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Entspanntes Kino für alle
Der Dokumentarfilm aus Guinea erzählt eine wundervolle Geschichte über Mut, Widerstand, Lebensrealität und Hoffnung. „Ich habe zwar keine Beine, aber ich habe Selbstvertrauen", sagt Alsény. Das braucht er auch, denn Menschen mit einer Behinderung werden in Guinea diskriminiert und als Bettler ernährt er die gesamte Familie. Mit anderen Künstler*innen gründete er das Ensemble „Les Handicapables“, das mit beeindruckender Körperbeherrschung, Musik, Rhythmus und vor allem viel Spaß seine Choreographien für Aufführungen in Dörfern und Schulen probt. Mit ihren Auftritten verbinden sie auch eine Mission: Sie wollen zeigen, dass Einschränkungen nichts über den Wert eines Menschen aussagen.
Wir zeigen die französische Originalversion mit englischen Untertiteln und diskutieren im Anschluss mit der Gruppe „Unsere Stimmen, für ein starkes Wir in Freiburg“, Selbstvertretungsgruppe zum Thema Flucht und Behinderung.
Frankreich-Benin 2023 / 81 Min. / Frz. OmeU
Regie: Billy Touré und Laurent Chevallier
Fr 16.05., 17:30 mit Einführung und Gespräch durch die Filmgruppe des ABC
In Kooperation mit dem ABC (Arbeitskreis Behinderte an der Christuskirche
Entspanntes Kino für alle
Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor
Der naiv-selbstbewußte Texaner Joe (Jon Voight) will in New York als Callboy das lockere Geld machen, doch niemand, und schon gar keine reichen Frauen, warten hier auf ihn. Schließlich freundet er sich mit dem kranken Kleinganoven Ratso (Dustin Hoffman) an und beginnt, Verantwortung zu übernehmen.
Mit dem Film schuf John Schlesinger eines der bedeutenden Werke New Hollywoods, das dem amerikanischen Traum eine bittere Realität entgegenhält, das Bild einer Gesellschaft, der jegliche Illusion abhandenkam und die vom Selbsterhaltungstrieb bestimmt wird. Wir zeigen den mit drei Oscars prämierten Publikumsliebling der Berlinale 1969 in der Deutschen Fassung sowie im Original mit Untertiteln.
USA 1968 / DF & OmU / 113 Min.
Regie: John Schlesinger / mit Dustin Hoffman, Jon Voight, Sylvia Miles
Do 15.05., 21:30 OmU, Rezensentin: Francesca Lazzari
Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor
TRANS*topia - Filme zu trans normalen Lebensgeschichten
Sechs Protagonist*innen erzählen von den absurden, traurigen aber vor allem schönen Seiten ihrer Transition. In offenen, tiefgehenden und humorvollen Gesprächen setzen sie sich mit den Voraus-setzungen, den Konsequenzen und den manchmal auch skurrilen Umständen ihrer Entscheidungen auseinander.
Die Suche nach einem möglichen Leben jenseits binärer Geschlechterbilder, das Infragestellen heteronormativer Lebensmodelle, die Frage nach lebbaren Männlichkeiten, sowie Reibungsflächen in queer-feministischen und schwulen Communities … all das sind Themen des Films – der dabei tatsächlich ohne Tragik und Pathos, ohne voyeuristischen Blick auf Körper, in Schlafzimmer oder OP-Säle auskommt.
In Kooperation mit TransAll e.V.
Ö 2015 / OF / 92 Min.
Regie: Cordula Thym, Katharina Lampert
Do 15.05., 19:30
TRANS*topia - Filme zu trans normalen Lebensgeschichten
Unsere vergessenen Befreier
„Als Arzt kannte er menschliches Leiden. Als Psychiater hat er die Ursachen für die Entstehung von Traumata analysiert und als Kolonialisierter hat er besser verstanden als jeder andere, was es bedeutet, unter kolonialen Bedingungen aufzuwachsen.“ Mit diesen Worten von Aimé Césaire und historischen Aufnahmen von Frantz Fanons Beerdigung 1961 beginnt der Dokumentarfilm von Mehdi Lallaoui. Darin kommen Weggefährt*innen des Befreiungskämpfers und Theoretikers Fanon zu Wort wie seine Assistentin Marie-Jeanne Manuellan, seine Biografin und Mitstreiterin bei der Revolutionierung der Psychiatrie in Nordafrika, Alice Cherki, und der Historiker Jean Khalfa. Ihre Zeugnisse belegen die anhaltende Bedeutung Fanons für den Kampf gegen Kolonialismus und Rassismus und „für einen globalen Humanismus“.
