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Best of Koki 2025
Man stelle sich vor, der letzte Tag des Lebens wäre angebrochen. Was hält der Rückschau stand? Was stimmt zufrieden? Was ist zu bereuen? VIKA! ist ein Film über den Wert des Lebens und der Selbstentdeckung. Er inspiriert dazu, den eingeschlagenen Weg samt seiner Gabelungen zu überdenken und sich selbst treu zu bleiben.
Vika, die 84-jährige Hauptfigur, mehrfache Mutter und Großmutter, blickt auf eine schwierige Kindheit und viele Arbeitsjahre in einem „ordentlichen“ Beruf zurück. Mit der Pensionierung ergreift sie die Chance, sich neu zu erfinden. Sie wurde DJ und Star der Nachtclubs in Warschau. Agnieszka Zwiefkas Porträt dekonstruiert die Grenzen zwischen „akzeptablen“ und „nicht akzeptablen“ Rollen einer Frau, die sich weigert, ihr Alter anzuerkennen.
Polen, D, Finnland 2023 / OmU / 74 Min. / Regie: Agnieszka Zwiefka
Do 22.01., 21:00
Der Frauenkreis ist ein geschützter Raum der Präsenz und des Zuhörens, der für Frauen gedacht ist, die das Bedürfnis haben, langsamer zu werden und zu sich selbst zurückzufinden.
Eine Auszeit, weit weg von Lärm und Erwartungen, in der es nichts zu beweisen und keine Rolle zu spielen gibt. Sie kommen an, wie Sie sind.
Durch einfache Übungen und das Teilen von Worten in einer Atmosphäre des Respekts und des Vertrauens werden Räume für tiefes Zuhören eröffnet: von Emotionen, vom Körper, von den Erfahrungen, die uns durchdringen.
Es ist eine Begegnung zwischen Frauen, die sich dafür entscheiden, einen Moment innezuhalten, um sich wieder mit ihrer eigenen stillen Kraft zu verbinden, mit der uralten und konkreten Weisheit, die in jeder von uns lebt.
Leitung: Katya Buonomo, Professional Councelor. Für Infos und Teilnahme: info.buonomo@gmail.com
Eintritt auf Spendenbasis, es wird sowohl Italienisch, als auch Deutsch gesprochen
Architektur & Film
Sep Ruf (1908–1982) schuf mit lichtdurchfluteten, offenen Gebäuden eine Architektur, die Natur und Mensch in Einklang bringt – modern, elegant und ihrer Zeit voraus. Der Film von Johann Betz nimmt uns mit auf eine visuelle Reise durch das Werk eines der bedeutendsten deutschen Architekten des 20. Jahrhunderts.
Ein besonderes Anliegen Sep Rufs war es, mit offenen, transparenten Bauten Architektur und Natur zu verbinden und neue Formen des Wohnens und Arbeitens zu ermöglichen. Damit hat er die Wahrnehmung Deutschlands in der Nachkriegsarchitektur entscheidend geprägt. Mit diesem Dokumentarfilm über einen Visionär der Architektur dürfen sich Liebhaber von Architektur und Kino auf aufregende Bilder freuen.
Der Film zeigt seine bekanntesten Bauten in beeindruckenden Bildern: den Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung 1958 in Brüssel (mit Egon Eiermann), den ikonischen Kanzlerbungalow in Bonn, die Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, die Neue Maxburg in München und viele mehr. Viele dieser Werke sind heute denkmalgeschützt. Interviews mit Zeitzeugen, Architekturexperten und Wegbegleitern lassen zusammen mit den architektonischen Bildern eine Hommage an Sep Ruf entstehen. Ein atmosphärischer, vielschichtiger Film über einen Visionär, der in München erst sehr spät Anerkennung erhielt, international jedoch längst gefeiert wurde.
In Kooperation mit dem Architekturforum Freiburg
Deutschland 2025 / 96 Min. / Regie, Drehbuch, Produzent: Johann Betz
Do 22.01., 19:00 / Do 29.01., 19:00
Langzeitdokumentation 14 – 18 – 28
Ein Film von Cornelia Grünberg über 15 Jahre Leben, über Mut, Familie, Zusammenhalt – und Entscheidungen, die alles verändern. 2008 waren Lisa, Fabienne, Laura und Steffi gerade mal 14. Und schwanger. Sie sagten: „Wir kriegen das hin.“ Und brachten Leyla, Valentin, Stella Luna und Jason zur Welt.
