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Rassismus tötet
Marcin Wierzchowski begleitete vier Jahre lang Angehörige und Überlebende des rassistischen Anschlags von Hanau am 19. Februar 2020. In beobachtenden, statischen Schwarz-Weiß-Bildern zeigt er, wie sie gegen das Vergessen von Staat und Gesellschaft kämpfen und sich dazu gezwungen sehen, immer wieder die Frage nach Gerechtigkeit zu stellen. Und als wäre das nicht genug, ringen sie obendrein um Anerkennung und Zugehörigkeit zu dem Land, das sie ihr Zuhause nennen.
Rassismus tötet
Mi 1.10., 21:30
Film des Monats Oktober
„Im November 1992 zerstörte der rassistische Brandanschlag von Mölln die Leben von İbrahim Arslan und seiner Familie. Der damals siebenjährige İbrahim überlebte, verlor aber seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter. Die Stadt Mölln erhielt Hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, von denen aber fast drei Jahrzehnte niemand Notiz nahm. Der Film folgt İbrahim bei der Entdeckung dieser Briefe und bei der Begegnung mit drei ihrer Verfasser*innen. Zugleich zeichnet er ein komplexes Porträt des anhaltenden Traumas, das İbrahim und seine Geschwister bis heute beeinträchtigt. İbrahim hat einen Umgang mit den Geschehnissen gefunden, indem er aktiv gegen Rassismus kämpft und sich für eine Erinnerungskultur einsetzt, die die Opfer ins Zentrum stellt. Sein Bruder Namık hingegen befindet sich noch am Anfang seines Wegs der Bewältigung.
Der Film beleuchtet nicht nur die Erfahrungen der Überlebenden, er deckt auch die große Solidarität auf, die es damals gab – eine Solidarität, von der die Opfer bis zu diesem Zeitpunkt nichts wussten. Er schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nimmt eine Perspektive des Erinnerns ein, die den Stimmen der Betroffenen den Raum und die Anerkennung gibt, die sie verdienen.“ (Berlinale)
Gewinner Panorama Publikumspreis und Amnesty Filmpreis auf der Berlinale 2025.
Film des Monats Oktober
Mi 01.10., 19:30
Film des Monats Oktober
„Im November 1992 zerstörte der rassistische Brandanschlag von Mölln die Leben von İbrahim Arslan und seiner Familie. Der damals siebenjährige İbrahim überlebte, verlor aber seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter. Die Stadt Mölln erhielt Hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, von denen aber fast drei Jahrzehnte niemand Notiz nahm. Der Film folgt İbrahim bei der Entdeckung dieser Briefe und bei der Begegnung mit drei ihrer Verfasser*innen. Zugleich zeichnet er ein komplexes Porträt des anhaltenden Traumas, das İbrahim und seine Geschwister bis heute beeinträchtigt. İbrahim hat einen Umgang mit den Geschehnissen gefunden, indem er aktiv gegen Rassismus kämpft und sich für eine Erinnerungskultur einsetzt, die die Opfer ins Zentrum stellt. Sein Bruder Namık hingegen befindet sich noch am Anfang seines Wegs der Bewältigung.
Der Film beleuchtet nicht nur die Erfahrungen der Überlebenden, er deckt auch die große Solidarität auf, die es damals gab – eine Solidarität, von der die Opfer bis zu diesem Zeitpunkt nichts wussten. Er schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nimmt eine Perspektive des Erinnerns ein, die den Stimmen der Betroffenen den Raum und die Anerkennung gibt, die sie verdienen.“ (Berlinale)
Gewinner Panorama Publikumspreis und Amnesty Filmpreis auf der Berlinale 2025.
Film des Monats Oktober
Di 30.09., 19:30, zu Gast: Martina Priessner
Filmpremiere Peter Ohlendorf
In fortgeschrittenem Alter begibt sich ein Mann namens Asadur auf die Suche nach seinen armenischen Wurzeln. Seine Reise wird zum Symbol für den anhaltenden Kampf um Identität in einer Gemeinschaft, die unter den tiefen Nachwirkungen des Völkermords an den Armeniern leidet.
