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Filme von Regisseur*Innen zum internationalen feministischen Kampftag
Aus aktuellem Anlass zeigen wir den eindrucksvollen Dokumentarfilm DIE UNBEUGSAMEN. 630 Abgeordnete sitzen im neuen Parlament, unter ihnen sehr viele Ältere, Männer, Menschen ohne Migrationshintergrund. Der Anteil der Frauen ist auf 32,5 Prozent gesunken und junge Menschen sind im Bundestag ebenfalls unterrepräsentiert. Dominierend sind nach wie vor Jurist*innen, d.h. die Vielfalt der Gesellschaft wird auch bei den Berufen nicht d.h. die Vielfalt der Gesellschaft wird auch bei den Berufen nicht abgebildet.
In den Anfangsjahren der Bonner Republik waren es zunächst Einzelkämpferinnen, die darauf bestanden, nicht nur als Wählerinnen, sondern auch als Politikerinnen ernst genommen zu werden. Seit den 1960er-Jahren wurden nach und nach immer mehr Frauen politisch aktiv. Mutige Frauen kämpften in der Bundesrepublik Deutschland darum, ihren Stimmen in der Politik Gehör zu verschaffen. Sie waren konfrontiert mit massiven männlichen Abwehrreaktionen, die von platten Vorurteilen bis zu offener sexueller Diskriminierung reichten. Wie ungeniert viele Männer Politikerinnen verhöhnten, beleidigten und bedrohten, wie frauenfeindlich das politische Establishment damals war, zeigen sorgsam ausgewählte und teilweise schockierende Archivaufnahmen. Sie zeigen aber auch, wie mutig, überlegt, kenntnisreich und humorvoll Frauen aller Parteien darauf reagierten.
D 2020 / OF / 99 Min. / Regie: Torsten Körner
So 13.04., 18:00 / Mo 21.04., 15:0
Filme von Regisseur*Innen zum internationalen feministischen Kampftag
Ausstellung in der Galerie im Alten Wiehrebahnhof
Es ist der Wandel und der Aufbruch, die Leichtigkeit und das Spielerische, das Saskia Derksens Frauenfiguren verkörpern. Ihre Skulpturen bestehen aus Fundstücken von Schrottplätzen und aus der Natur: Strandgut, Metall, Holz, Stein, Pflanzen, Blattgold.
Manche Figuren drängen sich gleich zu Beginn auf, manche müssen wachsen, bis sie stimmig sind. So entstand 2019 ihre erste Frauenskulptur – eine Tänzerin. Seitdem sind viele neue hinzugekommen. Was sie verbindet? Licht und Schatten. Das Schwere und das Leichte. Die Balance. Mal stehen die Figuren stärker im Kontrast, mal weniger, aber Saskia Derksen arbeitet die Dinge von allen Seiten her zu Ende. Das ist auch ihre Devise als Schmuck- und Objektkünstlerin. Zur Skulptur kam sie erst spät, aber das Plastische war immer schon da, ist gereift und hervorgebrochen. Und nun brauchen die Frauenfiguren Räume, um unter sich zu sein.
