Eingabehilfen öffnen
Überlebende Kolonialsoldaten aus Nordafrika berichten in Interviews, wie sie rekrutiert und in de Gaulles Armee des Freien Frankreich diskriminiert wurden. Einige blieben im Elsass und wurden "auf dem Papier Franzosen", fühlen sich aber auch ein halbes Jahrhundert nach dem Kriegsende nicht als gleichberechtigt anerkannt.
zu Gast: Filmemacher Jean-Marie Fawer
Frankreich 1994, Regie: Jean-Marie Fawer, OmU, 26 Min.
Di, 03.06., 21:00
-----------------
Unsere vergessenen Befreier
(De-)koloniale Perspektiven auf den Zweiten Weltkrieg
Filme und Vorträge in Freiburg
Di 11.03. – Di 03.06.2025
Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Unzählige Menschen und alle Kontinente wurden durch diesen Krieg erschüttert, dessen Zentrum Deutschland war. Die Nationalsozialisten hatten den Weltkrieg 1939 mit dem Überfall auf Polen begonnen, und schließlich über Europa hinaus nach Asien, Ozeanien, Afrika und die Amerikas ausgeweitet. Gleichwohl müssen bereits der italienische Abessinienkrieg 1935 in Äthiopien/Eritrea und der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg ab 1937 als Teil dieses globalen Krieges begriffen werden, denn beide wurden von den mit Deutschland verbündeten Achsenmächten Italien und Japan begonnen. Vergessen werden darf dabei allerdings nicht, dass die Zahl derjenigen aus aller Welt, die sich den Nazis militärisch entgegenstellten, weit größer war, als die Zahl ihrer internationalen Verbündeten.
Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung von Nazideutschland wollen wir mit zahlreichen Vorträgen und einer Filmreihe mit Gästen aus Algerien, Frankreich, Italien, Brasilien, Korea und den USA sowohl seinen Opfern wie auch den Widerstandskämpfer*innen aus dem Globalen Süden gedenken. Damit wollen wir zum Perspektivwechsel von einer eurozentrischen hin zu einer globalen Geschichtsschreibung beitragen. Europa, und insbesondere Deutschland, muss sich der historischen Verantwortung stellen, die es gegenüber Kontinenten, Ländern und Regionen hat, die durch Kolonialisierung und Krieg zerrüttet wurden. Untrennbar damit verbunden ist auch die Verantwortung gegenüber Menschen, die heutzutage aus ihren Herkunftsländern flüchten und hier nach Schutz und Asyl suchen.
Eine Veranstaltung von iz3w und Kommunales Kino Freiburg in Kooperation mit ACT – Africa Center for Transregional Research, Blaues Haus Breisach, Centre Culturel Français Freiburg, DEAB, De/Coloniality Now, FAIRburg, Frankreich-Zentrum, freiburg-postkolonial, Institut für Sozial- und Kulturanthropologie, KoBra – Kooperation Brasilien, Kulturaggregat, recherche international, Theater Freiburg, Weingut Dilger
Mit finanzieller Unterstützung des Landtags und des Staatsministeriums Baden-Württemberg über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg, gefördert von Brot für die Welt mit Mitteln des kirchlichen Entwicklungsdienstes, INTA-Stiftung, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, Kulturamt Freiburg
Abschluss der Reihe "Unsere vergessenen Befreier"
Rassistische Bilder von afrikanischen Kolonialsoldaten wurden bereits im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 geprägt und dann zur Kaiserzeit in den Debatten über Kolonialkriege und in der Weimarer Republik in der Kampagne gegen die Rheinlandbesetzung fortgeschrieben. Die Bilder dienten der Propaganda gegen feindliche Mächte, verhandelten aber auch Geschlechterverhältnisse und »Weißsein« der deutschen Gesellschaft selbst. In der NS-Zeit schlug sich dies in der Zwangssterilisation hunderter Kinder von Kolonialsoldaten und weißen Müttern sowie in zahlreichen »gebilligten Massakern« der Waffen-SS an Kolonialsoldaten nieder. Kolonialsoldaten etwa aus Nord- und Westafrika hatten danach wesentlichen Anteil an der Befreiung des Elsass und Badens vom NS. Die dabei verübte, auch sexualisierte Gewalt gegen Zivilist*innen ist bis heute öffentlich präsent, während die Taten weißer Soldaten eher ausgeblendet wurden. Vor allem aber blieben die an den Kolonialsoldaten verübte Gewalt und der weiter tradierte Rassismus, unter dem Kinder von weißen Frauen und Kolonialsoldaten auch nach 1945 weiter zu leiden hatten, ein Randthema.
