseitiges Angebot an handgemachten Produkten, Kleidung, Schmuck, Gewürzen und Haushalts waren.
Am Eröffnungstag, Freitag, 16. Mai startet die Freiburger Frühjahrsmess‘ wieder mit einer halben Stunde Freifahrten. Auch die beliebten Aktionstage finden 2025 wieder statt: Am Dienstag, 20. Mai ist Kinder- und Familientag, bei dem alle Fahr- und Belustigungsgeschäfte die Fahrten zum halben Preis anbieten. Am Mittwoch, 21. Mai ist Studierendentag. An diesem Tag kommen alle Besitzer*innen eines gültigen Studierendenausweises durch viele Sonderangebote auf ihre Kosten.
Der Schnäppchen- und Aktionstag findet am Donnerstag, 22. Mai statt und bietet den ganzen Tag über verschiedene Angebote und Attraktionen, bei denen Aktionslose verteilt werden. Am Freitag, 23. Mai findet der Oma-Opa-Enkel-Tag statt. Auf Grund der großen Nachfrage im letzten Jahr erhalten in diesem Jahr die ersten 150 Enkel, die mit ihren Großeltern ans Riesenrad kommen, eine Überraschungstüte mit Freifahrten. Das Weißwurstfrühstück im Riesenrad findet am Sonntag, 18. Mai statt.
Zu Beginn und auch zum Ende der Frühjahrsmess‘ erwartet die Besucher*innen wieder ein bunter Himmel über dem Messegelände: Das Eröffnungsfeuerwerk findet am Freitag, 16. Mai gegen 23:00 Uhr statt, das große Abschlussfeuerwerk wird am Montag, 26. Mai, ebenfalls gegen 23:00 Uhr den Himmel über Freiburg erleuchten.
Komödie v. Amanda Sthers u. Morgan Spillemaecker
Komödie von Amanda Sthers und Morgan Spillemaecker
Geschäftsmann Flo, der die gesamte Familie – einschließlich der Mutter – finanziert, beruft den Familienrat ein und stellt seine von ihm abhängigen Geschwister vor die Wahl: Entweder ihr oder Mutter muss weg!
Doch die drei haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Mit einem Maximum an Lebendigkeit und Energie tritt diese auf den Plan und vermittelt ihren Kindern ihre ganz eigene Form von Mutterliebe – denn letzteres bedeutet keineswegs immer Kuschelfaktor, sondern kann auch schon mal als schonungslose Zumutung daherkommen.
Werden sie es schaffen, sich ihrer Übermutter zu entledigen?
Premiere: 14.12.
Regie: Marcel Keller
Es spielen: Veronika Bendiks, Regine Effinger, David Köhne, Daniel Leers
Morgan Spillemaecker machte sich in Paris mit Produktionen wie „La Bande à Fifi“ (2009) und „Le grand jour“ (2011) einen Namen. „Der Familienrat oder Mama muss weg“ ist sein erstes Theaterstück gemeinsam mit Amanda Sthers. Sthers arbeitet als Romanautorin und verfasst Drehbücher sowie Theaterstücke.
Eine Stückentwicklung von Lisa Bräuniger/Anne Wittmiß/Anna Fritsch für alle ab 13 Jahren
Erwachsen werden? Zum Mann werden? Zur Frau werden? Ich werden? Der Körper wächst und wir hinterher. Oder auch nicht. „Worüber denkst du nach, wenn es um das Thema Körper geht?". Eine von vielen Fragen, die am Anfang der Recherche für "What the body?!" standen. Das Produktionsteam um Schauspielerin Lisa Bräuniger und Regisseurin Anne Wittmiß ist in Schulklassen gegangen und hat mit den verschiedensten Körperbesitzer*innen Interviews geführt und diese zu einer rasanten Körperachterbahn verflochten. Wir schauen durch das Brennglas der Ideale, verschweigen nichts, besprechen lautstark den Körper, stellen Fragen, lassen Zweifel zu, wandeln Gestalten.
Damit wir nicht nur über den Körper sprechen, sondern ihr euren Körper spüren, verzichten wir bei "What the body?!" auf Sitzgelegenheit und laden zum Stehen, Laufen und Tanzen ein.
Hinweis: Die Spielstätte Kesselhaus ist nicht barrierefrei.
Foto: MiNZ&KUNST
Eine Stückentwicklung von Lisa Bräuniger/Anne Wittmiß/Anna Fritsch für alle ab 13 Jahren
Erwachsen werden? Zum Mann werden? Zur Frau werden? Ich werden? Der Körper wächst und wir hinterher. Oder auch nicht. „Worüber denkst du nach, wenn es um das Thema Körper geht?". Eine von vielen Fragen, die am Anfang der Recherche für "What the body?!" standen. Das Produktionsteam um Schauspielerin Lisa Bräuniger und Regisseurin Anne Wittmiß ist in Schulklassen gegangen und hat mit den verschiedensten Körperbesitzer*innen Interviews geführt und diese zu einer rasanten Körperachterbahn verflochten. Wir schauen durch das Brennglas der Ideale, verschweigen nichts, besprechen lautstark den Körper, stellen Fragen, lassen Zweifel zu, wandeln Gestalten.
Damit wir nicht nur über den Körper sprechen, sondern ihr euren Körper spüren, verzichten wir bei "What the body?!" auf Sitzgelegenheit und laden zum Stehen, Laufen und Tanzen ein.
Hinweis: Die Spielstätte Kesselhaus ist nicht barrierefrei.
Foto: MiNZ&KUNST