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resonance: Musik & Film
1984 waren die TALKING HEADS vielleicht die hipste Band des Planeten. Die scharfsichtigen, sprachlichen Nervenläufe des Sängers David Byrne, eine Musik aus federnden Funk-Rhythmen und polyrhythmischem Getrommel schufen einen popmusikalischen Goldstandard, der noch jahrelang gültig sein sollte. Mit seinem oft als „bester Konzertfilm aller Zeiten“ bezeichneten Reigen aus den drei Abenden im Pantages Theater in Hollywood im Dezember 1983, gelingt es dem späteren Oscar-Preisträger Jonathan Demme (DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER) die intensive Darbietung der Band zum Konzentrat einer ganzen Epoche zu verdichten. Zum 40. Jubiläum wurde der Film in Bild und Ton digital restauriert. Burning down the house!
USA 1984, OF, 88 Min., Regie: Jonathan Demme. Mit David Byrne, Tina Weymouth, Chris Frantz, Jerry Harrison, Steve Scales, Lynn Mabry, Ednah Holt, Alex Weir, Bernie Worrell
Fr 06.03., 21:30 / Sa 28.03., 21:00
Filme zum 8. März: Feministinnen aus aller Welt
„Frauen machen die härteren Filme!“ Diesen Satz gab die Regisseurin Kira Muratova der jungen Isa Willinger am Beginn ihrer Filmkarriere auf den Weg. Ist der weibliche Blick im Kino tatsächlich schonungsloser, wo doch „weiblich“ eher mit „empathisch“ und „gefühlvoll“ gleichgesetzt wird? Willinger begibt sich auf Spurensuche bei Regie-Ikonen, Newcomerinnen und radikalen Vordenkerinnen wie Céline Sciamma, Alice Diop, Joey Soloway, Nina Menkes, Valie Export, Catherine Breillat und Virginie Despentes und spricht mit ihnen – schonungslos, humorvoll und herausfordernd – über ihre Kunst, ihre Wut, ihre Verletzlichkeit, die Bilder, die unsere Welt prägen und den viel diskutierten female gaze.
Deutschland, Österreich 2025, OmU, 105 Min., Regie: Isa Willinger
Zu Gast am 06.03.: Isa Willinger
Fr 06.03., 19:00 / Do 19.03., 21:30
Musik spielt für die kulturelle Identität von Mali eine wichtige Rolle: In ihr liegen die Wurzeln von Blues und Jazz begründet. Seit einigen Jahren wird die äußerst lebendige Musikkultur des afrikanischen Landes von radikalen Islamisten bedroht, die das Hören und Spielen von Musik verbieten. Instrumente wurden zerstört, Musiker*innen bedroht und das weltberühmte „Festival au Désert“ wurde aus Timbuktu vertrieben. Das musikalische Roadmovie stellt vier Musiker*innen vor, die in ihren Liedern gegen den islamistischen Terror und für Freiheit und Toleranz singen. Vor allem die malische Sängerin Fatoumata Diawara wendet sich mutig gegen die Unterdrückung.
Deutschland 2016, OmU, 93 Min. Regie: Lutz Gregor, 93 Min.
Do 5.03., 21:00 / Mi 18.03., 21:00
Deutschlandpremiere: Kinder- und Frauenrechte in Kenia
Die 13-jährige Nawi lebt in der abgelegenen Turkana-Region Kenias und möchte, unterstützt von ihrer Lehrerin, auf die High-School in Nairobi. Aber ihre Familie verkauft sie für Kamele, Schafe und Ziegen in eine Kinderehe. Nawi gelingt die Flucht ins Ungewisse, doch sie hadert mit dem Wunsch nach Selbstbestimmung und dem Verantwortungsgefühl gegenüber ihrer neugeborenen Schwester, die an ihrer Stelle verheiratet werden soll.
Die preisgekrönte Geschichte eines Schreibwettbewerbs beruht auf wahren Begebenheiten und die Verfilmung, in Zusammenarbeit mit den NGOs Learning Lions und Girls Not Brides, erhielt schon 25 internationale Preise, vor allem für die junge Hauptdarstellerin und als bester Film.