Algerien, F 2021 / OmU / 93 Min.
Regie: Mehdi Lallaoui / mit: Alice Cherki, Marie-Jeanne Manuellan, Jean Khalfa
Mi 14.05., 19:30 Uhr, zu Gast: Mehdi Lallaoui, Alice Cherki
Unsere vergessenen Befreier
Unsere vergessenen Befreier
Mehdi Lallaoui dokumentiert, warum der Tag des Kriegsendes in Europa bis heute in Algerien als ein Tag der Trauer gilt. An diesem Tag schossen französische Siedler in der algerischen Stadt Sétif auf Demonstrant*innen, die nach der Befreiung Europas auch die Befreiung ihres Landes von der Kolonialherrschaft forderten. Die darauf folgende Revolte in der algerischen Küstenregion wurde von französischen Truppen und Fremdenlegionären brutal niedergemetzelt.
F 2003 / OmU / 52 Min. /
Regie: Mehdi Lallaoui & Bernard Langlois
Di 13.05., 19:30 Uhr, zu Gast: Mehdi Lallaoui
Unsere vergessenen Befreier
Freiburger Fenster
Gemeinsam und glücklich leben Torin, 22, seine Schwester Beatrice, 21, und sein Bruder Constantin, 8, in der Villa ihrer verstorbenen Eltern - bis zu Constantins Krebsdiagnose. Nur eine Organspende kann ihn retten, doch es findet sich kein Spender und Constantin stirbt.
Daraufhin schottet sich Torin ab, verfällt dem Alkohol und den Tabletten. Im Wahn und Schmerz über die Ungerechtigkeit verzerrt sich sein Weltbild: Er überträgt Gedanken auf die reale Welt und wird dadurch zu einer Gefahr für die Öffentlichkeit.
Der Film thematisiert die fehlenden Spenderorgane und erzählt die traurige Geschichte als Thriller über Opferbereitschaft, Drogen und moralische Dilemmata.
D 2023 / OF / 110 Min.
Buch und Regie: Enzo Brandi / mit Adrian Degen, Athina Hatsis, Florian Linnemann
Mo 12.05., 19:30, zu Gast: Enzo Brandi
Freiburger Fenster
Werkschau David Lynch
David Lynch verknüpft auf eigenwillige und einprägsame Weise Surrealismus und Pop-Art, Avantgarde und Americana, Zitatkultur und Individualstil. In seinen Filmen bringt er das Kino immer wieder in Dialog mit anderen Kunstformen, von der Bildenden Kunst über Sound-Experimente bis hin zu den Netzwerken der Neuen Medien.
Dem prägenden kreativen Einfluss des Musical-Klassikers WIZARD OF OZ auf das Œuvre des Kult-Regisseurs spürt die Dokumentation LYNCH/OZ von Alexandre O. Philippe nach. In einer innovativen Kombination aus Video-Essay und filmhistorischen Annäherungen begeben sich sieben Filmemacher*innen und Kritiker*innen auf eine kulturelle Spurensuche zwischen Yellow Brick Road und Lynchtown.
USA 2022 / OmeU / 108 Min.
Regie: Alexandre O. Philippe / mit Amy Nicholson, John Waters, Karyn Kusama
So 11.05., 19:30
Werkschau David Lynch
Kinderkino
Eins, zwei, drei und Action! In diesem Programm aus fünf leichtfüßigen Geschichten sitzt niemand gerne still. Ob auf dem Fluss, in der Luft, auf Schienen oder im heimischen Wald – unterwegs zu sein ist alles. Aber Vorsicht! Kanu-Touren und Jagd-Abenteuer laufen selten nach Plan. Zu sehen gibt es außerdem tollpatschige Erwachsene, fantastische Landschaften und den geheimnisvollen Inhalt einer Holzkiste, die einmal um die ganze Welt gereist ist. Neugierig? Was drin ist, bringt sogar Elefanten zum Fliegen. Aber lassen wir uns nicht von ihrem lauten Getrampel unsicher machen: Die mutigsten Träume schlummern oft in den kleinsten Mäusen. Willkommen in der magischen Welt der Animation!