15 Jahre später: Ihre Kids sind jetzt genauso alt wie sie damals. Zeit, zurückzublicken – und nach vorn. In ACHTUNDZWANZIG erzählen die jungen Mütter ihre Geschichten: Wie es war, mit 14 plötzlich Verantwortung zu übernehmen. Was sie geprägt hat. Und wie es ihnen – und ihren Kindern – heute geht. Erstmals sprechen nun auch die Kinder der jungen Mütter über sich und ihr Leben heute.
Vor der Filmvorführung, um 20:00 Uhr, lädt Regisseurin Cornelia Grünberg zum Filmgespräch im Foyer ein.
D 2025 / 116 Min. / Regie: Cornelia Grünberg
Mi 21.01., 21:00
kino avantgarde
Drei Filme präsentiert der Musiker und Medienkünstler Michael Vorfeld. So unterschiedlich
diese Filme auch sind, steht bei ihnen stets die Auseinandersetzung mit den Elementen Licht, Schatten und Bewegung im Zentrum. Darüber hinaus ist auch die jeweilige den Film begleitende Klangwelt zentraler Bestandteil der filmischen Arbeiten. Besonders deutlich zeigt sich die Verbindung von Bild und Klang in dem 16mm-Filmprojekt LICHTTON, bei dem der Filmprojektor in einem Audio-Live-Mix auch den Soundtrack zum Film liefert.
LEUCHTSTOFF
LEUCHTSTOFF ist ein 16mm Schwarz-Weiß-Film, der sich den für das Medium Film elementaren Komponenten Licht, Schatten, Bewegung und Klang auf ganz eigene Weise nähert. Verschiedene Lichtquellen entfalten durch die Akteurin und die auf den Film abgestimmte Klangwelt eine suggestive poetische Kraft.
D 2003 / 16mm / 13 Min. / Regie, Kamera & Musik: Michael Vorfeld / Akteurin: Fine Kwiatkowski / Schnitt: Sala Deinema / Ton: Michael Walz //
SILHOUETTE
Das Zusammenspiel von Licht, Klang, Körper und Raum schafft einen Film mit überraschenden Wahrnehmungs-Phänomenen, voll atmosphärischer Dichte und sinnlicher Intensität. Die von Michael Vorfeld für den Film eingespielte Musik entstand mittels Glühlampen und elektrischer Schaltelemente.
D 2021 / 8.35 Min. / Regie, Soundtrack, Licht, Performance: Michael Vorfeld / Kamera: Theo Thiesmeier / Schnitt: Michael Vorfeld & Theo Thiesmeier / Ton: Michael Walz //
LICHTTON
Der Film zeigt in einer dichten Folge animierte Bildsequenzen, welche die mechanischen und optischen Vorgänge analoger Filmtechnik reflektieren. Der mechanische Klang des 16mm-Projektors liefert den Soundtrack zum Film liefert – live vom Filmemacher manipuliert.
D 2003 / 16 mm / 20 Min. / Regie, Kamera & Sound: Michael Vorfeld //
Mi 21.01., 19:00, zu Gast: Michael Vorfeld //
Langzeitdokumentation 14 – 18 – 28
Lisa, Fabienne, Steffi und Laura haben als minderjährige Mütter ihre Kinder zur Welt gebracht. Sie haben gedacht, damit wäre das Schlimmste überstanden. Doch nun müssen sie darum kämpfen, ihre Kinder zu behalten. Denn noch sind sie nicht volljährig. Und sie müssen ihre Leben in den Griff bekommen, ihre Beziehungen, ihre Ausbildung, ihren Alltag, ihr Kind erziehen – und ihr Leben genießen wollen sie auch, sie sind ja noch so jung. Doch sie lassen sich ein auf dieses Wagnis Leben.