Öffnungszeiten: Di 18:00-00:00, Mi 13:00-00:00, Do-Fr jew. 16:00-00:00, Sa 09:00-00:00, So 12:00-00:00
Ausstellung in der Galerie im Alten Wiehrebahnhof
Kinderkino
Zuckende Blitze, ein Donner und die Mattisburg bricht mitten entzwei. In genau diesem Augenblick wird Ronja, die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis, geboren. Als sie mit elf Jahren zum ersten Mal in den großen dunklen Mattiswald hinauswill, ist ihr Vater zunächst sehr besorgt. Doch Ronja ist mutig, kein Wesen des Mattiswaldes fürchtet sie, und – wer keine Furcht zeigt, dem können weder Graugnome noch Rumpelwichte etwas anhaben. Auf einem ihrer Spaziergänge trifft sie auf den elfjährigen Jungen Birk, Sohn des Erzfeindes ihres Vaters, Borka. Mattis ist außer sich vor Wut, als er von seiner Tochter erfährt, dass Borka und seine Bande im anderen Teil der Burg leben. Doch gegen den Willen ihres Vaters werden Ronja und Birk große Freunde. So sehr die Erwachsenen auch gegen diese Freundschaft ankämpfen, Ronja und Birk bleiben so mutig, zueinander zu halten und trotz vieler Widrigkeiten gibt es ein glückliches Ende …
Schweden, Norwegen 1984 / 121 Min. / Regie: Tage Danielsson / empfohlen ab 8 Jahren //
So 13.04., 15:00 / So 20.04., 15:00
Kinderkino
Kurzfilmpremiere mit Live-Musik
TÜR …
Nachdem Leon einer Party entflieht, begibt er sich auf einen nächtlichen Spaziergang, der ihn in eine surreale Welt entführt. Zwischen skurrilen Theaterkulissen und grünem Nebel wird er mit seiner Vergangenheit – und damit seiner eigenen Vergänglichkeit – konfrontiert. Je tiefer er eintaucht in diese Nostalgie, desto klarer wird ihm: Um weiterzukommen, muss er fort.
TÜR … ist ein bunter, surrealer Kurzfilm. Als Rahmenprogramm präsentieren verschiedene Musiker*innen ein breites Feld unterschiedlichster Klänge.
D 2024 / Buch & Regie: Joris Bürger / Director of Photography: Leonard Wölfl / Musik: Tillman Duft / Mit Arjuna Hummert, Laura Beck, Victor
Nachdem Leon einer Party entflieht, begibt er sich auf einen nächtlichen Spaziergang, der ihn in eine surreale Welt entführt. Zwischen skurrilen Theaterkulissen und grünem Nebel wird er mit seiner Vergangenheit – und damit seiner eigenen Vergänglichkeit – konfrontiert. Je tiefer er eintaucht in diese Nostalgie, desto klarer wird ihm: Um weiterzukommen, muss er fort.
TÜR … ist ein bunter, surrealer Kurzfilm. Als Rahmenprogramm präsentieren verschiedene Musiker*innen ein breites Feld unterschiedlichster Klänge.
D 2024 / Buch & Regie: Joris Bürger / Director of Photography: Leonard Wölfl / Musik: Tillman Duft / Mit Arjuna Hummert, Laura Beck, Victor Calero
Sa 12.04., 23:00 / zu Gast: Joris Bürger
Kurzfilmpremiere mit Live-Musik
David Lynch – Werkschau
Nikki Grace (Laura Dern) erhält die Chance auf ein Comeback. Der Film sollte schon einmal gedreht werden, doch die damaligen Hauptdarsteller*innen kamen bei den Dreharbeiten ums Leben. Liegt ein Fluch auf dem Film, um den Film, in dem Film? Zeit, Raum, Fiktion, Wirklichkeit – ist alles fließend und verbunden wie im Traum?
Mit INLAND EMPIRE verfolgt David Lynch seine eingeschlagene Richtung konsequent weiter und lotet die Grenzen des Mach- und Verstehbaren des Kinos aus. Mehr als je zuvor entzieht er sich jeder Interpretation, verunsichert zutiefst und zieht dennoch mit den geradezu magischen Mitteln des Kinos in seinen Bann.
USA 2006 / OmU / 180 Min. / Regie, Kamera, Buch, Musik: David Lynch / Mit Laura Dern, Justin Theroux, Grace Zabriskie, Harry Dean Stanton //
Sa 12.04., 19:30, mit Einführung / So 20.04, 20:00
David Lynch – Werkschau
resonance: Musik & Film
Bob Dylan
Donn Alan Pennebaker gilt vielen als Pionier des Konzertfilms. Seine Dokumentation DON’T LOOK BACK über die erste Auslandstournee des damals gerade berühmt gewordenen Bob Dylan in England 1965 war weit mehr als ein Abfilmen von Bühnenauftritten. D.A. Pennebaker richtete seine Kamera auf das, was Backstage geschah, sein Film zeigt Dylan während Interviews mit Journalisten, mit Fans und wie er mit seiner damaligen Lebensgefährtin Joan Baez gemeinsam in einem Hotelzimmer singt. Mit seinem Stil, mit Handkamera und Originalton zu filmen, führte er das französische Cinéma Vérité in die US-amerikanische Popkultur ein.