Kenia, Deutschland 2025, OmU, 104 Min., Regie: Vallentine Chelluget, Apuu Mourine, Tobias Schmutzler, Kevin Schmutzler. Mit Michelle Lemuya, Joel Liwan, Ochungo Benson
Do 05.03., 19:00 / Mi 11.03., 21:00
Filmen nach Auschwitz
Film & Buchvorstellung
Der polnisch-katholische Widerstandskämpfer Jan Karski (1914–2000) diente der polnischen Exilregierung während des Zweiten Weltkrieges als Kurier. Er hielt den Kontakt zur „Heimatarmee“ im Untergrund und ließ sich 1942 ins Warschauer Getto einschleusen. Auch gelang es ihm, in ein Konzentrationslager bei Lublin vorzudringen. Sein Wissen um die Vernichtung der Juden teilte er in London britischen Regierungsvertretern mit. Die polnische Exilregierung in London schicke ihn weiter zu Präsidenten Franklin D. Roosevelt in Washington, damit er dort von der Lage der Juden in Polen berichten sollte.
Claude Lanzmann befragte ihn 1978 zwei Tage lang, verwendete aber nur einen Teil des Materials in Shoah (1985), worin Jan Karski sagt: „Ich habe berichtet, was ich sah.“ Das übrige Interview ist Gegenstand dieses Films. Karski beschreibt sein Zusammentreffen mit Roosevelt sowie mit Felix Frankfurter, Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten und im jüdischen Leben engagiert. Beide reagierten auf seine Darstellung der Verbrechen in Europa sehr zurückhaltend.
Nach dem Film Vorstellung des neuen Buches von Klaus Theweleit „Filmen nach Auschwitz: Claude Lanzmann und Jean-Luc Godard (2025)“. Klaus Theweleit im Gespräch mit Neriman Bayram.
In Kooperation mit der Buchhandlung jos fritz
Frankreich 2010, OmU, 48 Min., Regie: von Claude Lanzmann, Einführung: Klaus Theweleit
Mi 04.03., 19:00
Tamburi Mundi präsentiert: Ein rhythmisch-musikalisches Mitmachtheater mit „Die Traumausstatter“
Das Tak und die fliegende Trommel
Das Tak geht mit seiner fliegenden Trommel auf Reisen …
Dabei besucht es Orte, die es noch nie gesehen hat. Ganz egal, wohin es kommt, ob beim träumenden Osterhasen, im lustigen Konzertsaal oder in der liebevoll in Szene gesetzten Gemüseküche: Überall wird Musik gemacht!
Und das Allerbeste ist: Auch wenn man gerade gar kein Instrument in den Händen hat, kann man ganz leicht den eigenen Körper und die eigene Stimme zum Klingen bringen!
Wie das geht, zeigen uns Die Traumausstatter. Währenddessen muss das Publikum aber nicht still sitzen, sondern darf selber kräftig klatschen, klopfen und trommeln und sich überhaupt auf viele verschiedene Arten am gemeinsamen Musizieren beteiligen.
Die Welt ist voller Rhythmen und Musik. Dabei kann es manchmal auch ganz schön laut und wild zugehen! Reinsetzen, anschnallen und Propeller an!
Die Traumausstatter sind: Susanne Lotz, Ingrid Kloos, Roland Sproll
Musikalischer Gast: Khayrullo Dadoboev aus Tadschikistan
www.dietraumausstatter.de
Film + Solawi Snacks + Wein = Genuss. Anschließend informieren wir dich, wie du uns mit Direktkrediten unterstützen oder als Teil der Gemeinschaft, Wohnraum finden und für andere schaffen kannst (unverkäuflich, dauerhaft bezahlbar, genossenschaftlich, generationsübergreifend und höchst ökologisch).
- EINTRITT FREI -
In "Wir sind die Neuen“ ziehen drei Alt-68er in eine WG und geraten dabei mit ambitionierten Studis aneinander - dabei treffen Generationen ebenso aufeinander wie überraschend ähnliche Lebensentwürfe.
Das Wohnprojekt Wolke ist eine bunte, generationenübergreifende Gemeinschaft, die im neuen Quartier Kleineschholz dauerhaften bezahlbaren unverkäuflichen Wohnraum für 70 Menschen schafft. Unser Ziel: ein inklusives, nachhaltiges und solidarisches Zuhause für alle Lebensphasen.
In Kooperation mit dem Solidarischen Weinberg und dem Backhaus der Vielfalt (diese tollen Projekte verteilen vor und nach dem Film Leckereien & Flyer und stehen für Fragen zu Solawi Mitgliedschaften bereit).
Der Quartiersladen Vauban spendet ergänzend einen Teil der Verpflegung.
