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Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor
Thomas „Babe“ Levy konzentriert sich auf seine Dissertation über die jüngere US-amerikanische Geschichte sowie auf sein Training für die Teilnahme am Marathon-Lauf. In Gedanken nur allzu häufig mit dem Tod seines Vaters beschäftigt, der unter den Repressalien der so genannten McCarthy-Ära litt, wird der ahnungslose Babe in die dubiosen Geschäfte des ehemaligen KZ-Arztes Christian Szell verwickelt, an denen offensichtlich auch sein Bruder „Doc“ Levy beteiligt ist. Und die hübsche Elsa Opel hat auch etwas zu verbergen …
Ein spannender Klassiker politisch-krimineller Intrigen, brillant gespielt von Dustin Hofmann und Laurence Olivier.
USA 1976 / DF / 125 Min. / Regie: John Schlesinger / Mit Dustin Hoffman, Laurence Olivier, Roy Scheider, Marthe Keller //
Fr 14.03., 19:30, Referentin: Angelika Sandholz //
Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor
Filme von Regisseur*innen zum internationalen feministischen Kampftag – Film des Monats
Am 24. Oktober 1975 steht in Island alles still. Kein Geschäft ist geöffnet, keine Zeitung erscheint, kein Geschirr wird gespült. Die isländischen Frauen befinden sich im Streik. Sie wollen nicht länger hinnehmen, dass ihre Arbeit in Betrieb und Familie unterbewertet, ihre Stimme nicht gehört und ihnen Zugang zu wichtigen Bereichen der Gesellschaft verwehrt wird. Unglaubliche 90 Prozent beteiligen sich und der Tag geht in die Geschichte ein.
Der Dokumentarfilm lässt die Protagonistinnen zu Wort kommen und zeigt, wie aus einer einfachen Idee eine Revolution wurde. Heute ist Island in puncto Gleichstellung eines der fortschrittlichsten Länder der Welt.
Island, USA 2024 / OmU / 71 Min. / Regie: Pamela Hogan, Hrafnhildur Gunnarsdottir //
Sa 08.03., 19:30 (Vorpremiere) / Do 13.03., 21:30 / So 16.03., 17:30 / Mo 17.03., 19:30 (Zusatzvorstellung) / Do 27.03., 19:30 //
Filme von Regisseur*innen zum internationalen feministischen Kampftag
Film des Monats
ciné club
Die Kinderbuchillustratorin Juliette kehrt aus Paris in ihren Heimatort in der französischen Provinz zurück. Dort hofft sie auf zwei entspannte Wochen im Kreise ihrer Familie. Stattdessen trifft sie auf ihre Schwester, die mitten in einer existentiellen Krise steckt, ihren liebevollen, aber etwas launischen Vater, ihre Mutter, die gerade das Thema New Age für sich entdeckt hat – und auf ihre geliebte Großmutter, die sich mit ihrem neuen Leben in einem Pflegeheim anfreunden muss. Und dann ist da noch der freundliche, etwas einsame Pollux, der zufällig Juliettes Weg kreuzt…
In ihrer charmanten, warmherzigen Komödie erzählt die französische Regisseurin Blandine Lenoir („Madame Aurora und der Duft von Frühling“) auf tiefsinnige und gleichzeitig sehr unterhaltsame Weise eine Geschichte über familiäre Beziehungen, die Suche nach dem Sinn im eigenen Leben und über die kleinen Absurditäten des Alltags.
F 2024 / OmU / 96 Min. / Regie: Blandine Lenoir //
Do 13.03., 19:30, Einführung: Flavien Le Bouter
ciné club
Der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg, Projekt ReFIT Freiburg, präsentiert im Rahmen des Internationalen Frauentags eine neue, partizipative Studie mit Fokus auf Bildungsbiografien von Frauen mit Romani-Hintergrund in Freiburg, deren Erfahrungen und Strategien wichtige Hinweise für notwendige, strukturelle Veränderungen liefern. Anschließend laden die Veranstalter*innen zum Austausch mit dem Studienteam (Prof. Dr. Karin Cudak - HAWK, Verena Lehmann), den Interviewerinnen und dem Publikum ein.
Im Rahmen des Internationalen Frauentags in Kooperation mit dem VDSR Baden-Württemberg, Projekt ReFIT Freiburg
Fr 14.03., 19:00, Moderation: Luisa Lindenthal //
Vortrag & Diskussion
Resonance: Musik & Film
Marie Losier hat die Kanadierin Merrill Nisker, die queerfeministische Ikone Peaches, 17 Jahre lang filmisch begleitet. Entstanden ist ein intimes Porträt mit exklusivem Archivmaterial, elektrisierenden Konzerten, und ihrem furchtlosen Forschen auf und abseits der Bühne.