USA 1967 / OF / 96 Min. / Regie: D. A. Pennebaker / Mit Bob Dylan, Albert Grossman, Bob Neuwirth, Joan Baez, Alan Price
Fr 11.04. 22:00 / Sa 19.04, 21:30
resonance: Musik & Film
Bob Dylan
Die Textilindustrie gilt als eine der umweltschädlichsten Industrien der Welt und ist insbesondere für starke Wasserverschmutzung und daraus resultierende Wasserknappheit in den Produktionsländern verantwortlich. Außerdem werden durch das Waschen und das falsche Entsorgen getragener Kleidung die Wasserkreisläufe mit Chemikalien und Mikrofasern verschmutzt.
RIVERBLUE folgt dem Umweltschützer Mark Angelo über den ganzen Globus und erzählt von der Zerstörung unserer Flüsse, den Folgen für die Menschheit und Lösungsansätzen, die alle Hoffnung auf eine nachhaltige Zukunft lenken. Der Dokumentarfilm macht auf die Zerstörung einiger der weltweit vitalsten Flüsse durch Textilproduktion aufmerksam, fordert aber auch signifikante Veränderungen – insbesondere von den großen Modemarken.
Kanada 2017 / OmeU / 95 Min. / Regie: Roger Williams, David McIlvride
Fr 11.04., 19:30, zu Gast: Marie Wekel, Co-Directorin bei der Clean Water-Organisation Drip by Drip
Fashion Revolution Week
resonance: Musik & Film
Bob Dylan ist nicht hier und auch nicht dort, weder ein Folksänger, noch eine Galionsfigur der Protestbewegung. Er will sich nirgends erkannt wissen – außer in seinen Texten und in seiner Musik. Mit seinem Publikum und seinen Fans spielt er ein Spiel, indem er ihnen immer dann, wenn sie glauben, ihn verstanden zu haben, ein spöttisches „I’m not there“ entgegen singt. Todd Haynes entgeht in seinem Film der Gefahr, aus den vielen Widersprüchen der verschlossenen Person und des wandlungsfähigen Künstlers ein beklemmendes Korsett zu formen und spielt Dylans Spiel mit einer Dekonstruktion weiter: Er verzichtet auf eine chronologische Erzählung und setzt der Unentscheidbarkeit mehrere (Star-)Schauspieler*innen entgegen. Sie alle spielen diese Figur, deren Namen im Film nicht einmal erwähnt wird. Am Ende kommt der vielleicht beste und daher von Dylan selbst autorisierte Film über ihn heraus.
USA, Deutschland 2007 / OmU / 136 Min. / Regie: Todd Haynes / Mit Christian Bale, Cate Blanchett, Heath Ledger, Charlotte Gainsbourg
Do 10.04., 21:30 / Sa 19.04., 19:00
resonance: Musik & Film
Totone ist jung, temperamentvoll, unbekümmert. Seine Zeit verbringt er am liebsten mit seinen Kumpels, geht tanzen und flirten. Bis die Realität ihn einholt. Plötzlich muss er Verantwortung für seine kleine Schwester und den runtergekommenen, elterlichen Hof im französischen Jura übernehmen. Um für den Lebensunterhalt zu sorgen, schmiedet er einen Plan: Er will den besten Comté-Käse herstellen. Immerhin winken dem Jahrgangssieger außer einer Goldmedaille 30.000 Euro Preisgeld. Unterstützt wird Totone von seinen Freunden, seiner Schwester und von seiner großen Liebe Marie-Lise. Auch wenn die nicht immer ganz exakt in die fragwürdigen Methoden von Totone eingeweiht ist.