D 2014 / 96 Min. / Regie: Cornelia Grünberg
Di 20.01., 19:00
Freiburger Fenster
Im Zentrum der Langzeitbeobachtung über 15 Jahre steht die Schwarzwälder Baufirma Domiziel. Sie versucht, ökonomisches Handeln und soziales Engagement bei der täglichen Arbeit zu vereinen. Das Konzept: Es werden Menschen ins professionelle Bauteam geholt, die keiner will – weil Obdachlose, Strafgefangene etc. weiterhin als „kaum integrierbar“ gelten. Dieses Team saniert alte, häufig das Ortsbild prägende Häuser, die keiner mehr will – denn nach heutigen Gewinnvorstellungen ist das nicht rentabel genug.
Karl ist einer der Protagonisten im Film, der nach ein paar Monaten Obdachlosigkeit zu Domiziel kommt und so wieder Fuß fassen kann in der Arbeitswelt. Mehr noch: Er kann schließlich auch eine Wohnung beziehen im „Gasthaus zum Hirschen“.
D 2025 / 90 Min. / Regie: Peter Ohlendorf
Mo 19.01., 19:00, zu Gast: Filmemacher Peter Ohlendorf
Italienisches Kino
Beatrice plappert ohne Punkt und Komma und auf Wahrheiten legt sie auch keinen besonderen Wert. Sie wird angeblich aus unlauteren Gründen in der luxuriösen Nervenheilanstalt „Villa Biondi“ festgehalten. Dass sie gern mal flunkert, merkt die junge Donatella – auffällige Tattoos und introvertiert – schon gleich nach ihrer Einweisung in die Psychiatrie: Die neugierige Beatrice gibt sich nämlich kurzerhand als Ärztin aus und befragt die Neue über ihren seelischen Zustand. Zwischen Gartenarbeit und Gruppentherapie entdecken die Frauen aber ihre große Sympathie füreinander, büxen aus und begeben sich auf einen verrückten Road-Trip durch die blühende Landschaft der Toskana …
Italien, Frankreich 2016 / OmU / 118 Min. / Regie: Paolo Virzì / mit Valeria Bruni Tedeschi, Micaela Ramazzotti
So 18.01., 19:00
Kunstmarkt
Während in den letzten Jahren gefragt wurde, ob Kunstfälscher*innen auch Künstler*innen sind, stellt uns Stanislaw Mucha augenzwinkernd Dafen vor, wo einzigartige Werke der Kunstgeschichte als Massenprodukte reproduziert werden. In dem chinesischen Ort malen etwa 12.000 Kopist*innen Werke Gerhard Richters, Van Goghs oder Carvaggios (nach). Die Frage nach der Aura des Originals wird ad absurdum geführt, wenn die Familien inmitten der Leinwände leben, Kinder zwischen den Meisterwerken umherrennen und Monets Seerosen für 120 Euro zu haben sind. Ehrlich: Könnten Sie einen Unterschied ausmachen? Der Film fragt aber vor allem die Maler*innen selbst und wie sie sich und ihre Werke sehen.
D 2025 / DF / 90 Min. / Regie: Stanislaw Mucha
Mi 07.01., 19:00, zu Gast: Filmemacher Stanislaw Mucha / So 18.01., 17:00
Kinderfilm
Zirkuskind
Santino ist ein Zirkuskind. Sein Uropa „Ehe“ ist einer der letzten großen Zirkusdirektoren Deutschlands und erzählt ihm die Geschichten seiner Vorfahren: Von der Freundschaft zu einem Elefanten, von Abschieden und Neuanfängen und von seinen ersten Schritten als Clown in der Manege, aber auch von Vorurteilen in der Gesellschaft und von der Verfolgung von Sinti* und Roma* im Nationalsozialismus. ZIRKUSKIND erzählt vom Aufwachsen mit der Familie und den Tieren, von den magischen Momenten im Zirkus und von denen, die seit Generationen die Kunst und Unterhaltung in die Arena bringen. Ein dokumentarisches Roadmovie für Kinder und deren Familien über das Leben einer Zirkusfamilie zwischen Alltag und Faszination.