Der Dokumentarfilm beleuchtet die Geschichte seiner Familie und seiner Heimatstadt Malatya und zeigt, wie die Leugnung des Genozids das Leben und die Kultur der Betroffenen prägt.
Filmpremiere Peter Ohlendorf
Mo 29.09., 19:30, zu Gast: Peter Ohlendorf und weitere Gäste
Dog Tales: Hunde im Film
Im zweiten Hunde-Film von Kremser und Peter steht die subjektive Beziehung von Hund und Mensch im Fokus, mit einer Kamera, die noch radikaler die Hundeperspektive einnimmt. Über einen Zeitraum von drei Jahren begleiteten sie ein Rudel streunender Hunde und eine obdachlose Frau, die gemeinsam, nahezu verborgen, in den Straßen Moskaus leben.
Die subjektive Kameraposition der Tiere verschmilzt mit fein kalibrierten Alltagsbeobachtungen, in denen die Muster von gegenseitiger Abhängigkeit und Zähmung zerfließen. Die Wortlosigkeit verstärkt das hypnotische Filmerlebnis und verhilft vielleicht gerade so den Existenzen beider Spezies dann doch zu ihrem Recht.
Dog Tales: Hunde im Film
So 28.09., 19:30
Kinderkino
Die COOLE SUPPE wird serviert – mit frischen Kurzfilmen! Am Samstag, dem 28. September, ist es ab 13 Uhr soweit: Es erwarten Dich leckere Trickfilme, süße Animationen und herzhafte Reportagen. Das spannende Kurzfilmprogramm wurde von jungen Filmemacher*innen aus Freiburg und Umgebung kreiert und präsentiert. Unter dem Motto „Umweltschutz beginnt auf dem Teller” haben viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in ihren Schulen, Jugendzentren und bei Workshops Kurzfilme gedreht.
Neben dem Filmprogramm gibt es vor Ort vielfältige kreative Mitmachaktionen: Schnippeldisko, Trickfilm- und Greenscreen-Stationen und ein Reporter*innen-Team, bei denen Du und Deine ganze Familie mitmachen könnt. Es gibt einen Kochworkshop, Kamishibai, Live-Musik, leckere „Coole Suppe“ und die feierliche Verleihung der „Goldenen Karotte“, des Publikumspreises. Wir freuen uns auf Dich!
Kinderkino
So 28.09., 13:00
Italienisches Kino
Auf einer Raststätte stehen gelassen, findet die italienische Hausfrau Rosalba überraschend neue Freiheiten in Venedig. Romantisch, witzig und mit Licia Maglietta und Bruno Ganz großartig besetzt.
Rosalba, Hausfrau und Mutter, wird in den Sommerferien von ihrer Familie auf einer italienischen Autobahnraststätte schlichtweg vergessen. Zuerst versucht sie, irgendwie nach Hause zu gelangen, doch als ihr nerviger Ehemann sie am Telefon beschimpft, hängt Rosalba auf und nutzt eine Mitfahrgelegenheit nach Venedig. Dort versucht sie sich in einem neuen Leben, findet unverhofft eine neue Freundin und auch einen Freund, den eigentlich lebensmüden Kellner Fernando.
In Kooperation mit der Dante Alighieri Gesellschaft
Italienisches Kino
Sa 27.09., 21:30
Dog Tales: Hunde im Film
Der Schäferhund (Rin Tin Tin) wird von einem Wolfsrudel aufgezogen und freundet sich mit Gabriel Dupre an, einem französischen Trapper. Er beweist seine Loyalität zu Dupre, als er „The Fox“ angreift, den Komplizen von Shad Galloway, dem betrügerischen Leiter der Handelsstation. Galloway will Dupre aus einer Reihe von Gründen loswerden, nicht zuletzt, weil er die Geliebte des Trappers, Felice McTavish, für sich haben will. Als man fälschlicherweise glaubt, dass der Hund ein Baby getötet hat, wird Dupre befohlen, ihn zu erschießen. Der Hund rennt weg, aber nachdem er freigesprochen wurde, findet Dupre ihn wieder. Schließlich greift der Wolfshund Galloway an und tötet ihn. Am Ende kommen nicht nur Held und Heldin wieder zusammen, sondern der Hund hat auch eine eigene Familie.