"Wer sagt eigentlich, dass man mit 60 alt ist? Anne, Eddi und Johannes bestimmt nicht. Sie sind um die sechzig, können sich wenig leisten und gründen deshalb ihre alte Studenten-WG einfach neu. Alles soll so sein wie früher: Bis spät nachts um den Küchentisch herumsitzen und Wein trinken, über Gott und die Welt philosophieren und dabei die ehemaligen Hits hören. Doch die neue Wohngemeinschaft hat die Rechnung nicht mit der Hausgemeinschaft gemacht. Denn über den drei Studenten von damals wohnen drei Studenten von heute. Und die verstehen überhaupt keinen Spaß. Sie büffeln für ihr Examen und können alles gebrauchen - bloß keine lustigen und lauten 60jährige, die sich nicht an die Regeln halten. Es dauert nicht lange, bis sich die beiden Generationen höllisch in die Haare kriegen. Aber was genau läuft hier falsch? Haben die Alten die Zeichen der Zeit nicht kapiert? Oder sehen die Jungen einfach nur alt aus?
WIR SIND DIE NEUEN ist eine hinreißende Generationskomödie, die ebenso turbulent wie feinsinnig den Zwist zwischen zwei unterschiedlichen Altersgruppen beschreibt. Mit dem richtigen Maß an Zuspitzung und einem liebevoll-entlarvenden Blick auf seine Figuren lässt Regisseur Ralf Westhoff die alten Ideale der 70er-Jahre-Studenten mit der neuen, veränderten Wirklichkeit zusammenprallen: Kollektiv trifft auf Karrieredenken und Tee auf Termindruck. Der Film zeigt, dass Jungsein früher und Jungsein heute zwei völlig verschiedene Dinge sind. WIR SIND DIE NEUEN ist ein quirliges Plädoyer dafür, dass die Generationen viel mehr voneinander profitieren können als sie denken. Sie müssen nur miteinander reden!
Das Wohnprojekt Wolke ist eine bunte, generationenübergreifende Gemeinschaft, die im neuen Quartier Kleineschholz dauerhaften bezahlbaren unverkäuflichen Wohnraum für 70 Menschen schafft. Unser Ziel: ein inklusives, nachhaltiges und solidarisches Zuhause für alle Lebensphasen.
Wir realisieren höchst energieeffizienten Wohnraum in Holzbauweise, orientieren uns an den Bedürfnissen künftiger Generationen, schaffen Gemeinschaftsflächen und Proberäumen für Musiker:innen. Senior:innen WGs und Cluster-Wohnungen decken neben 1-5 Zimmer-Wohnungen einen Bedarf an zeitgemäßen Wohnformen ab.
Wir arbeiten mit anderen Initiativen zusammen, um auf dem Kleineschholz-Areal ein lebendiges und inklusives Quartier zu schaffen. Als aktiver Teil der Dachgenossenschaft „Wohnen für Alle eG“ realisieren wir unverkäuflichen Wohnraum nach dem Prinzip der Kostenmiete. Durch unsere soziokratische Organisation gestalten wir das Wohnprojekt Wolke gemeinschaftlich und transparent.
Klingt sinnvoll? Finanziere uns mit Genossenschaftsanteilen und Direktkrediten oder werde als Mieter:in Teil unseres gemeinwohlorientierten Wohnprojektes!
Schreib uns gerne an kontakt@wohnprojektwolke.org und erfahre mehr auf https://wohnprojektwolke.org
Diamanti erzählt von miteinander verflochtenen Lebenswegen, von tiefen Bindungen, ungelösten Gefühlen und unausgesprochenen Wahrheiten. Liebe, Freundschaft und Familie bewegen sich in einem fragilen Gleichgewicht, in dem jede Entscheidung Spuren hinterlässt.
Als die Vergangenheit wieder an die Oberfläche tritt und Emotionen nicht länger verborgen bleiben können, werden die Figuren gezwungen, sich dem zu stellen, was sie verbindet – und was sie trennt. Unter dem Druck der Gefühle treten Verletzlichkeit, Sehnsucht und eine unerwartete Stärke hervor.
Wie Diamanten beginnen sie gerade im Moment größter Spannung zu leuchten. Ein intensives, zutiefst menschliches Drama über Identität, Erinnerung und den Mut, sich selbst treu zu bleiben.
Für Vivace-Mitglieder, mit Möglichkeit, für Nicht-Mitglieder einmal zu "schnuppern". Geeignet für Teilnehmer mit ausreichenden Italienischkenntnissen
Diskussions-Veranstaltung
mit Katja Diehl, Tobi Rosswog & Thorsten Donnermeier
Das gute Leben für Alle
Können wir uns Überreiche & den Kapitalismus noch leisten?