„Peaches stellt die Grenzen ihrer Identität ständig in Frage und definiert sie neu. Ihre Arbeit ist engagiert, rebellisch und spielerisch und hat eine unverschämte, freche Kraft. Das Bedürfnis zu experimentieren, sich neu zu erfinden, das Bedürfnis, voll und frei zu leben und sich den Normen und Feindseligkeiten zu stellen, indem man liebt, tanzt und kreiert, steht im Mittelpunkt meiner Arbeit.“ (Marie Losier)
Belgien, Frankreich 2024 / OmeU / 73 Min. / Regie: Marie Losier //
Mi 12.03., 21:30 / Sa 22.03., 21:30 //
Resonance: Musik & Film
Filme von Regisseur*innen zum internationalen feministischen Kampftag
Ein kollektives, filmisches Porträt über 50 Individuen, die eine ungewollte Schwangerschaft abgebrochen haben. In Deutschland, wo Abtreibungen immer noch als Straftat gelten, wird der Zugang weiterhin erschwert durch einen bundesweiten Ärzt*innenmangel sowie ein sich ausbreitendes Netzwerk christlicher Fundamentalist*innen. Der Film blickt über die Pro- bzw. Anti-Choice-Dichotomie hinaus, um kritisch zu hinterfragen, was es überhaupt bedeutet, eine freie Entscheidung zu treffen.
D 2021 / OF / 98 Min. / Regie: Sarah Dutsch //
Mi 12.03., 19:30, Einführung durch die FLINTA*-Gruppe FemVer //
Filme von Regisseur*innen zum internationalen feministischen Kampftag
Comedy Flex
Authentisch, witzig nahbare Stand Up Comedy ist mittlerweile auch in Deutschland angekommen und lässt kein Auge trocken. Lustige Alltagsgeschichten, absurde Beobachtungen und überraschende Perspektiven liefern Pointe über Pointe.
Comedy Flex holt neben aus (Fernseh-)Shows bekannten Comedians auch die heißesten Newcomer*innen auf die Bühne. So sieht das Publikum neben den Sternchen von heute auch die Stars von morgen!
Comedy Flex liefert Stand Up Comedy vom Feinsten, trainiert die Lachmuskeln des Publikums und lässt ganz nebenbei die Alltagssorgen verschwinden. Lachen ist schließlich die beste Medizin… sagt die Wissenschaft!
(Kabarett. Comedy. Songs.)
Irgendwas ist immer!
Punkt.
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Was auch? Wer kennt nicht all die großen Kleinigkeiten und kleinen Großartigkeiten, die unsere Lebens- und Alltagspläne durchkreuzen? Die Fahrradkette, die plötzlich reißt, politische Hiobsbotschaften, der ungewollte Spruch im Glückskeks, oder eine Zahnfüllung, die spontan beschließt ab sofort irgendwo ein anderes Dasein zu fristen.
Wir alle sind damit nicht alleine. Und um das ein für allemal klarzustellen, steht Ansgar Hufnagel in selbstironisch fluffig pointierter Manier auf der Bühne und erzählt von seiner Version des Ganzen. Vom Chaos in seinem Kopf. Und dem Chaos um sich herum.
Humorvoll, treffend und balancierend zwischen Kabarett, Comedy und Songs.
Best of Comedy Flex
Die beliebte Stand Up Comedy Reihe „Comedy Flex“ kommt mit einer Best of Show in das E-WERK Freiburg.
Comedy Flex liefert Stand Up Comedy vom Feinsten, trainiert die Lachmuskeln des Publikums und lässt ganz nebenbei die Alltagssorgen verschwinden.
Lachen ist schließlich die beste Medizin… sagt die Wissenschaft!
Host und Moderator hat ein einzigartiges Line Up zusammengestellt und bekannte Comedians aus dem Deutschsprachigen Raum eingeladen.
Mit dabei sind:
Pegah Meggendorfer
Die Halb-Iranerin Pegah Meggendorfer verarbeitet auf der Bühne
traumatische Erlebnisse wie die Bundesjugendspiele und erzählt Ulkiges aus ihrem Alltag.
Charmant thematisiert sie die Widersprüche ihres Lebens zwischen ehrgeiziger Karriere im
Journalismus und Auftritten auf besoffenen Volksfesten.