Dog Tales: Hunde im Film
Sa 27.09., 19:30, am Klavier: Günter A. Buchwald
Film des Monats
In einem verfallenden Ort im ländlichen Argentinien gibt es sie scheinbar noch, die echten Cowboys und Cowgirls, die zu dem Land um sie herum und den Tieren eine besondere Beziehung haben. Michael Dweck and Gregory Kershaw tauchen in diese wie aus der Zeit gefallene Welt ein und beobachten eine Gruppe Gauchos im Alltag. Das Mosaik von Geschichten setzt sich mit der Zerbrechlichkeit dieser Welt auseinander, geprägt von Wassermangel, fehlender Bildungsinfrastruktur und sich langsam wandelnden Geschlechterbildern.
Der eigentliche Star des Dokumentarfilms ist jedoch die argentinische Pampa: In ruhigen, tableauhaft arrangierten Schwarz-Weiß-Bildern gedreht, bietet die weite Grassteppe eine endlos wirkende Kulisse für ganz persönliche Geschichten jenseits von Gaucho-Klischees.
Film des Monats
Fr 26.09., 21:30
Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor
Sommer in Florida 1969: die Luft flirrt, die Zeit dehnt sich. Der 8-jährige, empfindsame und oft in sich gekehrte Tommy beobachtet eine Welt, die sich ihm entzieht und wünscht sich, das Feuerwerk vom Dach des Leuchtturms aus zu sehen. Die Bewohner*innen der Kleinstadt beargwöhnen ihn und dass seine schweigende Mutter Inhaberin eines Ladens für freizügige Unterwäsche ist, hilft dabei nicht. Das brüchige Gefüge gerät noch mehr in Gefahr, als sein ihm unbekannter Vater auftaucht.
DINGE DIE VON BÄUMEN HÄNGEN erzählt in tastenden Bildern vom Aufwachsen unter Dingen, die unausgesprochen bleiben, und solchen, die schwer an den Ästen der Erinnerung ziehen.
Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor
Fr 26.09., 19:30, Referent: Berthold Seiter
Rassismus tötet
Marcin Wierzchowski begleitete vier Jahre lang Angehörige und Überlebende des rassistischen Anschlags von Hanau am 19. Februar 2020. In beobachtenden, statischen Schwarz-Weiß-Bildern zeigt er, wie sie gegen das Vergessen von Staat und Gesellschaft kämpfen und sich dazu gezwungen sehen, immer wieder die Frage nach Gerechtigkeit zu stellen. Und als wäre das nicht genug, ringen sie obendrein um Anerkennung und Zugehörigkeit zu dem Land, das sie ihr Zuhause nennen.
Rassismus tötet
Do 25.09., 19:30, mit Videogespräch mit Marcin Wierzchowski
Festung Deutschland
Deutschland steht an einem historischen Wendepunkt: Erstmals seit 1945 wird im Jahr 2025 ein migrationspolitischer Entschließungsantrag im Bundestag angenommen – mit Unterstützung der AfD, die vom Verfassungsschutz wegen rechtsextremer Bestrebungen beobachtet wird. Die Erklärung zur Begrenzung der Zuwanderung sieht unter anderem eine vollständige Schließung der deutschen Grenzen vor. Ein Paradigmenwechsel kündigt sich an: weg vom Schutz von Geflüchteten, hin zu Abschottung und Abschreckung.
Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes begibt sich auf die Suche nach den Ursachen dieser politischen Zäsur und nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine aufrüttelnde Reise. Die Dokumentation beginnt an den europäischen Außengrenzen, wo eine andauernde humanitäre Katastrophe auf staatliche Ignoranz trifft, aber auch auf ziviles Engagement. Sie begleitet einen Rettungseinsatz auf dem Mittelmeer, dokumentiert die katastrophale Lage aus der Luft und erzählt die Geschichten von Überlebenden, die trotz Gewalt und tödlicher Risiken den Weg nach Deutschland gefunden haben.