Die rücksichtslose Ausbeutung von Mensch und Natur haben uns in eine Vielfachkrise geführt (Klimakatastrophe, Artensterben, Demokratie-, Armuts- und Gesellschaftskrise usw.). Diese Krisen sind systembedingt. Und das müssen wir ändern! Aber wie?
Es geht nicht darum, Autos zu hassen oder Arbeitsplätze zu feiern. Es geht darum, sich ehrlich zu fragen: Was brauchen wir wirklich? Und wer entscheidet eigentlich, was produziert wird? Und wie schaffen wir weltweit nachhaltige Verhältnisse für ein gutes Leben – jetzt und für zukünftige Generationen?
Die Veranstaltung ist Gespräch und Diskussion von und mit der Mobilitätsexpertin Katja Diehl, dem Aktivisten Tobi Rosswog & dem VW-Arbeiter Thorsten Donnermeier über den Umbau der Industrie und der gesamten Gesellschaft hin zum Guten Leben für Alle. Raus aus der Wirtschaft, die für Profit produziert und rein in eine Gesellschaft, die für Bedürfnisse und das Gemeinwohl schafft. Über die Verbindung von sozialer und ökologischer Gerechtigkeit. Über Antifaschismus und Antimilitarismus.
Eine Diskussion über eine Gesellschaft, die niemanden zurücklässt und gleichzeitig dem Planeten nicht den Boden entzieht. Wie wir da hinkommen und was wir selbst dafür tun können. Und vor allem darüber, dass Veränderung nur gemeinsam funktioniert.
Ein geschützter Raum der Präsenz und Gastfreundschaft, in dem jedeFrau sich erlauben kann, langsamer zu werden, zu fühlen und zu sich selbst zu finden. Durch kleine Übungen und den Austausch von Worten und Zuhören werden wir Emotionen und Erfahrungen erforschen und uns auf die Reise zu unserem authentischsten Zentrum begleiten, um unsere innere Weisheit wiederzufinden.
Moderatorin: Katja Buonomo, Professional Councelor
Die Teilnehmerinnen dürfen sowohl Italienisch als auch Deutsch sprechen.
Eintritt auf Spendenbasis.
Eine unterhaltende Matinee der ungewöhnlichen Art im Crossover zwischen klassischen Liedern und Volksmusik, Jazz, Musical und Pop.
Mit starkem Bühnenpräsenz, Witz und lebendiger Musikalität gestalten die beide erfahrene Musikerinnen Anna Boethius-Tanner (Gesang) und Olga Gorina (Klavier) mit Feingefühl und Ehrlichkeit einen Programm der ungewöhnlichen Art.
Die Veranstaltung wird von einem Aperitif im Stil von Vivace begleitet.
Eintritt auf Spende.
Herzschlag und Atem sind der Puls unseres Lebens. Trommeln und Gesang sein musikalisches Echo. Sechs internationale Musikerinnen stehen beim Abschlusskonzert auf der E-Werk Bühne und spüren dieser uralten Verbindung nach. Die türkische Sängerin Tuğba Gülyeşil ist zum ersten Mal bei Tamburi Mundi zu Gast. Die Musikerin aus Istanbul verweigert fröhlich alle Schubladen und präsentiert ihre Lieder, die Zeugnis der reisenden „Liebenden“ sind, welche als Âşık bekannt, einer jahrhundertealten Tradition von singenden Geschichtenerzählern folgten. Kasia Kadłubowska aus Polen genießt die spannende Balance zwischen zeitgenössischer Musik, Tribal Pop und traditioneller Volksmusik aus Mittel- und Osteuropa.
Mit Mallets am Vibraphon und einer großen Liebe zur Rahmentrommelmusik geht sie einen eigenen musikalischen Weg.
Sara Fotros, iranische Musikerin aus London zeigt kraftvolle Percussion auf der persisch-kurdischen Rahmentrommel Daf.
Gesine Bänfer aus Freiburg ist mit „wind and strings“ in der Alten Musik wie im Folk zu Hause.
Isabel Martín aus Spanien spürt in ihrem Gesang und der iberischen Rahmentrommel Pandero Cuadrado den Wurzeln mediterraner Musikkulturen nach.
Malika Coşkun setzt als junge Stimme eigene perkussive Akzente.
Am letzten Festivalabend lassen uns die Musikerinnen das Besondere ihrer je eigenen Musik erleben, gehen dabei immer wieder neue Verbindungen ein und zelebrieren mit uns die pulsierend emotionale Intensität von „Drums and Voices“.