Ein Film über die Liebe, das Landleben in all seiner Schönheit, aber auch all seiner Rauheit. Ohne kitschige Überhöhung und mit großer Empathie für seine wunderbaren Charaktere. Für ihren Debütfilm wurde Louise Courvoisier 2024 in Cannes mit dem „Prix de la Jeunesse“ ausgezeichnet.
F 2024 / OmU / 90 Min. / Regie: Louise Courvoisier //
Do 10.04., 19:30, Einführung: Flavien Le Bouter
ciné club
Filme von Regisseur*Innen zum internationalen feministischen Kampftag
Am 24. Oktober 1975 steht in Island alles still. Kein Geschäft ist geöffnet, keine Zeitung erscheint, kein Geschirr wird gespült. Die isländischen Frauen befinden sich im Streik. Sie wollen nicht länger hinnehmen, dass ihre Arbeit in Betrieb und Familie unterbewertet, ihre Stimme nicht gehört und ihnen Zugang zu wichtigen Bereichen der Gesellschaft verwehrt wird. Unglaubliche 90 Prozent beteiligen sich und der Tag geht in die Geschichte ein.
Der Dokumentarfilm lässt die Protagonistinnen zu Wort kommen und zeigt, wie aus einer einfachen Idee eine Revolution wurde. Heute ist Island in puncto Gleichstellung eines der fortschrittlichsten Länder der Welt.
Island, USA 2024 / OmU / 71 Min. / Regie: Pamela Hogan, Hrafnhildur Gunnarsdottir //
Mi 09.04., 21:30 //
Filme von Regisseur*Innen zum internationalen feministischen Kampftag
Eine Dokumentation über Frauen-Grappling (Ringsport) in Iran, den Herrschaftsanspruch der Mullahs auf Frauenkörper und den Widerstand dagegen. Wie Frauen gegen diese Gewalt und Dominanz Widerstand leisten, zeigt dieser großartige Dokumentarfilm. Über tausend junge Frauen sind in dieser sportlichen Disziplin international erfolgreich, weil der Weltsportverband den Iran zwingt, Ringen für Frauen zuzulassen. In der vom Staat vorgeschriebenen islamischen Sportbekleidung ringen die mutigen Sportlerinnen für ihre Rechte, als eine Nachricht eine internationale Krise für den iranischen Ringsport auslöst und sie ihren wichtigsten Unterstützer verlieren. Ende 2022 wurde Regisseurin Mojgan Ilanlou im berüchtigten Gefängnis Evin inhaftiert. Wie viele andere hatte sie sich mit den Demonstrierenden solidarisiert, den Protesten angeschlossen und das iranische Regime offen kritisiert. Sie wurde 2023 amnestiert, aber zwischenzeitlich auch wieder inhaftiert. Derzeit ist sie auf freiem Fuß.
Iran 2022 / OmeU / 72 Min. / Regie: Mojgan Ilanlou / Mit: Maryam Eram, Zahra Yazdani, Fateme Kadkhoda, Mehda Haddadi, Yegane Garib Susan Soleiman Asiye Shojae //
Mi 09.04., 19:30, Einführung: fz* - feministisches zentrum
Filme von Regisseur*Innen zum internationalen feministischen Kampftag
Gute Besserung!? Filmreihe Kritische Medizin
AVERROES & ROSA PARKS
Averroès und Rosa Parks heißen zwei Abteilungen der Klinik für Psychiatrie Esquirol in Paris. Sie gehören zum selben Verbund wie die auf der Seine schwimmende Tagesklinik Adamant, die im Zentrum von Nicolas Philiberts letztem Film stand. In seinem neuen Film setzt er seine Beschäftigung mit dem Thema fort. In Einzelinterviews und Gesprächen zwischen Patient*innen und Betreuer*innen zeigt der Filmemacher eine Form von psychiatrischer Arbeit, die dem Wort der Patient*innen viel Raum gibt. Stück für Stück öffnen sich die Türen in deren Welten. Der Film geht der Frage nach, wie sich mit den Möglichkeiten eines an seine Grenzen kommenden Gesundheitssystems für benachteiligte Menschen ein Platz in der Gesellschaft einräumen lässt.