Jochen Prang
Stand-up Comedian Jochen Prang ist sein Leben lang schon Punkrocker.
Wild und zügellos!
Nur ist er jetzt auch zweifacher Vater und lebt in einem Reihenhaus in Stuttgart.
Er tritt in Live-Formaten wie NightWash oder dem Quatsch Comedy Club auf und ist regelmäßig im TV zu sehen – u.a. als Moderator des ZDF-Formats Chaos Comedy Club.
Kristina Bogansky
Kristina Bogansky ist seit 2017 deutschlandweit mit ehrlicher Stand Up Comedy unterwegs.
Bogansky ist moderne Alleinerziehende, also Mutter und Vater in einem und da entwickelst du entweder einen großen Sinn für Humor oder wirst professionelle Wahnsinnige.
Sie hat sich für beides entschieden.
Ist nicht immer einfach, aber immer ehrlich.
1000 Perspektiven aufs Leben, etwas böse, immer selbstironisch und vor allem unfassbar lustig.
Sezer Oglu
Sezer Oglu ist ein aufstrebender Stand-Up Comedian aus Stuttgart, der mit seinem ruhigen, originellen Humor und seinen Beobachtungen des Alltags das Publikum begeistert.
Inspiriert von amerikanischem Vorbild, schafft er es, das Gewöhnliche in Außergewöhnliches zu verwandeln und sorgt für herzhaftes Lachen bei seinen Zuschauern.
(Kabarett. Comedy. Songs.)
Irgendwas ist immer!
Punkt.
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Was auch? Wer kennt nicht all die großen Kleinigkeiten und kleinen Großartigkeiten, die unsere Lebens- und Alltagspläne durchkreuzen? Die Fahrradkette, die plötzlich reißt, politische Hiobsbotschaften, der ungewollte Spruch im Glückskeks, oder eine Zahnfüllung, die spontan beschließt ab sofort irgendwo ein anderes Dasein zu fristen.
Wir alle sind damit nicht alleine. Und um das ein für allemal klarzustellen, steht Ansgar Hufnagel in selbstironisch fluffig pointierter Manier auf der Bühne und erzählt von seiner Version des Ganzen. Vom Chaos in seinem Kopf. Und dem Chaos um sich herum.
Humorvoll, treffend und balancierend zwischen Kabarett, Comedy und Songs.
Trans*topia – Filme zu trans normalen Lebensgeschichten
Chrishaun Reed „CeCe“ McDonald wird angegriffen und verteidigt ihr Leben. Dabei wird ein Mann getötet, woraufhin sie in einem Männer-Gefängnis inhaftiert wird. Die Schauspielerin Laverne Cox kämpft um CeCes Freilassung. Im Interview mit CeCe wird deutlich, welcher Gewalt trans* Frauen, insbesondere Schwarze und trans* Frauen of Color ausgesetzt sind. Die Dokumentation schafft es dabei, CeCes Geschichte zu erzählen und dabei auf stereotype Erzählungen zu verzichten. Denn CeCe ist nicht nur Überlebende, sondern auch Aktivistin: Sie kämpft für die Rechte von trans* Personen und kritisiert strukturellen Rassismus und Transmisogynie.
USA 2016 / Engl. OF mit engl. UT / 100 Min. / Regie: Jac Gares //
Di 11.03., 19:30, anschließend Filmgespräch mit Menschen, die bei TransAll aktiv sind
Trans*topia – Filme zu trans normalen Lebensgeschichten
Was können 8 x 8 Zentimeter große Stickereien in einem Land bewegen, das von Not, Unfreiheit und den radikalen Vorstellungen der Taliban geprägt ist? Der Dokumentarfilm NADELSTICHE erzählt die beeindruckende Geschichte des Stickprogramms Guldusi.
Rund 70 Kilometer nördlich von Kabul in Afghanistan, bietet dieses Programm 200 Frauen in drei Dörfern einen Lichtblick. Unter der Leitung von Pascale Goldenberg, die seit zwei Jahrzehnten unermüdlich für die Rechte und die kreative Entfaltung dieser Frauen kämpft, schafft das Projekt mehr als nur Einkommen: Es gibt Hoffnung, Selbstbewusstsein und die Möglichkeit, Traditionen neu zu interpretieren.
