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KUNST.PROVOKATION.
Unter der Regie des renommierten Film- und Videokünstlers Julian Rosefeldt ist die zweifache Oscar-Gewinnerin Cate Blanchett in zwölf verschiedenen, großartigen Episoden zu sehen, die allesamt diverse zeitlose Manifeste verschiedener Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts behandeln, von Dada über Pop-Art bis hin zu Dogma 95. Als Nachrichtensprecherin, Puppenspielerin oder obdachloser Mann brilliert eine chamäleonhafte Blanchett in einer noch nicht dagewesenen schauspielerischen Tour de Force. In diesem so beeindruckenden wie zeitgemäßen Weckruf verwebt Rosefeldt geschickt die leidenschaftlichsten Statements der Kunstgeschichte.
D/AU 2017 / OmU / 98 Min.
Regie: Julian Rosefeldt / mit Cate Blanchett
Di 20.5., 19:30
KUNST.PROVOKATION.
Double-Feature: Dagmar Kamlah
Die Filme-, Kino- und Festivalmacherin Dagmar Kamlah produziert seit über 40 eigene Kurz- und Langfilme, organisierte die ersten Frankfurter Filmschauen Mitte der 80er Jahre mit und arbeitete, neben vielem anderen, auch mehrere Jahre in unserem Programmausschuss. Sieben Jahre lebte Sie in den USA, heute in Potsdam, aber durch ihre Arbeit in der Programmkommission des Freiburger Filmforums, kommt sie alle zwei Jahre für einige Wochen nach Freiburg. Mit einem Double-Feature würdigen wir ihr bisheriges Werk und bedanken uns für die jahrzehntelange Zusammenarbeit und Freundschaft!
BROCKOLY
Bildmaterial - Found Footage - eines Fernsehfeatures über Wolkenkratzer in USA wird mit verstreuten weiteren Bildresten zu einer urbanen und auch ein wenig bedrohlichen Vision. Ein exzellenter Soundtrack von 80s Art Punk hält alles zusammen.
BRD 1985 / 16 mm / 6'30 Min
Regie, Montage: Dagmar Kamlah / Musik: Harry Heinen
VON DINGEN
Inklusive der Filmemacherin porträtiert VON DINGEN acht verschiedene Sammler*innen und fragt nach der Mechanik und Motivation des Sammelns. Es geht um den Impuls des Bewahrens, den Sinn für einen Wert im Material und in der Machart, der diese Menschen eint, egal ob sie sich um Schmalfilme, Fahrräder, Keramik oder alte Apfelsorten kümmern.
D 2019 / 63 Min.
Regie, Montage: Dagmar Kamlah / Kamera: Axel Schäffler, Stefan Grabowski, D.Kamlah / Musik: Roland Musolff
19.05., 21:00, zu Gast: Dagmar Kamlah
Double-Feature: Dagmar Kamlah
Double-Feature: Dagmar Kamlah
Die Filme-, Kino- und Festivalmacherin Dagmar Kamlah produziert seit über 40 eigene Kurz- und Langfilme, organisierte die ersten Frankfurter Filmschauen Mitte der 80er Jahre mit und arbeitete, neben vielem anderen, auch mehrere Jahre in unserem Programmausschuss. Sieben Jahre lebte Sie in den USA, heute in Potsdam, aber durch ihre Arbeit in der Programmkommission des Freiburger Filmforums, kommt sie alle zwei Jahre für einige Wochen nach Freiburg. Mit einem Double-Feature würdigen wir ihr bisheriges Werk und bedanken uns für die jahrzehntelange Zusammenarbeit und Freundschaft!
GARNIT
Das postmoderne Frankfurt nimmt Granit an. (Teil des Kollektivprojekts “15x3”, Filmhaus Frankfurt)
BRD 1990 / 16 mm / 3 Min.
Regie, Kamera, Montage: Dagmar Kamlah
HEIDENGELD
Fünf junge Leute am deutschen Börsenstandort, fünf ganz verschiedene Überlebensstrategien. Was ist der Ursprung und Sinn von Geld? Ein Blick auf Ökonomie in Form der Legende. Ausgezeichnet mit dem Hessischen Filmpreis.
(Digitalisierte und gekürzte Fassung)
BRD 1996 / 64 Min.