D 2025 / 86 Min. / Regie: Julia Lemke und Anna Koch / empfohlen ab 7 Jahren
So 18.01., 15:00
Gute Besserung? Filmreihe kritische Medizin
Palliativstation
Der Freiburger Filmemacher Philipp Döring begleitete monatelang das Team der Palliativstation des Franziskus-Krankenhaus Berlin. Wie begegnen Menschen dem eigenen Tod? Und wie kann man schwerstkranken Patienten helfen, ihnen so viel Lebensqualität wie möglich zu geben? In langen Einstellungen begleitet der Film Gespräche und Begegnungen. Dabei entstehen für die Fachkräfte komplexe medizinische, ethische, psychologische und juristische Fragen, auf die es letzten Endes immer nur individuelle Antworten geben kann – denn jeder Mensch muss seinen eigenen Umgang mit dem Sterben finden und „nicht um jeden Preis dem Leben mehr Zeit, sondern der verbleibenden Zeit mehr Leben zu geben“.
In Kooperation mit Kritische Medizin Freiburg
Deutschland 2025 / 245 Min. / Regie: Philipp Döring
Sa 17.01., 17:00, zu Gast: Filmemacher Philipp Döring
Israel
Yes
Nach dem 7. Oktober 2023 arbeiten der Pianist Y und seine Partnerin Yasmin in Tel Aviv als Partyclowns für eine dekadente Oberschicht. Als Y den Auftrag erhält, eine Kriegshymne gegen Palästina zu schreiben, lockt der finanzielle Durchbruch. Doch während Propaganda die Straßen füllt und Bilder aus Gaza das Grauen zeigen, blicken sie in den moralischen Abgrund.
Nadav Lapids schriller Film, der in israelischen Kinos bisher nicht gezeigt wird, ist eine satirische Überzeichnung im Stil von George Grosz und eine Suche nach Sinn im Wahnsinn. Er verzweifelt über der hemmungslosen Brutalität beider Seiten, wütet gegen den israelischen Nationalismus und hält all jenen einen Spiegel vor, die feiernd von all dem profitieren.
D, F, Israel, Zypern 2025 / OmU / 150 Min. / Regie: Nadav Lapid / mit Ariel Bronz, Naama Preis, Efrat Dor
Mi 14.01., 19:00, anschließend Video-Gespräch mit Nadav Lapid / Fr 16.01., 21:00
Das Ornament in der Kunst
Gabbeh
Das im Südosten des Iran lebende Nomadenvolk der Ghashgai, das vom Aussterben bedroht ist, ist bekannt für seine Kunst, Gabbeh zu webe: großflächige, sehr farbenprächtige Teppiche. Gabbehs spielen eine zentrale Rolle im Leben der Stämme, in ihnen spiegeln sich profane Dinge des Alltags ebenso wie transzendente Erfahrungen.
Der iranische Regisseur, Autor und Produzent Mohsen Makhmalbaf gilt als einer der einflussreichsten Filmemacher und Begründer der neuen Welle des iranischen Kinos. Einige seiner Filme waren oder sind im Iran verboten. Seine Filme sind sich auf ihre Weise ihres formalen Status als narrative Artefakte sehr bewusst und widmen sich zugleich der Untersuchung einiger der heikleren Realitäten des iranischen Lebens.
Iran, FRA 1996 / OmeU / 75 Min. / Regie: Mohsen Makhmalbaf
Fr 16.01., 19:00
Der Cellist Armando Renzi und der Pianist Aziz Kortel spielen Stücke von Brahms und Dvorak.
Eine Matinee im Zeichen guter klassischer Musik, in gemütlicher und herzlicher Atmosphäre, gefolgt von einem kleinen Aperitif.
Eintritt gegen Spende
Der Film verfolgt die Rückkehr zur Musik – und zum Leben – des Pianisten und Komponisten Giovanni Allevi nach einer Zeit tiefster Zerbrechlichkeit und konzentriert sich dabei auf den Körper, die Stille und das Warten. Und dann der Klang, der sich langsam seinen Weg zurück bahnt.
Durch persönliche Bilder, Konzerte und Momente der Reflexion wird die Musik zu dem, was sie wirklich ist: Lebenskraft, täglicher Widerstand, konkrete Möglichkeit der Wiedergeburt. Ohne Rhetorik. Ohne Abkürzungen.