Die handgestickten Motive reisen von Afghanistan nach Europa und erzählen Geschichten von Mut und Überlebenswillen. Gleichzeitig inspirieren sie europäische Künstlerinnen und Handwerkerinnen, indem sie kulturelle Brücken schlagen. Guldusi ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie interkulturelle Zusammenarbeit trotz aller Hindernisse möglich ist – eine Hommage an die Stärke der afghanischen Frauen.
NADELSTICHE ist nicht nur ein Film über textile Kunst, sondern eine Botschaft der Solidarität und ein Statement für Menschenrechte. Gedreht über drei Jahre, zeigt er, wie kleine Schritte große Wirkung entfalten können – trotz der Grenzen, die eine Filmkamera in Afghanistan nicht überschreiten darf. Dieser Film ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass Kreativität und Widerstand Hand in Hand gehen können.
Gestickte Exponate aus Afghanistan können vor und nach dem Film angeschaut und auch käuflich erworben werden.
Im Rahmen des Internationalen Frauentags, veranstaltet von FAIRburg e.V. und der Frauenkommission des Migrantinnenbeirats der Stadt Freiburg
D 2024 / DF + OmU / 67 Min. / Regie: Peter Ohlendorf //
Mo 10.03., 19:00 //
Filme von Regisseur*Innen zum internationalen feministischen Kampftag
Das Werk der belgischen Regisseurin, Installationskünstlerin und Schriftstellerin Chantal Akerman (1950 – 2015) ist eine ausführliche und vielgestaltige Antwort auf die Frage, was im Kino noch möglich ist. Ihre Filme, wie JEANNE DIELMAN, 23, QUAI DU COMMERCE – 1080 BRUXELLES, JE TU IL ELLE, D’EST oder LA CAPTIVE, sind im Kino ohne Vorbild und prägen mit ihren bahnbrechenden feministischen Sichtweisen seit ihrem Erscheinen die Ausdrucksmöglichkeiten des Films.
Dies ist der unheimlich beunruhigende und fesselnde, über dreistündige Bericht über das scheinbar banale Leben einer alleinerziehenden Mutter in langen Echtzeit-Einstellungen, die nach und nach ein schreckliches Geheimnis offenbaren. JEANNE DIELMAN wurde von der Sight & Sound Critics Poll 2022 zum besten Film aller Zeiten gewählt. Dies ist das erste Mal, dass eine Regisseurin die Liste anführt.
Belgien 1975 / OmU / 201 Min. / Regie & Drehbuch: Chantal Akerman / Kamera: Babette Mangolte / Mit Delphine Seyrig, Jan Decorte, Henri Storck, Jacques Doniol-Valcroze, Yves Bical //
So 09.03., 20:00 //
Filme von Regisseur*Innen zum internationalen feministischen Kampftag
Zum 12. Mal findet in der Reihe „Kunst und Literatur“, kuratiert von Chris Popovic und Almut Quaas, eine Ausstellung mit Lesung statt. Diesmal ist das Buch von Ingeborg Hecht „Als unsichtbare Mauern wuchsen“ Grundlage für die künstlerische Auseinandersetzung zum Thema der Judenverfolgung in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus. Die Autorin – sie lebte am Ende ihres Lebens in Freiburg – setzt an den Anfang ihrer Kapitel jeweils eine Verordnung aus der Rassengesetzgebung und beschreibt anschließend, welche Auswirkungen diese auf ihr Leben als Halbjüdin hatte. Ein Beispiel dafür ist das Gesetz vom 12.11.1938: "Juden ist der Besuch von Theatern, Kinos, Konzerten, Ausstellungen usw. verboten".
Unter den zahlreichen Bewerbungen der BBK-Südbaden Mitglieder wurden von einer unabhängigen externen Jury vierzehn anonymisierte künstlerische Arbeiten ausgewählt. Diese werden in der Zeit vom 9. März bis zum 13. April in den Räumen des BBK / Kulturwerks T66 in der Talstraße 66 präsentiert. Das Koki lädt zur Vernissage mit Begrüßung durch Michael Ott (Vorstandsvorsitzender BBK) und Ulrich von Kirchbach (1. Bürgermeister), einem Bericht über das Leben von Ingeborg Hecht von Wolfgang Dästner (Sprecher von „Gegen Vergessen - Für Demokratie“) und einer Lesung aus dem Buch von Ullo von Peinen. Anschließend spricht die Kunsthistorikerin Susanne Ramm-Weber im Turm des Kulturwerks zu den Arbeiten. Bei der Finissage am 13. April um 16 Uhr findet ein Gespräch mit den Künstlerinnen und Künstlern statt.