In Kooperation mit iz3w, dis:orient, r42 Sail and Rescue, Our Voice (RDL) und Medical Volunteers International
Festung Deutschland
Mi 24.09., 19:30, zu Gast: Rami Al-Sayegh (MVI) und Moritz Thielmann (r42), Moderation: Clara Taxis (dis:orient)
Dog Tales: Hunde im Film
Die Legende besagt, dass der Geist Laikas, dem ersten irdischen Lebewesen im All, auf die Erde zurückkehrte und auf Moskaus Straßen weiterlebt – vielleicht so, wie die zwei Moskauer Straßenhunde, deren Perspektive sich dieser Film einzunehmen traut. Zwischen dokumentarischer Präzession, sowjetischem Filmmaterial und Poesie stellt SPACE DOGS Fragen zu Gewalt, Kontrolle und dem Preis wissenschaftlicher Ambitionen.
Damit changiert der vielfach gefeierte und ausgezeichnete Überraschungsfilm zwischen Tierfilm und Science-Fiction und wird zu einer faszinierenden Erforschung der Conditio humana aus der Perspektive von jenen, die in des Menschen Schatten leben.
Dog Tales: Hunde im Film
Di 23.09., 19:30
Ciné Club
Zwei Freunde hängen in ihrem Dorf fast den ganzen Tag auf der Straße ab und aus reiner Langeweile hat Mirales es sich angewöhnt, Dog zu ärgern. Als Elsa im Dorf ankommt und mit Dog eine Liebesbeziehung eingeht, wird Mirales von Eifersucht zerfressen und muss seine Vergangenheit abschütteln, um erwachsen zu werden, seinen Platz zu finden.
Der Regisseur Jean-Baptiste Durand sagt über sein Debüt, dass Jugendliche auf dem Dorf bei der Wahl ihrer Freunde nicht viele Möglichkeiten hätten und es selbstverständlich sei, zusammen abzuhängen. Ein „Chien de la casse“, jemand, der auch gegenüber Freunden rücksichtslos seine Interessen durchsetzt, kommt daher bei geringer sozialer Konkurrenz leichter durch.
In Kooperation mit dem Centre Culturel Français und dem Deutsch-Französischen Gymnasium
Ciné Club
Mo 22.09., 19:30, Einführung: Flavien Le Bouter
Italienisches Kino
Auf einer Raststätte stehen gelassen, findet die italienische Hausfrau Rosalba überraschend neue Freiheiten in Venedig. Romantisch, witzig und mit Licia Maglietta und Bruno Ganz großartig besetzt.
Rosalba, Hausfrau und Mutter, wird in den Sommerferien von ihrer Familie auf einer italienischen Autobahnraststätte schlichtweg vergessen. Zuerst versucht sie, irgendwie nach Hause zu gelangen, doch als ihr nerviger Ehemann sie am Telefon beschimpft, hängt Rosalba auf und nutzt eine Mitfahrgelegenheit nach Venedig. Dort versucht sie sich in einem neuen Leben, findet unverhofft eine neue Freundin und auch einen Freund, den eigentlich lebensmüden Kellner Fernando.
In Kooperation mit der Dante Alighieri Gesellschaft
Italienisches Kino
So 21.09., 19:30
resonance: Musik & Film | Jazzfestival Freiburg
Ein Musiker, der den Moment zur Kunst erhebt: Keith Jarrett gilt als radikaler und kompromissloser Einzelgänger des Jazz, der sich gängigen Erwartungen konsequent entzieht. So kann er seinen überragenden Erfolg mit „The Köln Concert“ bis heute nicht nachvollziehen und fühlt sich damit eher missverstanden.
Die Dokumentation nähert sich seinem Gesamtwerk sowie seiner Haltung durch Gespräche mit ihm, Familienmitgliedern und Kolleg*innen und liefert anhand von Archivmaterial und musikalischen Höhepunkten Beispiele seines außergewöhnlichen Könnens. Ergänzend zur einstündigen Doku zeigen wir einen Konzertmitschnitt des Keit Jarrett Trios und weitere Interviews.
resonance: Musik & Film | Jazzfestival Freiburg
So 21.09., 17:30
Kinderkino
Hereinspaziert, hereinspaziert! In diesem Programm zeigen die ZirkusArtist*innen von P.A.K.T. e.V. ihr Können (14:30 auf der Wiese hinter den Tischtennisplatten).