Im Anschluss:
Auch Afrikaner haben das Elsass befreit (C'est nous les Africains ... Eux aussi ont libéré l'Alsace)
Überlebende Kolonialsoldaten aus Nordafrika berichten in Interviews, wie sie rekrutiert und in de Gaulles Armee des Freien Frankreich diskriminiert wurden. Einige blieben im Elsass und wurden „auf dem Papier Franzosen“, fühlen sich aber auch ein halbes Jahrhundert nach Kriegsende nicht als gleichberechtigt anerkannt.
Frankreich 1994 | OmU | 26 Min.
Regie: Jean-Marie Fawer
Abschluss der Reihe "Unsere vergessenen Befreier"
Politischer Aktivismus
Was bedeutet Freiheit und wer bestimmt das? Wie darf man um sie kämpfen, wie weit darf sie eingeschränkt werden? WIR SIND SO FREI folgt Aktivist*innen, die durch den G20-Gipfel im Juli 2017 in Hamburg und ihren Protest gegen das kapitalistische System verbunden sind. Der Film begleitet Opfer von Polizeigewalt und juristischer Verfolgung, zeigt deren unermüdlichen Einsatz für Grundrechte und soziale Gerechtigkeit und blickt auf neue soziale Bewegungen wie migrantische Arbeiter*innen und feministische Gruppen. Mit authentischen Stimmen und einem unverblümten DIY-Stil bietet er einen tiefen Einblick in den Widerstand gegen kapitalistische Strukturen und liefert selbst einen Beitrag dazu.
Gezeigt von Rote Hilfe e.V.
D 2024 / OF / 102 Min. / Regie: Christian Lehmann-Feddersen, Alf Schreiber
Mo 02.06., 19:00, zu Gast: Regisseur: Christian Lehmann-Feddersen, Eintritt frei
Politischer Aktivismus
Ab dem 02.06.2025, jeden Montag von 17 bis 18 Uhr, haben italienischsprechende Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren die Möglichkeit, in die magische Welt des Theaters einzutauchen, und zwar mit dem Kurs, der Pinocchio gewidmet ist. Unter der Leitung der Expertin Orietta Gallo erleben die kleinen Schauspieler ein fantastisches Abenteuer und lernen, sich zu bewegen und sich als echte Protagonisten auf der Bühne auszudrücken. Eine einzigartige Erfahrung, die ihre Kreativität anregt und ihnen viel Spaß bereitet! Lassen Sie sich diese besondere Gelegenheit nicht entgehen!
Der Kurs findet bei Vivace-Freiburg e.V. statt und ist völlig kostenlos! Für Informationen und Anmeldungen wenden Sie sich bitte an Cristina Gaetani Liseo (c.gaetaniliseo@vivace-freiburg.de) oder rufen Sie 0160-3078212 an.
Wir fordern Klimabildung für alle! Deshalb veranstalten wir eine Klimabildungswoche vom 02. – 06. Juni auf dem Platz der Alten Synagoge.
Unser Ziel ist es, Bildung für nachhaltige Entwicklung, sowie klima- und gesellschaftsrelevante Inhalte aus den Universitäten und Hörsälen zu holen und für alle zugänglich zu mache. Darum stehen wir eine ganze Woche im Juni auf dem Platz der Alten Synagoge und bieten verschieden Workshops, Vorträgen, Diskussionsrunden und Mitmachaktionen rund um die Klimakrise im Zusammenhang mit sozialen und gesellschaftlichen Problemen an.
Ganz nach dem Motto: Wandel fängt mit Bildung an! Unter dem jedes Jahr deutschlandweit die Public Climate School veranstaltet wird.