Regie, Buch, Montage: Dagmar Kamlah / Kamera: Axel Schäffler / mit Ines Barić, Michaela Ehinger, Lukas Scheja, René Schack
19.05., 19:30, zu Gast: Dagmar Kamlah
Double-Feature: Dagmar Kamlah
Sudan, remember us
Der Dokumentarfilm „Forgotten Voices“ erzählt eindringlich die leidvollen Geschichten von Menschen, die aufgrund der anhaltenden Kriege und Konflikte im Sudan aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Der Film bietet einen intensiven Einblick in einen der international weniger beachteten Konflikte der Gegenwart, der mit seinen über 10 Millionen Vertriebenen und über 20 Millionen Hungerleidenden laut der UN die wohl aktuell größte humanitäre Katastrophe der Welt sei. Durch persönliche Interviews enthüllt der Film Zeugnisse des Krieges, die Erinnerung an die Hoffnungen der Revolution von 2019 und die täglichen Herausforderungen der Vertreibung.
D 2024 / OmU / 65 Min.
Regie: Bana Group for Peace
So 18.05., 19:30, Gäste: zwei Mitglieder von Bana Group for Peace and Development, Moderation: Pia Göser (Sprache: Englisch)
Veranstalter*innen: Amica e.V. in Kooperation mit dem ACT - Africa Centre for Transregional Research und Kommunales Kino
Sudan, remember us
New Hollywood
Zwei Motorrad-Hippies durchqueren Amerika von Los Angeles nach New Orleans. Eine Fahrt coolen Genießens und Staunens, die nichts aneignet, verwertet oder benutzt. Sanfte Neueroberung Amerikas, ohne Tötungen, ohne Come-and-Get-It. Durch das Gleiten der Motorräder und die Musik hindurch: die Ahnung eines Landes, das das ist, was es für sich ist. In der unhastigen Ziellosigkeit von Easy Rider meldet sich ein neuer, unaggressiver Bezug zur Welt an. Mit Musik von The Byrds, Steppenwolf, Jimi Hendrix und The Electric Prunes. Zum Einsatz kommt eine restaurierte und digitalisierte Fassung.
USA 1969 / OmU / 95 Min.
Regie: Dennis Hopper / mit Peter Fonda, Dennis Hopper, Jack Nicholson, Karen Black
So 18.05., 17:30
New Hollywood
Kurze Filme für Kinoanfänger*innen
Eins, zwei, drei und Action! In diesem Programm aus fünf leichtfüßigen Geschichten sitzt niemand gerne still. Ob auf dem Fluss, in der Luft, auf Schienen oder im heimischen Wald – unterwegs zu sein ist alles. Aber Vorsicht! Kanu-Touren und Jagd-Abenteuer laufen selten nach Plan. Zu sehen gibt es außerdem tollpatschige Erwachsene, fantastische Landschaften und den geheimnisvollen Inhalt einer Holzkiste, die einmal um die ganze Welt gereist ist. Neugierig? Was drin ist, bringt sogar Elefanten zum Fliegen. Aber lassen wir uns nicht von ihrem lauten Getrampel unsicher machen: Die mutigsten Träume schlummern oft in den kleinsten Mäusen. Willkommen in der magischen Welt der Animation!
Div. Länder, Regisseur*innen und Produktionsjahre / 40 Min. / empfohlen ab 5 Jahren
buchbar als Kindergarten- oder Schulkinoveranstaltung bei johanna.metzler@koki-freiburg.de
So 18.05., 15:30
Kurze Filme für Kinoanfänger*innen
Außer Haus: Das gute Leben für alle
Innerhalb des Festivals »Das gute Leben für alle« bauen wir unsere große Leinwand auf dem Platz der Alten Synagoge auf und zeigen für alle neuen und alten Freiburger*innen witzige Kurzfilme aus der Stummfilmzeit mit Live-Musik. Der Eintritt ist frei und die berühmtesten großen Komiker wie Charlie Chaplin, Buster Keaton, Harold Lloyd und Laurel & Hardy sind am Start. Zu sehen sind einzigartige Körperakrobatik, halsbrecherischer Stunts, Verfolgungsjagdszenen, das Klettern an Wolkenkratzern in schwindelnder Höhe ... Die Filme sprühen vor zeitlosem Witz und Charme. Und egal wie tief der Sturz und wie hart der Aufprall ist – im Slapstickfilm stehen die Figuren immer wieder auf.
Bei schlechtem Wetter findet das Stummfilmprogramm im Kinosaal des Kommunalen Kinos statt.
Musikalisch begleitet von Günter A. Buchwald, Frank Bockius, Murat Coskun und eventuell weitere Musiker*innen.
Filmprojektion: Bertram Karthäuser und sein Team im Koki
Sa 17.05., 21:30, Platz der Alten Synagoge
Regie: Charlie Chaplin u.a.