Div. Länder, Regisseur*innen und Produktionsjahre / 40 Min. / empfohlen ab 5 Jahren //
Buchbar als Kindergarten- oder Schulkinoveranstaltung bei johanna.metzler@koki-freiburg.de
So 11.05., 15:30
Kinderkino
New Hollywood
Zwei Motorrad-Hippies durchqueren Amerika von Los Angeles nach New Orleans. Eine Fahrt coolen Genießens und Staunens, die nichts aneignet, verwertet oder benutzt. Sanfte Neueroberung Amerikas, ohne Tötungen, ohne Come-and-Get-It. Durch das Gleiten der Motorräder und die Musik hindurch: die Ahnung eines Landes, das das ist, was es für sich ist. In der unhastigen Ziellosigkeit von Easy Rider meldet sich ein neuer, unaggressiver Bezug zur Welt an. Mit Musik von The Byrds, Steppenwolf, Jimi Hendrix und The Electric Prunes. Zum Einsatz kommt eine restaurierte und digitalisierte Fassung.
USA 1969 / OmU / 95 Min.
Regie: Dennis Hopper / mit Peter Fonda, Dennis Hopper, Jack Nicholson, Karen Black
Sa 10.5., 21:30
New Hollywood
Afrikanische Perspektiven sind ein essenzieller Bestandteil der deutschen Gesellschaft – dennoch bleiben sie häufig unterrepräsentiert oder werden im öffentlichen Diskurs auf stereotype Rollen reduziert. Der Vortrag beleuchtet die Spannungsfelder zwischen echter Repräsentation und oberflächlicher Sichtbarkeit (Tokenisierung) im Kontext von Migration, Integration und Diversität. Ausgehend von der Frage 'Sichtbarkeit um jeden Preis?' thematisiert Feven Michael, Referentin für Jugendmigrationsdienste und Schulbegleitung, wie Repräsentation politisch, kulturell und sozial verhandelt wird und welche Risiken entstehen, wenn Vielfalt nur symbolisch abgebildet wird.
Im zweiten Teil des Abends spricht Tebogo Bodibe-Deppe über pädagogische Ansätze, die kulturelle Wahrnehmungen nachhaltig verändern. Unter dem Titel 'Teaching through Storytelling to Bridge the Gap' zeigt sie, wie Narrative als Brücke zwischen Kulturen dienen können und welche Rolle Schulen dabei spielen, Afrikabilder jenseits exotisierter kolonialer Prägungen zu vermitteln. Im Fokus steht dabei die interkulturelle Bildung als Werkzeug gegen Vorurteile und für ein inklusives, kulturgerechteres Miteinander.
Die Veranstaltung lädt zu Austausch, Reflexion und Perspektivwechsel ein – begleitet von musikalischen Beiträgen und afrikanischen Köstlichkeiten.
Eintritt frei
Spenden erwünscht
Werkschau David Lynch
Ein Sturm trägt die kleine Dorothy in das magische Land Oz. Verzweifelt macht sie sich auf den Weg zum großen Zauberer, da nur er ihr die Rückkehr nach Hause ermöglichen kann. Eine Reise voller Gefahren und Abenteuer, doch Dorothy findet Freunde und Verbündete: eine Vogelscheuche, die sich Verstand wünscht, einen Mann aus Blech, der gern ein Herz hätte, und einen Löwen, der so gern mutiger wäre.
Was für Deutschland die Märchen sind, ist für das filmische Amerika der WIZARD OF OZ. David Lynch bezieht sich immer wieder auf dieses Paradebeispiel der "Traumfabrik" Hollywood, weshalb wir es zu seiner Werkschau zeigen, einmal auf Deutsch, auch für die Jüngeren, und einmal im Original mit Untertitel.
USA 1939 / DF / 107 Min.
Regie: Victor Fleming / mit: Judy Garland, Frank Morgan, Ray Bolger, Bert Lahr, Jack Haley
So 11.5., 17:00 DF
Werkschau David Lynch
Werkschau David Lynch
Ein Sturm trägt die kleine Dorothy in das magische Land Oz. Verzweifelt macht sie sich auf den Weg zum großen Zauberer, da nur er ihr die Rückkehr nach Hause ermöglichen kann. Eine Reise voller Gefahren und Abenteuer, doch Dorothy findet Freunde und Verbündete: eine Vogelscheuche, die sich Verstand wünscht, einen Mann aus Blech, der gern ein Herz hätte, und einen Löwen, der so gern mutiger wäre.