Das Feiern darf dabei natürlich auch nicht vergessen werden, deshalb haben wir verschiedener Musiker*innen eingeladen, bieten Filme, Theater- und Tanzworkshops, sowie solidarisches Essen mit einer ‘Küche für Alle’ an.
Hier findet ihr unser aktuelles Programm: https://studentsforfuture-freiburg.de/
Allerherzlichst lädt DAS BUSCHORCHESTER wieder
in den Stadtgarten ein.
Die 60 Sängerinnen und Sänger freuen sich auf vitale Rhythmen und Lieder aus Afrika und anderen Gegenden unseres Planeten. Und auf die eigenen Kompositionen, die im Austausch mit der afrikanischen Musikkultur entstanden sind. Marimba, Steeldrum, etliche weitere Instrumente und natürlich unzählige Trommeln und verschiedenartigste Percussion kommen zum Einsatz.
Zum Tanzen, Lauschen, Mitsingen oder einfach dabei sein.
Der Eintritt ist frei.
Musikalische Leitung:
Christian Deichert
Tel: 0761/1504301, kris@human-rhythms.de
Weitere KONZERTE IM SOMMER 2025:
Sa 28.06. * Sulzburg Marktplatz * 19:00
Sa 05.07. * Gallenweiler Bürgerhaus * 18:30
Afrikatage, Jubiläum von Tukolere Wamu e. V
So 06.07. * Freiburg Tibet-Kailash-Haus * 17:00
im Rahmen der Tibet-Kulturtage
www.tibet-kailash-haus.de
Vom 26. Mai bis 1. Juni 2025 findet das Freiburger Filmforum wieder im Kommunalen Kino Freiburg statt und lädt zu einer Woche voller eindrucksvoller Filme, Diskussionen und Begegnungen ein. Das alle zwei Jahre veranstaltete Festival zählt zu den renommiertesten Plattformen für interkulturellen Dialog in Europa und bietet mit Fokus auf globale Themen, interkulturelle Perspektiven und gesellschaftliche Entwicklungen ein sorgfältig kuratiertes Programm aus internationalen Dokumentar- und Spielfilmen.
Im Mittelpunkt stehen Werke aus und über Afrika, Amerika, Asien und Ozeanien. Begleitet wird das Festival von Panelgesprächen, Workshops, Lesungen, Ausstellungen und intensiven Filmgesprächen. Stets mit dem Ziel, den kulturellen Austausch zu fördern und Diskussionen anzuregen.
Die Veranstaltungen finden in den Räumen des Kommunalen Kinos Freiburg statt.
Das vollständige Festivalprogramm, Tickets und weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Website: https://www.freiburger-filmforum.de.
Der nächste italienische Lese- und Gesprächsabend im Mai findet bei Vivace statt. Das Buch „Mio fratello rincorre i dinosauri“ von Giacomo Mazzariol kann in der Italienischen Bibliothek Filippa von Vivace ausgeliehen werden Die Moderation hat Roberta Milani-Eder
"Ich versteh nur Chinesisch!" hört man bisweilen, wenn etwas ganz und gar unverständlich ist. Zu Unrecht! Denn die ersten chinesischen Wörter und Zeichen zu erlernen, ist leichter als man denkt! Glauben Sie nicht?
Probieren Sie es in unseren kostenlosen Chinesisch Schnupperkursen aus!
Wir verschaffen Ihnen in 60 Minuten einen Überblick über die Grundlagen der Chinesischen Sprache, die lateinische Umschrift "Pinyin" sowie die ersten Schriftzeichen. Entdecken Sie die bildhafte chinesische Sprache!
Der Schnupperkurs findet im Konfuzius-Institut Freiburg (Turmstraße 24) statt und richtet sich an Anfänger:innen ohne Vorkenntnisse.