Land, Jahr | Fassung | Länge
USA 1914 – 1930 | Stummfilm
Außer Haus: Das gute Leben für alle
Ausser Haus: Das gute Leben für alle
Ein Blick auf zwei weit entfernte Städte – Bochum und Detroit –, vor denen nach dem Weggang der Autoindustrie gigantische Herausforderungen liegen, denn die Industrie verschwindet, doch die Menschen bleiben. Anzugträger mögen im Marketingsprech Zukunftsvisionen beschwören, aber wenn Armin Laschet ein Paketzentrum einweiht, löst das bei ehemaligen Fach- und Industriearbeiter*innen der Opel-Werke wenig Enthusiasmus aus...
Am Ende steht eine Reise in die Herzen der Bewohner*innen beider Städte, die auf der Suche nach einer neuen Identität sind. Was sie eint, ist das Verlangen nach einem würdevollen und glücklichen Leben.
D 2021 / OmU / 118 Min.
Regie: Ulrike Franke, Michael Loeken
Sa 17.05., 19:30 Filmzelt im Hof der Fabrik
Beitrag zum Festival „Das Gute Leben für alle“ in der Fabrik
Ausser Haus: Das gute Leben für alle
New Hollywood
Die abenteuerliche und tragisch endende Geschichte eines Gangsterpaares im amerikanischen Südwesten der dreißiger Jahre: Bonnie und Clyde, zwei einfache junge Leute, erfüllen sich ihren Traum von Freiheit, Reichtum und Glamour mit Banküberfällen. Wie oft in Road Movies wird ihr Leben jenseits von Recht und Ordnung zum aussichtslosen Kampf gegen staatliche Autoritäten – wodurch sie unversehens zu Volkshelden avancieren.
Arthur Penns legendäres Gangster-Epos über den Traum von Freiheit beruht auf wahren Begebenheiten. Eine formal bestechende, souveräne Außenseiterballade, in der sowohl die Roaring Twenties als auch der Geist der Rebellen der Sechziger mitschwingen und die zugleich Liebesfilm, Komödie, Tragödie und romantisches Melodrama ist.
USA 1967 / OmU / 111 Min.
Regie: Arthur Penn / mit Warren Beatty, Faye Dunaway, Gene Hackman, Michael J. Pollard
Fr 16.05., 22:00
New Hollywood
Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor
Der naiv-selbstbewußte Texaner Joe (Jon Voight) will in New York als Callboy das lockere Geld machen, doch niemand, und schon gar keine reichen Frauen, warten hier auf ihn. Schließlich freundet er sich mit dem kranken Kleinganoven Ratso (Dustin Hoffman) an und beginnt, Verantwortung zu übernehmen.
Mit dem Film schuf John Schlesinger eines der bedeutenden Werke New Hollywoods, das dem amerikanischen Traum eine bittere Realität entgegenhält, das Bild einer Gesellschaft, der jegliche Illusion abhandenkam und die vom Selbsterhaltungstrieb bestimmt wird. Wir zeigen den mit drei Oscars prämierten Publikumsliebling der Berlinale 1969 in der Deutschen Fassung sowie im Original mit Untertiteln.
USA 1968 / DF & OmU / 113 Min.
Regie: John Schlesinger / mit Dustin Hoffman, Jon Voight, Sylvia Miles
Fr 16.05. 19:30 DF, Rezensentin: Francesca Lazzari
Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor
KUNST.PROVOKATION.
Unter der Regie des renommierten Film- und Videokünstlers Julian Rosefeldt ist die zweifache Oscar-Gewinnerin Cate Blanchett in zwölf verschiedenen, großartigen Episoden zu sehen, die allesamt diverse zeitlose Manifeste verschiedener Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts behandeln, von Dada über Pop-Art bis hin zu Dogma 95. Als Nachrichtensprecherin, Puppenspielerin oder obdachloser Mann brilliert eine chamäleonhafte Blanchett in einer noch nicht dagewesenen schauspielerischen Tour de Force. In diesem so beeindruckenden wie zeitgemäßen Weckruf verwebt Rosefeldt geschickt die leidenschaftlichsten Statements der Kunstgeschichte.
D/AU 2017 / OmU / 98 Min.
Regie: Julian Rosefeldt / mit Cate Blanchett
Fr 23.05., 22:00
KUNST.PROVOKATION.
Präsentation von Filmen und Performances der Schüler*innen des Abiturfachs Kunst-Musik zum Thema Dialog/Begegnung des Deutsch-Französischen Gymnasiums Freiburg. Das 2009 zunächst als Pilotprojekt eingeführte Wahlfach Kunst-Musik hat sich bewährt und bietet mit seinem auf Dialog basierenden Profil einen der bi-kulturellen Konfiguration angemessenen Teil des Kunstunterrichts: Künste, Sprachen, Kulturen, Teams im Dialog. Integrierte Klassen, zweisprachige Lehrkräfte, zweisprachiger Unterricht.