So 09.03., 18:00 //
Kunst und Literatur: Vernissage & Lesung
Für die schüchterne Teenagerin Mina beginnt ein neues Schuljahr, und sie möchte unbedingt dazugehören – vor allem möchte sie E. D. Win beeindrucken, den gleichaltrigen Hip-Hop-Tänzer, dessen Instagram-Fanclub weitaus größer ist als sein Einfühlungsvermögen. Trotz ihrer Befangenheit und der Tatsache, dass sie nicht tanzen kann, ringt Mina sich zur Teilnahme an einem Tanzwettbewerb durch. Vom unangenehmen ersten Vortanzen bis zum großen Auftritt verabschiedet sie sich von Selbstzweifeln und problematischen Körperbildern.
Norwegen 2023 / 91 Min. / Regie: Aurora Gossé / empfohlen ab 8 Jahren //
So 09.03., 15:30 / So 16.03., 15:30 //
Kinderkino
Ein junges Paar flieht, vom tödlichen Hass seiner Schwiegermutter verfolgt, quer durch die USA. Das Horror-Szenario von Gewalt, Armut, Verrat und Tod schweißt sie nur noch mehr zusammen, doch nach Sailors Haftstrafe stellt sich die Frage, ob sie sich noch eine gemeinsame Zukunft zutrauen.
Eine mit gewaltigem Bild-, Ton- und Musikaufwand opernhaft inszenierte Mischung aus „amour fou“, Gangstergeschichte und Roadmovie, die mit einer ironischen Märchenhaltung die schrecklichen Seiten des Lebens schlaglichtartig erhellt und doch humane Werte und die Schönheiten des Daseins beschwört. Eine überspitzte Collage, die zugleich als verdichtete Momentaufnahme verstanden werden kann. Goldene Palme 1990.
USA 1990 / OmU / 120 Min. / Regie: David Lynch / Mit Laura Dern, Nicolas Cage, Willem Dafoe, Isabella Rossellini //
Sa 08.03., 21:00 mit Einführung / Sa. 15.03., 21:30 //
Werkschau David Lynch
Am 24. Oktober 1975 steht in Island alles still. Kein Geschäft ist geöffnet, keine Zeitung erscheint, kein Geschirr wird gespült. Die isländischen Frauen befinden sich im Streik. Sie wollen nicht länger hinnehmen, dass ihre Arbeit in Betrieb und Familie unterbewertet, ihre Stimme nicht gehört und ihnen Zugang zu wichtigen Bereichen der Gesellschaft verwehrt wird. Unglaubliche 90 Prozent beteiligen sich und der Tag geht in die Geschichte ein.
Der Dokumentarfilm lässt die Protagonistinnen zu Wort kommen und zeigt, wie aus einer einfachen Idee eine Revolution wurde. Heute ist Island in puncto Gleichstellung eines der fortschrittlichsten Länder der Welt.
Island, USA 2024 / OmU / 71 Min. / Regie: Pamela Hogan, Hrafnhildur Gunnarsdottir //
Sa 08.03., 19:30 (Vorpremiere) / Do 13.03., 21:30 / So 16.03., 17:30 / Do 27.03., 19:30 //
Film des Monats
Filme von Regisseur*Innen zum internationalen feministischen Kampftag
Es ist der Wandel und der Aufbruch, die Leichtigkeit und das Spielerische, das Saskia Derksens Frauenfiguren verkörpern. Ihre Skulpturen bestehen aus Fundstücken von Schrottplätzen und aus der Natur: Strandgut, Metall, Holz, Stein, Pflanzen, Blattgold.
Manche Figuren drängen sich gleich zu Beginn auf, manche müssen wachsen, bis sie stimmig sind. So entstand 2019 ihre erste Frauenskulptur - eine Tänzerin. Seitdem sind viele neue hinzugekommen. Was sie verbindet? Licht und Schatten. Das Schwere und das Leichte. Die Balance. Mal stehen die Figuren stärker im Kontrast, mal weniger, aber Saskia Derksen arbeitet die Dinge von allen Seiten her zu Ende. Das ist auch ihre Devise als Schmuck- und Objektkünstlerin. Zur Skulptur kam sie erst spät, aber das Plastische war immer schon da, ist gereift und hervorgebrochen. Und nun brauchen die Frauenfiguren Räume, um unter sich zu sein.