In Kooperation mit Kritische Medizin Freiburg.
F 2024 / OmU / 143 Min. / Regie: Nicolas Philibert //
Di 08.04.25, 19:30, mit Einführung
Gute Besserung!? Filmreihe Kritische Medizin
Am 7. April 2025 jährt sich der Todestag der Freiburger Filmemacherin Gesine Meerwein zum 20. Mal. Mit dem Dokumentarfilm BILDER, DIE BLEIBEN möchten wir an diesem Abend an Gesine erinnern.
Gesine Meerwein ist 45 Jahre alt. Sie lebt mit unberechenbaren Schmerzschüben und mit der Diagnose „schnellwachsende Metastasen“. Fast vier Jahre lang rechnet sie damit, bald sterben zu müssen. Offen und eigenwillig setzt sie sich mit Tod und Bestattung auseinander. Sie bindet ihr Freundinnennetz und ihre Familie in diesen intensiven Prozess ein. Als die Dreharbeiten für den Film beginnen, weiß niemand, dass es jetzt tatsächlich die letzten drei Monate ihres Lebens sind.
In Kooperation mit der Hospizgruppe Freiburg e.V.
D 2007 / OF / 52 Min. / Regie: Katharina Gruber, Gisela Tuchtenhagen //
Mo 07.04., 19:00, zu Gast: Die Filmemacherinnen Katharina Gruber und Gisela Tuchtenhagen /
Nach dem Film sind alle zu einem Glas Sekt eingeladen
Ein Filmabend zu Gesine Meerwein
Kinderfilmsichtung
Neue Kinderfilme im Verleih des BJF gemeinsam sichten, besprechen und bewerten. Wir laden zum Erfahrungsaustausch und Praxisgesprächen zwischen Kinderkino-Veranstalter*innen. Neben Vorführungen im Kinosaal des Kommunalen Kinos bestehen Möglichkeiten zur individuellen Sichtung weiterer, vorliegender Filme (auch Wunschtitel).
In der Filmreflexion entwickeln die Teilnehmenden Ideen für Filmgespräche, Spiel- und Begleitaktionen. Aktuelle eigene Projekte können von den Teilnehmenden vorgestellt werden und allgemeine Informationen zur Arbeit und den Angeboten des BJF werden gegeben.
Zielgruppe:
Mitglieder des BJF-Landesverbands Baden-Württemberg und alle, die sich für Kinderfilme interessieren und/oder Kinderfilm-Veranstaltungen organisieren wollen.
Das Seminar ist auch ein Einstieg in die Programm- und Zielgruppenarbeit für Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, Kultur-Initiativen, Kirchengemeinden, nichtgewerbliche Kinos und Filmveranstalter*innen
Eine Veranstaltung vom Freiburger Kinderfilmring in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Kino
Sa 05.04., 10:00-17:00, Moderation: Günther Kinstler, BJF-Vorsitzender und Medienpädagoge //
Anmeldung: 0179-2240404 (Freiburger Kinderfilmring/ Projektbüro Kinder- und JugendKino) oder KFR-Freiburg@email.de //
Kinderfilmsichtung
Am helllichten Tag macht Student Jeffrey einen grausigen Fund: Auf einer Wiese liegt ein abgetrenntes menschliches Ohr. Die obsessiven Nachforschungen mit der Polizistentochter Sandy bringen ihn zu der verführerischen Nachtclubsängerin Dorothy und dem drogensüchtigen Sadisten Frank. Bald ist Jeffrey in einer ihm unbekannten, verstörenden Welt, in einem mörderischen Bann voller abgründiger Leidenschaft und Gewalt …
Mit BLUE VELVET schuf David Lynch ein Meisterwerk – eine virtuose Mischung aus Psychothriller, Surrealismus und modernem Film Noir. Schmucke Vorgärten, wohlerzogene Schulkinder und Menschen, die liebevoll ihren Rasen pflegen, eine typisch amerikanische Kleinstadt – mit finsterem Abgrund.