Danach laden wir euch alle ein, mit uns ins Kino zu kommen, denn um 15:30 heißt es wieder: Film ab! Diesmal mit einem ganz besonderen Programm. Die Stummfilmpianistin Barbara Lenz begleitet live kurze Filme aus den Anfängen der Filmgeschichte zum Thema Zirkus: Hier wird mit Tellern jongliert, auf Rollschuhen getanzt, komplizierte Menschenpyramiden werden gebaut und es wird gezaubert. Auch nach über 100 Jahren sind die Filme noch zum Staunen, Mitfiebern und vor allem Lachen!
Kinderkino
So 21.09., 14:30 Zirkus-Aufführung der georgischen Zirkusgruppe | 15:30 Stummfilmprogramm im Kinderkino, am Klavier: Barbara Lenz
50-Jähriges Jubiläum
Steven Spielbergs Schocker aus dem Jahr 1975 gewann drei Oscars, spielte perfekt mit menschlichen Urängsten und gewann Kultstatus. Ein atmosphärisch dichter, vorzüglich gespielter Abenteuerfilm, der auch nach 50 Jahren begeistern wird, besonders auf der großen Kinoleinwand.
Als sich die Gemeinde eines Seebades an der US-Ostküste den Attacken eines mörderischen weißen Hais ausgesetzt sieht, nehmen der örtliche Polizeichef, ein junger Meeresbiologe und ein in die Jahre gekommener Haifänger die gefährliche Herausforderung an, das „Monster“ zu töten, bevor es wieder zuschlägt.
50-Jähriges Jubiläum
Sa 20.09., 21:45
Dog Tales: Hunde im Film
Wes Andersons Stop-Motion-Animationsfilm spielt auf Trash Island, einer Müll-Insel der imaginären japanischen Großstadt Megasaki. Hierhin hat der Bürgermeister, ein ausgewiesener Katzenliebhaber, nach Ausbruch einer Hundeseuche, alle Hunde der Stadt verbannt. Sie fristen dort ein elendes Dasein. Zu dieser Bande der Verbannten gesellt sich der elternlose Pflegesohn von Bürgermeister Kobayashi. Auf der Suche nach Spot, seinem geliebten Leibwächterhund, legt der 12-jährige Atari mit einem winzigen einmotorigen Flugzeug eine Bruchlandung auf der Müllhalde hin. Schnell gewinnt er die Unterstützung der geächteten Tiere.
Und so erzählt dieser Film letztlich eine Geschichte über Freundschaft, Treue und Unerschrockenheit, wenn er grundsätzlich danach fragt, wer wir Menschen sind und wie wir als Gesellschaft sein wollen. ISLE OF DOGS ist eine Verbeugung vor dem ermutigenden Heldentum der Kleinen und Schwachen. Vor allem aber ist Andersons Film, der 2018 die Berlinale eröffnete, eine Absage an die Intoleranz.
Dog Tales: Hunde im Film
Sa 20.09., 19:30
Film des Monats
In einem verfallenden Ort im ländlichen Argentinien gibt es sie scheinbar noch, die echten Cowboys und Cowgirls, die zu dem Land um sie herum und den Tieren eine besondere Beziehung haben. Michael Dweck and Gregory Kershaw tauchen in diese wie aus der Zeit gefallene Welt ein und beobachten eine Gruppe Gauchos im Alltag. Das Mosaik von Geschichten setzt sich mit der Zerbrechlichkeit dieser Welt auseinander, geprägt von Wassermangel, fehlender Bildungsinfrastruktur und sich langsam wandelnden Geschlechterbildern.
Der eigentliche Star des Dokumentarfilms ist jedoch die argentinische Pampa: In ruhigen, tableauhaft arrangierten Schwarz-Weiß-Bildern gedreht, bietet die weite Grassteppe eine endlos wirkende Kulisse für ganz persönliche Geschichten jenseits von Gaucho-Klischees.
Film des Monats
Fr 19.09., 21:30
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