Die Vorführung wird von der Anwesenheit des Künstlers im Saal begleitet: Giovanni Allevi teilt diese menschliche und kreative Reise und eröffnet einen direkten und aufrichtigen Dialog mit dem Publikum.
Ein Abend des Kinos und des Hörens, an dem Musik nicht nur gespielt, sondern auch erzählt und gelebt wird.
Im Anschluss an die Filmvorführung finden ein Aperitif, Gespräche und Signierstunde mit Allevi statt.
Eintritte: 8,00 € für Nicht-Mitglieder; 5,00 € für Vivace-Mitglieder.
Diese Veranstaltung ist ohne Reservierung verfügbar.
In memoriam Udo Kier
ANDY WARHOLS FRANKENSTEIN (FLESH FOR FRANKENSTEIN)
Baron Frankenstein (Udo Kier) will eine vollkommene menschliche Rasse erschaffen. Dazu baut er aus Leichenteilen eine Frau und einen Mann zusammen, die ihm göttliche Kinder gebären sollen. Der Mann soll das Gehirn des sexuell sehr aktiven Stallburschen Nicholas bekommen, doch es kommt zu einer Verwechslung, und nicht ihm, sondern seinem Begleiter Sascha wird der Kopf abgeschnitten. Und dieser ist nicht nur auf dem Weg ins Kloster, sondern offensichtlich nicht heterosexuell.
Der von Andy Warhol produzierte und ursprünglich als 3D-Film gedrehte Exploitationfilm war bis 2024 aufgrund seiner ekstatisch-surrealen Gewaltorgien indexiert. Udo Kier wurde damit zu einer Ikone subversiver Filmkunst.
Italien, Frankreich 1973 / OmU / 94 Min. / Regie: Paul Morrissey / mit Udo Kier, Joe Dallesandro, Monique van Vooren
Mi 07.01., 21:30
Kunstmarkt
MANCHE MÖGEN`S FALSCH
Während in den letzten Jahren gefragt wurde, ob Kunstfälscher*innen auch Künstler*innen sind, stellt uns Stanislaw Mucha augenzwinkernd Dafen vor, wo einzigartige Werke der Kunstgeschichte als Massenprodukte reproduziert werden. In dem chinesischen Ort malen etwa 12.000 Kopist*innen Werke Gerhard Richters, Van Goghs oder Carvaggios (nach). Die Frage nach der Aura des Originals wird ad absurdum geführt, wenn die Familien inmitten der Leinwände leben, Kinder zwischen den Meisterwerken umherrennen und Monets Seerosen für 120 Euro zu haben sind. Ehrlich: Könnten Sie einen Unterschied ausmachen? Der Film fragt aber vor allem die Maler*innen selbst und wie sie sich und ihre Werke sehen.
D 2025 / DF / 90 Min. / Regie: Stanislaw Mucha
Mi 07.01., 19:00, zu Gast: Filmemacher Stanislaw Mucha / So 18.01., 17:00
Unbeugsames „ZERNYATKO“ im Herzen Deutschlands: Unterstützen wir unsere Kinder!
Liebe Freunde, vom 4. bis 16. Januar erwartet Süddeutschland ein ganz besonderer Gast: das Jugendensemble „ZERNYATKO“ aus Kyjiw. In neun Benefizkonzerten werden sie uns Licht, Hoffnung und ihren unerschütterlichen Mut schenken.
Wir laden Sie herzlich ein am 8. Januar um 17.00 Uhr in die St. Martin-Kirche (Freiburg, Rathausplatz). Sie bringen uns ein traditionelles Weihnachts-Krippenspiel und festliche Carols (Koljadas) – Traditionen, die Kraft spenden, selbst in dunkelsten Zeiten.
Dieses Ensemble ist ein wahrer Schatz der Ukraine. Die Gründerin, Raisa Zakletska, einst Solistin des weltberühmten Verjowka-Chores, bildet heute eine neue Generation von Botschaftern der ukrainischen Kultur aus. In diesem Jahr feiert „ZERNYATKO“ sein 35-jähriges Jubiläum und hat bereits in 40 Ländern der Welt die ukrainische Seele präsentiert.