Nur mit Anmeldung unter: info@ki-freiburg.de oder 0761/20397888
Eine musikalische Reise für Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren, bei der sich Spiel und Musik zu einer anregenden und stimulierenden Erfahrung verbinden. Unter der Leitung von Katy Nataloni entdecken die jungen Teilnehmer die Freude daran, sich durch Gesang und Rhythmus auszudrücken und die italienische Sprache auf natürliche Weise zu lernen. Eine einzigartige Gelegenheit, Kreativität, soziale Fähigkeiten und musikalisches Feingefühl von klein auf zu entwickeln. Die Teilnahme ist kostenlos!
2Mal wöchentlich: Montags ab 14:15 Uhr und Freitags ab 15:15 Uhr
Für weitere Infos kontaktieren Sie Katy Nataloni unter 0163-6740734 oder 0761-28525280, oder schreiben Sie an scuola@vivace-freiburg.de
Sudan, remember us
Die Vorgeschichte zur heutigen Situation im Sudan und leider eine zeitlose Geschichte über Kindersoldaten, in diesem Fall der ehemalige Kindersoldat Agel. Die Filmemacher*innen begleiten ihn zwei Jahre lang, von der Unabhängigkeit des Südsudan bis zu erneut ausbrechenden Kämpfen. „Wenigstens schießen wir nicht mehr aufeinander“, sagt er noch zu Beginn und sieht die Zukunft optimistisch. Er will helfen, aufbauen und vor allem kein Flüchtling mehr sein. Dafür hat er seine Karriere im „Westen“ aufgegeben und ist in die kriegszerschundene Heimat zurückgekehrt. Seine Sorge: „Wer sein Leben im Krieg verbringt, will fast nicht mehr, dass er endet – weil er das ist, was man kennt.“
D 2014 / OmU / 83 Min.
Regie: Katharina Von Schroeder, Florian Schewe
So 25.05., 19:30, Videogespräch mit Katharina von Schroeder
Sudan, remember us
Zum internationalen Tag des Tanzes
Ein wunderschöner Film über die transformative Kraft des Tanzes, voll visueller Poesie, beeindruckender Bilder, außergewöhnlicher Musik, gewaltiger Landschaften und mit einer Protagonistin, die sich im Tanz des Lebens im Hier und Jetzt bewegt. Er zeigt die Schönheit der Erde im Einklang mit dem Menschen. Im Zentrum tanzt die Protagonistin, wie sie Bild für Bild eintaucht in wundersame Orte, teils von Menschenhand geschaffen, teils fast unberührte Natur. AEON OZ ist ein komplexes meditatives Gesamtkunstwerk und eine Hymne an den Augenblick.
D, Österreich, Kolumbien, Indien 2024 / 63 Min.
Regie: Heinz Kasper
So 25.05., 17:45
Zum internationalen Tag des Tanzes
Alle fünf Jahre wird in Freiburg der Migrantenbeirat neu gewählt – ein demokratisches Gremium, das die Interessen von Menschen mit internationaler Geschichte gegenüber Politik und Verwaltung vertritt. Die nächste Wahl findet im am 25. Mai 2025 statt.
Das Wahlverfahren richtet sich an alle Freiburgerinnen ab 16 Jahren, die keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen oder eingebürgert wurden. Wer wahlberechtigt ist, kann nicht nur wählen, sondern sich auch selbst als Kandidatin aufstellen lassen. Wahlberechtigt ist, wer eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen, eingebürgert ist, Spätaussiedlerin/Spätaussiedler ist, sowie seit mindestens sechs Monaten ihren Hauptwohnsitz in Freiburg haben.
Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit erhalten automatisch eine Wahlbenachrichtigung von der Stadt Freiburg.
Auf der Webseite des Migrantenbeirats findest du alle wichtigen Informationen rund um die Wahl. Informiere dich hier über die Wahl und wie du mitmachen kannst!