Fr 23.05., 19:30, Gäste: Die Schüler*innen des DFGs und die KuMu-Lehrer*innen
Sophie Marest und Gilles Dupas / Eintritt auf Spendenbasis
Ciné Club
Nordfrankreich in den 80er Jahren: Der rebellische Clotaire, aufgewachsen in einem Problembezirk, verliebt sich in die unerschrockene Jackie aus gutbürgerlichem Hause. Zwischen den beiden entflammt die große Liebe, doch sie wird durch Bandengewalt auf eine harte Probe gestellt. Clotaire schließt sich schließlich einer kriminellen Gang an und wird wegen eines nicht von ihm begangenen Verbrechens zu Unrecht zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Das romantische Paar verliert sich aus den Augen, bis das Schicksal sie Jahre später wieder zueinander führt. Ist ihre Liebe stärker als Clotaires Wunsch, Rache zu nehmen?
F, B 2024 / OmU / 166 Min.
Regie: Gilles Lellouche / mit François Civil, Adèle Exarchopoulos, Mallory Wanecque, Malik Frikah
Do 22.05., 19:30, Einführung Flavien Le Bouter
Ciné Club
Entspanntes Kino für alle
Der Dokumentarfilm aus Guinea erzählt eine wundervolle Geschichte über Mut, Widerstand, Lebensrealität und Hoffnung. „Ich habe zwar keine Beine, aber ich habe Selbstvertrauen", sagt Alsény. Das braucht er auch, denn Menschen mit einer Behinderung werden in Guinea diskriminiert und als Bettler ernährt er die gesamte Familie. Mit anderen Künstler*innen gründete er das Ensemble „Les Handicapables“, das mit beeindruckender Körperbeherrschung, Musik, Rhythmus und vor allem viel Spaß seine Choreographien für Aufführungen in Dörfern und Schulen probt. Mit ihren Auftritten verbinden sie auch eine Mission: Sie wollen zeigen, dass Einschränkungen nichts über den Wert eines Menschen aussagen.
Wir zeigen die französische Originalversion mit englischen Untertiteln und diskutieren im Anschluss mit der Gruppe „Unsere Stimmen, für ein starkes Wir in Freiburg“, Selbstvertretungsgruppe zum Thema Flucht und Behinderung.
Frankreich-Benin 2023 / 81 Min. / Frz. OmeU
Regie: Billy Touré und Laurent Chevallier
Fr 16.05., 17:30 mit Einführung und Gespräch durch die Filmgruppe des ABC
In Kooperation mit dem ABC (Arbeitskreis Behinderte an der Christuskirche
Entspanntes Kino für alle
Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor
Der naiv-selbstbewußte Texaner Joe (Jon Voight) will in New York als Callboy das lockere Geld machen, doch niemand, und schon gar keine reichen Frauen, warten hier auf ihn. Schließlich freundet er sich mit dem kranken Kleinganoven Ratso (Dustin Hoffman) an und beginnt, Verantwortung zu übernehmen.
Mit dem Film schuf John Schlesinger eines der bedeutenden Werke New Hollywoods, das dem amerikanischen Traum eine bittere Realität entgegenhält, das Bild einer Gesellschaft, der jegliche Illusion abhandenkam und die vom Selbsterhaltungstrieb bestimmt wird. Wir zeigen den mit drei Oscars prämierten Publikumsliebling der Berlinale 1969 in der Deutschen Fassung sowie im Original mit Untertiteln.
USA 1968 / DF & OmU / 113 Min.
Regie: John Schlesinger / mit Dustin Hoffman, Jon Voight, Sylvia Miles
Do 15.05., 21:30 OmU, Rezensentin: Francesca Lazzari
Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor
TRANS*topia - Filme zu trans normalen Lebensgeschichten
Sechs Protagonist*innen erzählen von den absurden, traurigen aber vor allem schönen Seiten ihrer Transition. In offenen, tiefgehenden und humorvollen Gesprächen setzen sie sich mit den Voraus-setzungen, den Konsequenzen und den manchmal auch skurrilen Umständen ihrer Entscheidungen auseinander.
Die Suche nach einem möglichen Leben jenseits binärer Geschlechterbilder, das Infragestellen heteronormativer Lebensmodelle, die Frage nach lebbaren Männlichkeiten, sowie Reibungsflächen in queer-feministischen und schwulen Communities … all das sind Themen des Films – der dabei tatsächlich ohne Tragik und Pathos, ohne voyeuristischen Blick auf Körper, in Schlafzimmer oder OP-Säle auskommt.