Mit: Tuğba Gülyeşil - Bendir, Rebab, Stimme Isabel Martín - Pandero Cuadrado, Rahmentrommel, Stimme Kasia Kadlubowska - Vibraphon, Rahmentrommel, Percussion, Stimme Sara Fotros - Daf Malika Coşkun - Rahmentrommel Gesine Bänfer - Whistles, Sopransaxophon, Schalmei, Dudelsack, Gitarre
Die Tamburi Mundi Special-Gala ist eine feste Tradition und das Herzstück des Festivals: Ein ganzer (Musik-)Kosmos öffnet sich in einem Instrument! Ein Percussion-Abend, der musikalisch kaum kontrastreicher, kaum bunter und vielfältiger ausfallen kann. Dabei sind es nicht nur die Vielfalt und Diversität der Musiker:innen, die diesen Abend unvergesslich machen, sondern die spürbare Hingabe an die Musik und das gemeinsame Rahmentrommel-Spiel. Der diesjährige Special-Abend beleuchtet die Facetten der „Einfachheit“ - SIMPLICITY: Klarheit, der Fokus auf das Wesentliche, Reduktion, ein roher, unverfälschter Klang und das Glück darüber, dass es manchmal nicht viel braucht, um Verbindungen zu schaffen und zufrieden zu sein. Die Trommler:innen aus Spanien, Tadschikistan, Italien, Portugal, Polen, Schweiz, Belgien, der Türkei, Iran, USA und Deutschland nehmen uns mit auf ihre forschende Reise, begleitet von einer pulsierenden Lebendigkeit und Freude und einer „simplen“ Innigkeit im Spiel. Der Abend und die Stimmung lassen sich schwer in Worte fassen, was man aber mit Sicherheit sagen Musikalische Konzeption und Leitung: Murat Coskun Mit Glen Velez - Frame Drums, Stimme Mohammad Reza Mortazavi - Daf, Tombak Andrea Piccioni - Tamburello, Frame Drums, Stimme Khayrullo Dadoboev - Doira, Percussion Kasia Kadłubowska - Percussion, Gesang Tuğba Gülyeşil - Bendir, Gesang Robbe Kieckens - Frame Drums, Percussion Isabel Martín - Pandero Cuadrado, Gesang Sara Fotros - Daf (persische Rahmentrommel) Michał Pękosz - Frame Drums, Percussion Lorenzo D`Erasmo - Frame Drums, Maultrommel Francesco Magarò - Tamburello, Frame Drums, Stimme Ana Nicolás de Cabo - Schellentamburin, Pandero Cuadrado Beatriz Picas - Adufe, Cello, Gesang Uta Schilling - Doira, Percussion Philipp Kurzke - Frame Drums, Cajón Max Gerwien - Congas, Percussion Valentin de Montmollin - Frame Drum, Pandeiro Yaschar Coşkun - Frame Drums, Percussion Murat Coşkun - Framedrums, Percussion, Stimme …und weitere Gäste!kann: Es werden mehr Musiker:innen auf der Bühne stehen, als ursprünglich hier angekündigt…
Kabarett-Witz und mitreißende Rhythmen: Das neue Programm „Laugh In Time” des italienisch-spanisch-portugiesischen Trios ist nicht nur ein Konzert – es ist eine Performance. Drei Multi-Instrumentalist:innen schlagen augenzwinkernd den Bogen zwischen ihrem musikalischen Können und theatralischer Ironie. Freut euch auf diese humorvoll-beschwingte Reise zu den Wurzeln, wenn der rohe, uralte Puls sizilianischer Tamburine auf zeitgenössische Vokalexperimente trifft und okzitanische Klänge mit Kindheitsmelodien verschmelzen - durch eine scharfsinnige, schelmenhafte Linse neu interpretiert. Es ist eine Feier des Klangs und des Geschichtenerzählens, die „die vierte Wand“ durchbricht und zu einem mitreißenden Finale führt, bei dem das Publikum zum schlagenden Herzen der Musik wird. Mit: Ana Nicolás de Cabo - Schellentamburin, Adufe, Txistu, Flöten, Gesang Lorenzo D`Erasmo - Rahmentrommel, Kastagnetten, Klein-Percussion, Klangobjekte Beatriz Picas - Cello, Adufe, Gesang