Warum Ihre Anwesenheit so wertvoll ist:
Für diese Kinder und Jugendlichen ist die Reise nach Deutschland weit mehr als nur eine Konzerttournee. Es ist ein Weg, den sie unter der ständigen Bedrohung durch Raketenangriffe auf sich nehmen, um die Wahrheit über ihre Heimat zu teilen.
Ein Gefühl von Wertschätzung: Jeder herzliche Blick und jeder Applaus gibt diesen Kindern das Vertrauen, dass ihre Arbeit und ihre Kultur kostbar sind. Ihre Unterstützung hier in Deutschland ist die wichtigste Bestätigung für sie: Die Welt sieht sie, die Welt hört sie und die Welt schätzt sie.
Eine Mission der Hilfe: Gemeinsam mit der DUG-Heilbronn e.V. und dem Projekt „Von Herz zu Herz“ von Waltraud Dietz sammelt das Ensemble Hilfe für Kriegswaisen und Familien, die durch Raketeneinschläge ihr Zuhause verloren haben.
Kommen Sie zahlreich und begrüßen Sie diese jungen, mutigen Talente! Ihre Anwesenheit hilft diesen Kindern zu spüren, dass die Ukraine nicht allein ist und dass ihr Fleiß in den Herzen der Menschen in Europa widerhallt. Schenken wir ihnen das Gefühl von Sicherheit und Anerkennung, das sie so sehr verdienen.
Wir freuen uns auf Sie! Gemeinsam für den Sieg der Menschlichkeit!
SLAVA UKRAINI! HEROJAM SLAVA!
Stummfilm mit Musikbegleitung
Laila – Die Tochter Des Nordens
Der Film LAILA (1929), inszeniert vom dänischen Regisseur George Schnéevoigt, spielt auf dem Finnmarksvidda-Plateau im hohen Norden Norwegens. Er erzählt eine bewegende Geschichte aus dem Leben der indigenen samischen Bevölkerung. Als einziger norwegischer Stummfilm, der eine breite internationale Verbreitung fand, erfreute sich Laila in den späten 1920er- und frühen 1930er-Jahren großer Beliebtheit in vielen europäischen Ländern.
Der Film gilt zudem als die erste bedeutende filmische Darstellung des samischen Volkes und markierte den Beginn des Filmtourismus in Norwegen. In dieser Zeit machten Kreuzfahrtschiffe entlang der norwegischen Küste zunehmend Halt im nordnorwegischen Alta, wo Touristen die samischen Lager besuchen und den sogenannten „Laila-Wasserfall“ besichtigen konnten.
Norwegen 1929 / 145 Min. / Regie: George Schnéevoigt //
Sa 20.12., 19:00, am Klavier: Günter A. Buchwald //
Arabische Filmpionierinnen
the Hour of Liberation has Arrived
In den frühen 1970er-Jahren legten die libanesische Filmemacherin Heiny Srour und ihr Team 800 Kilometer zu Fuß von der jemenitischen Grenze nach Dhofar zurück, um diesen Dokumentarfilm zu drehen. Angesichts der Unabhängigkeitskämpfe in dieser abgelegenen Provinz Omans war dies ein gefährliches Unterfangen. Srours Hauptaugenmerk lag auf den Frauen, die gegen die koloniale Unterdrückung durch das von der britischen Regierung unterstützte Regime Omans für die Unabhängigkeit kämpften. Sie setzt Archivmaterial, Fotos, Aufnahmen vor Ort und Musik ein, um ein kraftvolles Statement gegen Unterdrückung und für Selbstbestimmung in den Bereichen Politik, Kultur, Wirtschaft und Sexualität zu setzen.
Dieser kürzlich restaurierte Dokumentarfilm, der in der gesamten arabischen Welt verboten war, war der erste einer libanesischen Regisseurin, der für Cannes ausgewählt und auf dem Festival gezeigt wurde.
Libanon 1974 / OmeU / 65 Min. / Regie: Heiny Srour //
Di 16.12., 19:00 / Fr 19.12., 21:30 //