In Kooperation mit TransAll e.V.
Ö 2015 / OF / 92 Min.
Regie: Cordula Thym, Katharina Lampert
Do 15.05., 19:30
TRANS*topia - Filme zu trans normalen Lebensgeschichten
Unsere vergessenen Befreier
„Als Arzt kannte er menschliches Leiden. Als Psychiater hat er die Ursachen für die Entstehung von Traumata analysiert und als Kolonialisierter hat er besser verstanden als jeder andere, was es bedeutet, unter kolonialen Bedingungen aufzuwachsen.“ Mit diesen Worten von Aimé Césaire und historischen Aufnahmen von Frantz Fanons Beerdigung 1961 beginnt der Dokumentarfilm von Mehdi Lallaoui. Darin kommen Weggefährt*innen des Befreiungskämpfers und Theoretikers Fanon zu Wort wie seine Assistentin Marie-Jeanne Manuellan, seine Biografin und Mitstreiterin bei der Revolutionierung der Psychiatrie in Nordafrika, Alice Cherki, und der Historiker Jean Khalfa. Ihre Zeugnisse belegen die anhaltende Bedeutung Fanons für den Kampf gegen Kolonialismus und Rassismus und „für einen globalen Humanismus“.
Algerien, F 2021 / OmU / 93 Min.
Regie: Mehdi Lallaoui / mit: Alice Cherki, Marie-Jeanne Manuellan, Jean Khalfa
Mi 14.05., 19:30 Uhr, zu Gast: Mehdi Lallaoui, Alice Cherki
Unsere vergessenen Befreier
Unsere vergessenen Befreier
Mehdi Lallaoui dokumentiert, warum der Tag des Kriegsendes in Europa bis heute in Algerien als ein Tag der Trauer gilt. An diesem Tag schossen französische Siedler in der algerischen Stadt Sétif auf Demonstrant*innen, die nach der Befreiung Europas auch die Befreiung ihres Landes von der Kolonialherrschaft forderten. Die darauf folgende Revolte in der algerischen Küstenregion wurde von französischen Truppen und Fremdenlegionären brutal niedergemetzelt.
F 2003 / OmU / 52 Min. /
Regie: Mehdi Lallaoui & Bernard Langlois
Di 13.05., 19:30 Uhr, zu Gast: Mehdi Lallaoui
Unsere vergessenen Befreier
Freiburger Fenster
Gemeinsam und glücklich leben Torin, 22, seine Schwester Beatrice, 21, und sein Bruder Constantin, 8, in der Villa ihrer verstorbenen Eltern - bis zu Constantins Krebsdiagnose. Nur eine Organspende kann ihn retten, doch es findet sich kein Spender und Constantin stirbt.
Daraufhin schottet sich Torin ab, verfällt dem Alkohol und den Tabletten. Im Wahn und Schmerz über die Ungerechtigkeit verzerrt sich sein Weltbild: Er überträgt Gedanken auf die reale Welt und wird dadurch zu einer Gefahr für die Öffentlichkeit.
Der Film thematisiert die fehlenden Spenderorgane und erzählt die traurige Geschichte als Thriller über Opferbereitschaft, Drogen und moralische Dilemmata.
D 2023 / OF / 110 Min.
Buch und Regie: Enzo Brandi / mit Adrian Degen, Athina Hatsis, Florian Linnemann
Mo 12.05., 19:30, zu Gast: Enzo Brandi
Freiburger Fenster
Werkschau David Lynch
David Lynch verknüpft auf eigenwillige und einprägsame Weise Surrealismus und Pop-Art, Avantgarde und Americana, Zitatkultur und Individualstil. In seinen Filmen bringt er das Kino immer wieder in Dialog mit anderen Kunstformen, von der Bildenden Kunst über Sound-Experimente bis hin zu den Netzwerken der Neuen Medien.
Dem prägenden kreativen Einfluss des Musical-Klassikers WIZARD OF OZ auf das Œuvre des Kult-Regisseurs spürt die Dokumentation LYNCH/OZ von Alexandre O. Philippe nach. In einer innovativen Kombination aus Video-Essay und filmhistorischen Annäherungen begeben sich sieben Filmemacher*innen und Kritiker*innen auf eine kulturelle Spurensuche zwischen Yellow Brick Road und Lynchtown.
USA 2022 / OmeU / 108 Min.
Regie: Alexandre O. Philippe / mit Amy Nicholson, John Waters, Karyn Kusama
So 11.05., 19:30
Werkschau David Lynch
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