P.O.P. - Power of Percussion Music, ein Abend, von dem ihr nicht genug kriegen könnt! Zwei fantastische Bands aus der Kaderschmiede der Popakademie Mannheim, dazu Solo-Duo- Percussion, ein Schweizer Musiker, der zeigt, dass Rap und Rahmentrommel sehr wohl zusammenpassen, eine neue Stimme aus Istanbul und das alles mit besonderen Tamburi Mundi Rahmentrommelgästen! Das arabisch-deutsche Duo EYPA gibt in seiner Performance mehr als nur Musik, sie laden ein gemeinsam im Hier und Jetzt zu sein. Die beiden Musiker verbinden unterschiedliche kulturelle und musikalische Einflüsse zu einem eigenen Indie-Electronica Sound. Ihr transkulturelles Projekt enthält Elemente aus Ambient, Krautrock und Drum’n’Bass. Komposition und Improvisation verschmelzen zu einer Trance und machen jedes Live-Set zu einer wirklich einzigartigen Show. Chiara und Manu sind ein frisch formiertes Duo, das Emotionen und Leidenschaft in Klang verwandelt. Ihre Songs bewegen sich zwischen verträumten Melodien und akustischen folky Elementen in cinematischem Gewand. Dabei bleibt ihre Musik stets roh und ehrlich – ein intimer Blick in Gefühle und Gedanken zu Themen, die sie beschäftigen. Begleitet werden sie von zwei weiteren Musikern an Piano und Bass. Max Gerwien, Frame Drum Award Preisträger 2024, überzeugt in einer atemberaubenden Solo-Percussion-Show und gesellt sich als drumming guest zu den diversen Acts des Abends. Yaschar Coşkun, junger Worldpercussionist, der aktuell in die Musikkultur Schwedens eintaucht, setzt als Duopartner kraftvolle Akzente. Studierende der Percussionklasse der MH Freiburg bringen filigran geballten Rhythmus auf die Bühne. Valentin de Montmollin hat eigene Rap-Songs im Gepäck, die er mit dem erdigen Sound der Frame Drum verbindet. Tuğba Gülyeşil ist eine eigene Stimme in der Musikszene Istanbuls, die sich bewusst in keine Schublade packen lässt. Power of Percussion Music mit junger Musik, einem abwechslungsreichen Programm und tanzbarenansteckenden Grooves. Mit EYPA Eyad Ghannam (E-Oud) Paul-Aaron Wolf (Synthesizer, Drums) Chiara Kilchling (Gitarre, Vocals) Emanuel Abanto (E-Gitarre) Paul Martens (Bass) Eddy Kolb (Piano) Max Gerwien (Percussion) Yaschar Coskun (Frame Drums) Valentin de Montmollin (Pandeiro, Vocals) Tuğba Gülyeşil (Bendir, Vocals) Studierende der Percussionklasse (Hochschule für Musik Freiburg)
Mohammad Reza Mortazavi ist einer der außergewöhnlichsten Solo-Perkussionisten unserer Zeit. Der aus dem Iran stammende Künstler hat das Spiel auf den traditionellen persischen Handtrommeln Tombak und Daf neu definiert und zu einer einzigartigen, zeitgenössischen Klangsprache weiterentwickelt. Mit atemberaubender Virtuosität, höchster Präzision und einer unverwechselbaren Technik erschafft er komplexe rhythmische Strukturen, die zugleich hypnotisch, körperlich und zutiefst emotional wirken. Bereits im Kindesalter begann Mortazavi mit dem Tombak-Spiel und entwickelte im Laufe seiner Karriere zahlreiche neue Spieltechniken, die heute weltweit als wegweisend gelten. Seine Musik überschreitet bewusst kulturelle und stilistische Grenzen: Tradition wird bei ihm nicht reproduziert, sondern transformiert. Rhythmus wird zum Raum, Klang zur Bewegung. Seit vielen Jahren lebt und arbeitet Mortazavi in Berlin. Seine Solo-Performances sind intensive, tranceartige Erlebnisse, in denen er mit nur einem Instrument polyphone Klangwelten entstehen lässt. Dabei verbindet er archaische Kraft mit zeitgenössischer Ästhetik und einer radikalen künstlerischen Freiheit. Mohammad Reza Mortazavi ist ein Ausnahmekünstler – kompromisslos, visionär und unverwechselbar. Mohammad Reza Mortazavi - Daf, Tombak, Rahmentrommel „Klänge wie aus einer anderen Welt.“ – NDR Kultur/ „Man könnte auch sagen, es ist eine Revolution.“ – ZDF Aspekte/ "Schaut man dem unglaublich virtuosen Solisten zu, könnte man denken, er hätte nicht zwei, sondern mindestens sechs Hände." – ARTE