Ausstellungsdauer: 09.03.-13.04.25 / Vernissage: Sa 08.03.25, 19:00 / Finissage: So 13.04., 18:00 //
Begleitprogramm: SMOKE SAUNA SISTERHOOD / Di 18.03., 19:30 / Mi 19.03., 21:30 //
Ausstellung in der Galerie im Alten Wiehrebahnhof
Aufbruch – Skulpturen von Saskia Derksen
Werkschau David Lynch
FIRE WALK WITH ME ist die Vorgeschichte zur Kultserie TWIN PEAKS. Die komplette erste Staffel ist im DELPHI SPACE am Samstag, 1. März zu sehen.
Vor der Ermordung Laura Palmers in Twin Peaks gab es einen Mord an einer 17-jährigen Prostituierten in Deer Meadow. Die von Gordon Cole (David Lynch) beauftragten FBI Agenten Chester Desmond (Chris Isaak) und Sam Stanley (Kiefer Sutherland) können weder den Fall lösen noch das merkwürdige Verhalten der Stadtbewohner erklären. Auch Special Agent Dale Cooper (Kyle MacLachlan) kommt nicht weiter. Ein Jahr später folgen wir Laura Palmer in ihren letzten Tagen vor ihrer Ermordung und erfahren, wer von „Bob“ besessen ist und sie in Plastik eingewickelt hat …
USA 1992 / OmU / 134 Min. / Regie: David Lynch / mit Sheryl Lee, David Bowie, Harry Dean Stanton //
Do 06.03., 19:30, mit Einführung / Fr 07.03., 21:30 //
Werkschau David Lynch
zu Gast: Telemach Wiesinger & Morticia Zschiesche
Kino macht mobil, so lautet die beschwörende Formel des Abends: Morticia Zschiesche liest aus ihrem neuen Buch „Kino macht mobil - Essays zur Zukunft des Kinos“, das die beiden Essayreihen „Das Comeback der Wanderkinos“ und „Komm und sieh: Der Krieg in uns“ vereint. Telemach Wiesinger erzählt dazu seine Bildergeschichten mit Photographien und in seinen analogen 16mm-Filmpoems.
Kino mobilisiert emotional ebenso wie es von seinen Anfängen an bis heute in Bewegung geblieben ist und sich dabei immer wieder neu erfindet. Die Spurensuche an diesem Abend führt von der Mobilisierung des frühen Wanderkinos bis hin zu innovativen Aufführungsformen der Gegenwart, die aktiv zu ihrem Publikum zurückkehren. Eine Schlüsselrolle kommt dabei einer ganz besonderen Form der Kinopraxis zu: dem Wanderkino. Es hat als Urform des Kinos gemeinsam mit den Theaterwanderbühnen die Film- und Kinogeschichte komplett durchdrungen und feiert heute sein großes Comeback.
Der Filmkünstler und Fotograf Telemach Wiesinger setzt dies mit seinen Filmarbeiten treffend in Szene. Seine Werkzeuge sind Filmkamera und Bilderwerfer. In seinem agilen analogen Wanderkino führt er seine 16mm-Filme weltweit erfolgreich in Kinos, auf Festivals, in Museen oder auf Freiflächen vor und greift zurück auf die Wurzeln des Kinos Avantgarde. Seine Lichtbilder und Kurzfilme zeigen Schauplätze, wie sie nur der kinematographische Blick eröffnet: Schwarz auf Weiss, begleitet vom Laufgeräusch der Wanderprojektoren, inklusive Wort beim Spulenwechsel – „Manege frei für Illusionen“!
Telemach Wiesinger, geboren 1968, ist Künstler: Filmemacher, Lichtbildner und Dozent. Seine Arbeiten zeigen diverse Buchveröffentlichungen und Einzelausstellungen, seine 16mm Filmarbeiten laufen auf internationalen Filmfestivals und sein Ateliersitz liegt in Riegel am Kaiserstuhl.
Morticia Zschiesche, geboren 1971, studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften und Publizistik in Berlin und promovierte in Heidelberg in Soziologie. Die Autorin, Kuratorin und Beraterin interessiert sich besonders für die Vermittlung von Filmkunst und Kinokultur und führt begleitende wissenschaftliche Evaluationen durch. 2023 war sie Jahresstipendiatin des Siegfried-Kracauer-Preises. 2024 ist ihr neuester Essayband „Kino macht mobil“ mit Texten zur Zukunft des Kinos im Schüren Verlag erschienen.
Fr 07.03., 19:30, ca. 100 Min. / zu Gast: Telemach Wiesinger und Morticia Zschiesche //
Kino macht mobil - Lichtbild-Lesung und Filmpoems
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