Was für Deutschland die Märchen sind, ist für das filmische Amerika der WIZARD OF OZ. David Lynch bezieht sich immer wieder auf dieses Paradebeispiel der "Traumfabrik" Hollywood, weshalb wir es zu seiner Werkschau zeigen, einmal auf Deutsch, auch für die Jüngeren, und einmal im Original mit Untertitel.
USA 1939 / DF & OmU / 107 Min.
Regie: Victor Fleming / mit: Judy Garland, Frank Morgan, Ray Bolger, Bert Lahr, Jack Haley
Sa 10.5., 19:00 OmU
Werkschau David Lynch
New Hollywood
Jonas Mekas, 1922 in Litauen geboren, Dichter und Emigrant. Im zweiten Leben: Pate des unabhängigen amerikanischen Films. Ende der Sechziger Jahre hatte er einen unruhigen, handgemachten Filmstil entwickelt sowie eine Form von Symbolik, die seiner Poesie nahekam. WALDEN ist ein epischer Zeitbericht über persönliche Erfahrungen, den Alltag und die Jahreszeiten in New York sowie über die Kulturszene zwischen 1964 und 1968; einschließlich Portraits und Huldigungen zu Tony Conrad, P. Amads Sitney, Stan Brakhage, Carl Theodor Dreyer, Timothy Leary, Marie Menken, Gregory Markopoulos, Allan Ginsberg, Andy Warhol, the Velvet Underground, Ken Jacobs, John Lennon, Yoko Ono und vielen anderen...
USA 1969 / engl. OF / 16mm / 175 Min.
Regie: Jonas Mekas
So 09.5., 19:00
New Hollywood
Christian Geissler
Zum 8. Mai 1970 sollte der Schriftsteller und Fernsehautor Christian Geissler (1928 – 2008) einen Beitrag für das TV-Magazin Panorama über den 25. Jahrestag des Kriegsendes drehen. Der Beitrag wurde nie gesendet.
1985 spricht ein Bundespräsident (R. v. Weizsäcker) erstmals vom „Tag der Befreiung“. Geissler antwortet 20 Jahre später bei seiner letzten öffentlichen Rede mit dem Text Maideutsch (2005): „es ist bei windungen geblieben, silberhaarig, sechzig jahre, flau“.
Lesung mit der Schauspielerin Laura Palacio (Stadttheater Freiburg) mit anschließendem Gespräch.
Einführung: Marina Aicher (KoKi), Moderation: Didi Danquart (Walter Mossmann Gesellschaft), Gast: Detlef Grumbach (Christian Geissler Gesellschaft)
Do 08.05., 19:30
In Kooperation mit der Walter Mossmann Gesellschaft
Christian Geissler
Christian Geissler
Eine vom Wirtschaftswunder-Konsum gesättigte Gesellschaft verdrängt den Holocaust und andere Verbrechen der Nazis und macht weiter, als sei dies nie geschehen. Der Schriftsteller Christian Geissler (1928 – 2008) beschreibt diesen Zustand in seinem Debüt-Roman „Anfrage“ (1960) unerbittlich: Klaus Köhler, knappe 30 Jahre alt, stellt Fragen, sucht nach „Vätern“, die Verantwortung übernehmen und Konsequenzen ziehen.
Das gilt auch für die Fernsehfassung des Brecht-Schülers Egon Monk. „Der Film bestätigt erschreckend die Situation in Deutschlands unbewältigter Gegenwart.“ (NZZ) Auch 80 Jahre nach dem Sieg über das nationalsozialistische Deutschland, hat der Film nicht an Wucht verloren.
D 1962 / OF / 77 Min. //
Regie: Egon Monk / mit Hartmut Reck, Anneli Granget, Carl Lange //
Mi 07.05., 19:30 Einführung und Gespräch: Detlef Grumbach, Christian Geissler-Gesellschaft (CGG), Moderation: Didi Danquart, Walter Mossmann Gesellschaft
In Kooperation mit der Walter Mossmann Gesellschaft
Christian Geissler
Lesung und Gespräch mit Daniel Zylbersztajn-Lewandowski
Der deutsch-jüdische Autor Daniel Zylbersztajn-Lewandowski hat in zwei autobiographischen Bänden die Geschichte seiner jüdisch-christlichen und zugleich deutsch-polnischen Familie veröffentlicht. Der erste Band ist eine tief bewegende Erzählung über die Schicksale seiner Vorfahren vor und während des Holocausts. Im zweiten Band teilt er seine eigenen Erfahrungen als Nachfahre von Holocaust-Überlebenden in Europa.