Für die Filmfestspiele in Venedig zu skandalös, für die Oscars nominiert, findet sich das zum Kultfilm aufgestiegene Werk auf allen relevanten Listen über die besten Filme aller Zeiten.
USA 1986 / OmU / 115 Min. / Regie: David Lynch / Mit Isabella Rossellini, Kyle MacLachlan, Laura Dern, Dennis Hopper //
Sa 05.04., 19:30, mit Einführung
Werkschau David Lynch
Am 24. Oktober 1975 steht in Island alles still. Kein Geschäft ist geöffnet, keine Zeitung erscheint, kein Geschirr wird gespült. Die isländischen Frauen befinden sich im Streik. Sie wollen nicht länger hinnehmen, dass ihre Arbeit in Betrieb und Familie unterbewertet, ihre Stimme nicht gehört und ihnen Zugang zu wichtigen Bereichen der Gesellschaft verwehrt wird. Unglaubliche 90 Prozent beteiligen sich und der Tag geht in die Geschichte ein.
Der Dokumentarfilm lässt die Protagonistinnen zu Wort kommen und zeigt, wie aus einer einfachen Idee eine Revolution wurde. Heute ist Island in puncto Gleichstellung eines der fortschrittlichsten Länder der Welt.
Island, USA 2024 / OmU / 71 Min. / Regie: Pamela Hogan, Hrafnhildur Gunnarsdottir //
Fr 04.04., 22:00 / Mi 09.04., 21:30 //
Filme von Regisseur*Innen zum internationalen feministischen Kampftag
Nach vielen Jahren des Kampfes will sich der Schwertkämpfer Li Mu Bai zurückziehen und übergibt sein Schwert „Grünes Schicksal“ an seine geheime und unerfüllte Liebe Yu Shen Len. Doch das Schwert wird gestohlen von der jungen und schönen Jen, die aus unerfüllter Liebe zum Rebellen Lo ebenfalls Schwertkämpferin werden will. Sie alle haben einen gemeinsamen Feind: die berüchtigte Jade Fuchs.
Grundlage für Ang Lees Historienstück, mit dem er nach China und Taiwan zurückkehrte, ist ein vielbändiger Roman von Wang Du Lu vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Seine Themen sind zeitlos: die unerfüllte große Liebe, Rache und Verzeihen, die Ungeduld der Jugend und die Weisheit des Alters. Eine Mischung aus Märchen, Martial Arts, Abenteuer, Actionfilm und Meditation mit atemberaubenden Kampfszenen und beeindruckenden Bildern der Wüsten- und Bergwelt Chinas und Taiwans.
Hongkong, USA, Taiwan 2000 / OmU / 120 Min. / Regie: Ang Lee / Mit Chow Yun-Fat, Michelle Yeoh, Zhang Zi-Yi //
Sa 05.04., 22:00 (OmU)
Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor
Nach vielen Jahren des Kampfes will sich der Schwertkämpfer Li Mu Bai zurückziehen und übergibt sein Schwert „Grünes Schicksal“ an seine geheime und unerfüllte Liebe Yu Shen Len. Doch das Schwert wird gestohlen von der jungen und schönen Jen, die aus unerfüllter Liebe zum Rebellen Lo ebenfalls Schwertkämpferin werden will. Sie alle haben einen gemeinsamen Feind: die berüchtigte Jade Fuchs.