New Hollywood
Improvisation ist die höchste Form der Konzentration, des Bewusstseins, der intuitiven Erkenntnis; es ist der Moment, in dem die Imagination alles Festgefügte, die engen geistigen Strukturen überwindet und direkt in die Tiefe der Dinge vordringt. Improvisation ist keine Methode, sondern vielmehr ein Bewusstseinszustand und unverzichtbare Basis eines wahren Schaffensprozesses. (Jonas Mekas, der „Pate des amerikanischen Avantgardekinos“)
„Mit Shadows schuf John Cassavetes 1959 ein Werk, das einen radikalen Bruch mit den Normen Hollywoods einleitete und Vorbote eines neuen, beweglichen, jungen Kinos wurde, das die ganze Welt erfasste“ (Filmmuseum Wien) Gleichzeitig stellte seine Schilderung der Erlebnisse dreier afroamerikanischer Geschwister in der New Yorker Jazzszene auch eine wegweisende Auseinandersetzung mit alltäglichem Rassismus in den USA dar.
Zwei Brüder und eine Schwester schlagen sich mit allerlei Spannungen untereinander sowie mit Freud*innen und Geliebten im pulsierendem New Yorker Nachtleben herum. Fast zur Gänze improvisiert, auf den Straßen, in Bars und Hinterzimmern New Yorks mit 16-mm-Film und Handkamera gedreht, ist SHADOWS noch heute eine Offenbarung fürs Auge - und der Soundtrack von Charlie Mingus und Shafti Hadi fürs Ohr.
USA 1959 / engl. OF / 35mm /81 Min.
Regie: John Cassavetes / mit Ben Carruthers, Lelia Goldoni, Hugh Hurd, Anthony Ray
Sa 24.5., 21:30
New Hollywood
Resonance: Film & Musik
Es begann als Konzert und wurde zu einem Fest. Die Kanadische Band THE BAND war einst die Begleitband von Bob Dylan, doch wuchs sie schnell darüber hinaus, brachte sieben Studioalben hervor und spielte mit den Größen ihrer Zeit. Nach 17 Jahren waren sie erschöpft und gaben ein Abschiedskonzert, zu dem Martin Scorsese diesen Konzertfilm drehte, der, im Stil von New Hollwood, immer noch als einer der besten Konzertfilme gilt und eine Referenz für das Genre geblieben ist. Er hat damit eines der bedeutendsten kulturellen Ereignisse festgehalten, mit einer unglaublichen Liste an Musiker*innen: Bob Dylan, Joni Mitchell, Eric Clapton, Neil Young, Ringo Starr, Van Morrison, Muddy Waters usw.
USA 1978 / OmU / 117 Min.
Regie: Martin Scorsese / mit The Band, Bob Dylan, Joni Mitchell, Eric Clapton, Neil Young, Ringo Starr, Van Morrison, Muddy Waters
Sa. 24.05., 19:00
Resonance: Film & Musik
Luis Orlandini (Santiago de Chile, 1964) ist ein renommierter chilenischer klassischer Gitarrist mit einer bedeutenden internationalen Karriere. Er wurde an der Universität von Chile und in Deutschland bei Eliot Fisk ausgebildet und spezialisierte sich auch am Mozarteum in Salzburg. Er gewann 1989 den ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb in München (den einzigen in der Geschichte des Wettbewerbs) und ist in einigen der wichtigsten Säle in Europa, Amerika und Asien aufgetreten.
Er hat mit zahlreichen internationalen Orchestern und renommierten Dirigenten zusammengearbeitet und Aufnahmen für Labels wie Koch Schwann, CPO, ARTE NOVA und SVR gemacht. Er hat sich auch als Förderer der chilenischen Musik hervorgetan, mit mehr als 150 Erstaufführungen von ihm gewidmeten Werken. Er hat an internationalen Festivals teilgenommen, war Juror bei Wettbewerben und erhielt prestigeträchtige Auszeichnungen, darunter den Preis des Präsidenten der Republik Chile (2007) und den Don Quijote de la Mancha-Preis (2020).
Er lehrt an der Universität von Chile und der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile. In den letzten Jahren gründete er mit dem Gitarristen Raimundo Luco die Gruppe Dúo Orlandini & Luco, mit der er in Europa und Amerika auf Tournee ging und Aufnahmen machte.
Mauro Giuliani: Obertura Op.61
Johann Sebastian Bach: Chaconne (aus BWV 1004)
Mario Castelnuovo: Capricho Diabólico Op.85a (1935)
Johannes Brahms: Intermezzo op. 76; Intermezzo op. 117
Javier Farías: Aus dem ganzen Schweigen
Alberto Ginastera: Sonate op.47 (1976)
Exordium, Scherzo, Canto, Finale
Großartiger italienischer Aperitif!