Daniel Zylbersztajn-Lewandowski ist Korrespondent der tageszeitung (taz) in London. Er wurde 1969 als Sohn eines jüdischen Holocaust-Überlebenden in München geboren, wo er bis zum 16. Lebensjahr lebte. Nach seinem Abitur in Israel zog er 1991 zum Studium nach London, wo er heute mit seiner Frau lebt.
Mi 07.05., 19:00, Galerie
In Kooperation mit Deutsch-Israelische Gesellschaft Freiburg, Egalitäre Jüdische Chawurah Gescher Gemeinde Freiburg, Israelitische Gemeinde Freiburg, Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg.
Lesung und Gespräch mit Daniel Zylbersztajn-Lewandowski
Kunst.Provokation
Wie sieht es aus, wenn eine Mumie, eine Kobra-Frau, eine Drag-Queen und andere Protagonist*innen in Atlantis zusammen kommen? Dieser von Smith nie vollendete Film, den wir in der posthum zusammengestellten Version von Jerry Tartaglia zeigen, fächert ein Panorama von Schlangenfrauen, Mumien, Meerjungfrauen und exotischen Tänzen zu Exotica Jazz und Rimski-Korsakows Scheherazade auf. Höhepunkt ist die berühmte „Cake Scene“ – ein Ensemble halbnackter Chorschönheiten, darunter Andy Warhol, windet sich auf einem riesigen, weißrosa gefärbten Baumkuchen…
„Normal Love“ ist der zweite Film des New Yorker Underground Filmlegende Jack Smith aus dem Jahr 1963. Sein erster Film „Flaming Creatures“ löste wegen seines offenen Umgangs mit Sexualität einen der größten Skandale der Filmgeschichte aus und wurde verboten. Nach dem Verbot beschloss Smith nie wieder einen fertigen Film zu schaffen, um sicherzustellen, dass es ihm nicht weggenommen wird.
Jack Smith wurde 1932 in Ohio geboren und zog in den 50er Jahren nach New York. Er gilt als Ideengeber Warhols, als Vordenker des Theatre of the Ridiculous, als Camp- und Queer-Ikone.
USA/ 1963-1965/ 16mm/ 120 Min., Regie: Jack Smith
Di 06.05., 19:30 Einführung: Diedrich Diederichsen
In Kooperation mit dem Zwetajewa-Zentrum und der Kunstwissenschaftlichen Gesellschaft Freiburg
Kunst.Provokation
Werkschau David Lynch
Der Filmwissenschaftler, Filmemacher und Musiker Prof. Dr. Marcus Stiglegger (Universität Freiburg) hat zu Lynch geforscht und geschrieben und ist unter anderem für seinen Audiokommentar auf der Arthaus-Blu-ray von TWIN PEAKS – FIRE WALK WITH ME auch außerhalb akademischer Kreise bekannt. Bei uns wird er Einblicke in die akademische Rezeption von und in die Forschung zu David Lynch geben. Dazu gehören mythische Topographien von Los Angeles, die Inszenierung von Körpern oder die Hauntologie von Jaques Derrida, die eine Gegenwart beschreibt, die zugleich von den Geistern der Vergangenheit wie auch der Zukunft heimgesucht wird. Wie lässt sich mithilfe dieser Ansätze Lynchs Filmwelt erschließen?
Mo 05.05., 19:30
Eintritt frei
Werkschau David Lynch
Am 01. Mai 2025 um 18:00h am Platz der alten Synagoge, Synagogenbrunnen
Eintritt frei, Spenden erbeten
Grußworte:
Festrede:
NIKITA NIKISCHIN – Beauftragter für Sicherheit, Kommunikation und Recht der Israelitischen Gemeinde Freiburg
Bewirtung:
BILLAL ALOGE und DAVID SIGALOV vom Restaurant JAFFA
Technische Unterstützung:
Impulswerk
Musikalische Begleitung:
Seit 1975 gibt es in der Wilhelmstraße die Buchhandlung jos fritz. Gegründet als Teil der lebendigen linken Szene in Freiburg trotzt sie seitdem den Verwerfungen der Welt und ist als Ort der Literatur aus der Stadt kaum wegzudenken.
Das möchten wir gerne feiern und laden daher zu einem bunten Programm mit Wort, Musik und vielem mehr.
Eintritt frei