Grundlage für Ang Lees Historienstück, mit dem er nach China und Taiwan zurückkehrte, ist ein vielbändiger Roman von Wang Du Lu vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Seine Themen sind zeitlos: die unerfüllte große Liebe, Rache und Verzeihen, die Ungeduld der Jugend und die Weisheit des Alters. Eine Mischung aus Märchen, Martial Arts, Abenteuer, Actionfilm und Meditation mit atemberaubenden Kampfszenen und beeindruckenden Bildern der Wüsten- und Bergwelt Chinas und Taiwans.
Hongkong, USA, Taiwan 2000 / DF / 120 Min. / Regie: Ang Lee / Mit Chow Yun-Fat, Michelle Yeoh, Zhang Zi-Yi //
Fr 04.04., 19:30 (DF), Einführung: Susanne Bregulla-Kuhn / Sa 05.04., 22:00 (OmU) //
Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor
Vom postindustriellen Schwarzweiß-Horror in ERASERHEAD über die verdorbenen Kleinstadtidyllen in BLUE VELVET und TWIN PEAKS bis zu den mysteriösen Höllenfahrten von LOST HIGHWAY und MULHOLLAND DRIVE: David Lynch hat das Kino geprägt. Sein aus den Mythen Amerikas gespeister Stil hat eine eigene Kategorie hervorgebracht: „lynchian“ oder „lynchesk“ beschreibt surreale Erzählweisen, vielschichtige Charaktere und hochatmosphärische Welten in unverkennbarer Bildsprache zwischen Schönheit und Schrecken. Mit dem Filmkritiker Patrick Wellinski und einem weiteren Gast widmen wir uns Werk und Leben des Regisseurs, Malers und Musikers.
In Kooperation mit dem Carl-Schurz-Haus
Der freie Filmkritiker, Kulturjournalist und Moderator Patrick Wellinski (geb. 1986 in Braunschweig) wuchs in Berlin auf. Er studierte Geschichte und Theaterwissenschaft an der FU Berlin und Journalistik an der Universität Leipzig. Schon während des Studiums war er als freischaffender Filmkritiker und Journalist tätig. Er moderiert und arbeitet vor allem für Radioprogramme des Deutschlandradios. Dort ist er in erster Linie als Moderator, Kritiker und Redakteur für das wöchentliche Filmmagazin „Vollbild“ zuständig und berichtet von den wichtigsten nationalen und internationalen Festivals über das weltweite Filmgeschehen.
Do 03.04., 19:30, zu Gast: Patrick Wellinski (Deutschlandfunk Kultur), N. N. / Moderation: René Freudenthal //
David Lynch – Werkschau
Werkschau David Lynch
Am helllichten Tag macht Student Jeffrey einen grausigen Fund: Auf einer Wiese liegt ein abgetrenntes menschliches Ohr. Die obsessiven Nachforschungen mit der Polizistentochter Sandy bringen ihn zu der verführerischen Nachtclubsängerin Dorothy und dem drogensüchtigen Sadisten Frank. Bald ist Jeffrey in einer ihm unbekannten, verstörenden Welt, in einem mörderischen Bann voller abgründiger Leidenschaft und Gewalt …
Mit BLUE VELVET schuf David Lynch ein Meisterwerk – eine virtuose Mischung aus Psychothriller, Surrealismus und modernem Film Noir. Schmucke Vorgärten, wohlerzogene Schulkinder und Menschen, die liebevoll ihren Rasen pflegen, eine typisch amerikanische Kleinstadt – mit finsterem Abgrund.
Für die Filmfestspiele in Venedig zu skandalös, für die Oscars nominiert, findet sich das zum Kultfilm aufgestiegene Werk auf allen relevanten Listen über die besten Filme aller Zeiten.
USA 1986 / OmU / 115 Min. / Regie: David Lynch / Mit Isabella Rossellini, Kyle MacLachlan, Laura Dern, Dennis Hopper //
Do 03.04., 21:30 / Sa 05.04., 19:30, mit Einführung //
Werkschau David Lynch