Die moderne Rahmentrommelwelt ist in vielerlei Hinsicht eine sehr lebendige Musik: Sie schöpft aus uralten Traditionen, lässt sie weiterleben, nutzt Ideen der heutigen Zeit, bricht mit „dem Alten“ und setzt neue klangliche, technische und kompositorische Maßstäbe. Die Frame Drum Musik stellt eine permanente Evolution dar, ausgehend von den Musiker:innen, die sich mit Leidenschaft und Kreativität diesem Genre widmen. Für das diesjährige Festivalthema SIMPLICITY hat das Tamburi Mundi Festival vier Musiker angefragt, einen gemeinsamen Abend im Spannungsfeld der beiden Pole „Komponiertes“ und „Improvisiertes“ zu kreieren. Dass es ein Abend voller Kontraste sein wird, das zeigt schon die Auswahl der Musiker selbst: Der tadschikische Doyra-Meister Khayrullo Dadoboev mit professionellem traditionellem Hintergrund, der sich seit über einer Dekade mit der Transformation seines Instrumentes in die westliche Musik beschäftigt, der italienische Multiinstrumentalist und Rahmentrommel-Experte Francesco Magarò, der zeitgenössische Ideen und südindischen Konnakol auf der Rahmentrommel verbindet, der klassisch ausgebildete Schlagzeuger und Handpan-Virtuose Michał Pȩkosz aus Polen, bekannt für sein subtiles Spiel mit viel Einfühlungsvermögen und der Belgier Robbe Kieckens, der seine jahrelangen schwarzafrikanischen musikalischen Erfahrungen auf die Frame Drum überträgt und spannende Dimensionen eröffnet. Ein musikalisches Reiseabenteuer zwischen Komposition und Improvisation - und im Gepäck nur eine einfache Trommel! Mit: Khayrullo Dadoboev - Rahmentrommel, Percussion, Doyra Francesco Magarò - Rahmentrommel, Tamburello Michał Pȩkosz - Rahmentrommel, Handpan Robbe Kieckens - Rahmentrommel, Percussion
ANDREA PICCIONI “opening act” / MEDITERRANEAN ORCHESTRA Eine Weltpremiere, die dem Tamburi Mundi Festival gewidmet ist: Das „Mediterranean Orchestra“, geboren in der Abteilung für traditionelle Musik des Tschaikowski-Konservatoriums von Nocera Terinesei, Italien. Das Ensemble spielt und arrangiert traditionelle Musik aus dem Mittelmeerraum, mit dem Fokus auf die Klänge, Instrumente und das Repertoire Mittel- und Süditaliens. Und sie betonen dabei die Berührungspunkte zwischen den verschiedenen Musiktraditionen, die dieses Meer verbindet. Durch den Einsatz traditioneller Instrumente – Zampogna (Sackpfeifen), Rahmentrommeln, Chitarra Battente, Mandoline, Lira (Drehleier), Organetto (diatonisches Akkordeon) und Marranzana (sizilianische Maultrommel) – und vor allem durch die Arbeit mit Gesang, der das pulsierende Herz des Projektes ist, öffnet sich ein großer mediterraner Klangraum. Jeder einzelne Musiker bringt den eigenen musikalischen Hintergrund ein und trägt so zu einem lebendigen Dialog zwischen individuellen Erfahrungen und einer kollektiven Identität bei. Neben Stücken aus der mündlichen Überlieferung präsentiert das Orchester auch Originalkompositionen, die speziell für das Ensemble geschrieben wurden und eine musikalische Sprache prägen, die Erinnerung, Experimentierfreude und zeitgenössisches Schreiben miteinander verwebt. Bevor dem großen Ensemble die Bühne gehört, eröffnet Andrea Piccioni, Tamburello Meister und Dozent am Tschaikowski-Konservatorium den Abend mit einem kurzen Solo-Part und einem Premieren-Stück. Andrea Piccioni – Tamburello, Rahmentrommeln Mediterranean Orchestra: Mattia Dell’Uomo – Gesang, Marranzani, Rahmentrommeln Sergio Pizza – Rahmentrommeln Alessandro Darsinòs – Gesang, Marranzani, Percussion Antonio Petitto – Kontrabass, Marranzani, Rahmentrommeln Giuseppe Braccio – Chitarra Battente, Gesang Simone Frezza – Akkordeon, Zampogna, Flöten, Gesang, Rahmentrommeln Valerio Frezza – Chitarra battente, Mandoline, Gesang, Rahmentrommeln Francesco Denaro – Kalabrische Lira, Gesang Francesco Loffredi – Organetto