Feiern Sie mit uns das Quartiersfest LiWä 2025 am Samstag, den 24. Mai auf dem Spielplatz im Lindenwäldle! Ab 15 Uhr erwartet Sie ein buntes Nachmittagsprogramm mit einem vielfältigen Kinderprogramm, spannenden Workshops, einem Flohmarkt, leckeren Essensständen und vielem mehr. Ab 18 Uhr sorgt Angelo Brand & Friends mit Live-Musik für beste Stimmung am Abend. Ein Fest für die ganze Nachbarschaft – seien Sie dabei!
KUNST.PROVOKATION.
Unter der Regie des renommierten Film- und Videokünstlers Julian Rosefeldt ist die zweifache Oscar-Gewinnerin Cate Blanchett in zwölf verschiedenen, großartigen Episoden zu sehen, die allesamt diverse zeitlose Manifeste verschiedener Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts behandeln, von Dada über Pop-Art bis hin zu Dogma 95. Als Nachrichtensprecherin, Puppenspielerin oder obdachloser Mann brilliert eine chamäleonhafte Blanchett in einer noch nicht dagewesenen schauspielerischen Tour de Force. In diesem so beeindruckenden wie zeitgemäßen Weckruf verwebt Rosefeldt geschickt die leidenschaftlichsten Statements der Kunstgeschichte.
D/AU 2017 / OmU / 98 Min.
Regie: Julian Rosefeldt / mit Cate Blanchett
Fr 23.05., 22:00
KUNST.PROVOKATION.
Das höchste Glück durch die Erfüllung unserer individuellen Lust und Gier ist out – Askese ist angesagt!
Dem Unternehmer Orgon passt es daher gut, dass sein Freund Tartüff, der bei ihm wohnt, flammende Plädoyers fürs Sparen hält, auch wenn er sich selbst nicht immer daran hält. Orgons Geschäfte laufen schlecht, das Privatvermögen schwindet – da hilft Tartüffs Haltung, um der Familie klarzumachen, dass der Gürtel jetzt enger geschnallt werden muss! Orgons Frau Elmire ist not amused, hat sie ihren Mann doch nur wegen seines Geldes geheiratet; und Orgons Kinder Damis und Mariane haben fest damit gerechnet, reiche Erben zu werden. Immerhin steht Madame Pernelle, Orgons Mutter, ganz auf der Seite von Tartüff, obwohl gerade ihr Luxusleben mit Schuld an der Misere ist! Von akutem Wohlstandsverlust bedroht, kämpfen plötzlich alle gegen alle!
John von Düffels Komödie verknüpft Motive aus Molières Tartuffe und Der Geizige zu einer pointierten Bestandsaufnahme unserer Gegenwart.
„Wir leben in einer Gesellschaft, in der jede Regel, jede Rücksicht als Zumutung empfunden wird [...] Dabei wissen doch alle, dass wir über unsere Verhältnisse leben, ökologisch und ökonomisch! Wir wissen, dass wir uns Grenzen setzen müssen, aber wehe dem, der sie uns setzt.“
John von Düffel
Präsentation von Filmen und Performances der Schüler*innen des Abiturfachs Kunst-Musik zum Thema Dialog/Begegnung des Deutsch-Französischen Gymnasiums Freiburg. Das 2009 zunächst als Pilotprojekt eingeführte Wahlfach Kunst-Musik hat sich bewährt und bietet mit seinem auf Dialog basierenden Profil einen der bi-kulturellen Konfiguration angemessenen Teil des Kunstunterrichts: Künste, Sprachen, Kulturen, Teams im Dialog. Integrierte Klassen, zweisprachige Lehrkräfte, zweisprachiger Unterricht.
Fr 23.05., 19:30, Gäste: Die Schüler*innen des DFGs und die KuMu-Lehrer*innen
Sophie Marest und Gilles Dupas / Eintritt auf Spendenbasis