Dieser Konzertabend gibt zwei außergewöhnlichen Musiker:innen Raum und Zeit. Nora Thiele ist eine der vielseitigsten Perkussionistinnen Europas. Sie ist eine innovative Rahmentrommelpionierin mit einem fundierten Rhythmuswissen aus jahrelanger Beschäftigung mit der Musik der Kulturen der Welt. Seit mehr als 20 Jahren formt sie eigene Performancekonzepte. In ihrem Solosetup verbindet sie Tasten- und Schlaginstrumente zu einem Klangkosmos zwischen akustischen und elektronischen Klängen mit Worldpercussion, Stimme, mitreißenden Frame Drum Grooves und sphärischen Klängen. Tamburi Mundi richtet das erste Spotlight auf eine wichtige Stimme in der heutigen Rahmentrommel-Welt. Nora Thiele - Frame Drums, Electronics, Piano, Stimme Claudio Spieler ist ein österreichischer Worldpercussionist, dessen Musikerherz für südindische Rhythmen und afrokubanische Musik sowie für den Flamenco schlägt. Er tourt und performt auf Festivals von Havanna bis Reykjavik (u.a. mit Konstantin Wecker, Martin Grubinger, Karen Lugo, Peter Madsen und David Helbock). Klassische Percussion, Meisterschüler von Hakim Ludin, Studium bei Kanjira-Meister Selvaganesh Vinayakram - all das hat ihn geformt und macht ihn heute zu einem sensitiven und in der Live-Performance unglaublich beeindruckenden Musiker: Sein Spiel ist subtil, humorvoll, einfallsreich und vor allem virtuos - mit der puren Lust am Musizieren! Claudio Spieler - Kanjira, Konnakol, Bongó, Frame Drum, Djembé
Die Frame Drum Achse „New York-Freiburg“ ist eine wichtige Konstante im Festivalprogramm und Ausdruck einer großen Wertschätzung. Dennoch beschreibt dieser Abend ein Novum: Zum ersten Mal stehen der Freiburger Worldpercussionist Murat Coşkun und der mehrfache Grammy-Preisträger Glen Velez (USA) als Duo auf der Bühne. „Simply back to Simplicity“: Es ist Zusammenspiel zweier Rahmentrommelmeister, deren Spiel Innigkeit, Improvisationslust und Liebe zu klaren Formen vereint. Sie genießen den Moment, inspiriert vom Augenblick und dem, was ihnen die Musik des Gegenübers erzählt. Dabei verlassen sie sich auf ihre Intuition, lassen ihre Instrumente sprechen, greifen aber auch auf Vertrautes zurück, auf die Erfahrungen zahlreicher gemeinsamer Tourneereisen, auf denen sie die Bühnen geteilt haben. Indische, schamanische und türkisch-arabische Elemente finden in ihren Kompositionen Ausdruck. Glen Velez` mexikanische Wurzeln sind ebenso spürbar, wie die Verbundenheit Murat Coşkuns mit der türkischen Musik. Als Leitfaden dient das diesjährige Festival-Thema „Simplicity“. Velez und Coşkun zeigen die Kraft, Schönheit, Klarheit, Lebensfreude und auch den Reiz der „Einfachheit“, nach der sich der Mensch oft sehnt. So sind auch komplexere Teile ihrer Musik mit einer Leichtigkeit verwebt und öffnen sich den Zuhörenden. Zwei Generationen treffen aufeinander: Velez schuf mit seinem ganz eigenen Performance-Stil ein neues Genre des Trommelns - inspiriert durch jahrelanges Studium der Perkussion und Rahmentrommeln aus verschiedenen Kulturen. Seine virtuoses Spiel sowie sein origineller Kompositionsstil, der Trommelsprache und zentralasiatischen Obertongesang einbezieht, haben für Musiker:innen auf der ganzen Welt neue Wege eröffnet. Murat Coşkun hat viel von ihm gelernt und Wesentliches für sein eigenes Spiel übernommen. Velez war ihm ein wichtiger Wegweiser, so dass die große Rahmentrommel-Vision „Tamburi Mundi“ in Freiburg Wirklichkeit werden konnte. Mit: Glen Velez - Rahmentrommel, Percussion, Stimme Murat Coşkun - Rahmentrommel, Hang, Percussion, Stimme … und Gästen