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Filme von Regisseur*innen zum internationalen feministischen Kampftag – Film des Monats
Am 24. Oktober 1975 steht in Island alles still. Kein Geschäft ist geöffnet, keine Zeitung erscheint, kein Geschirr wird gespült. Die isländischen Frauen befinden sich im Streik. Sie wollen nicht länger hinnehmen, dass ihre Arbeit in Betrieb und Familie unterbewertet, ihre Stimme nicht gehört und ihnen Zugang zu wichtigen Bereichen der Gesellschaft verwehrt wird. Unglaubliche 90 Prozent beteiligen sich und der Tag geht in die Geschichte ein.
Der Dokumentarfilm lässt die Protagonistinnen zu Wort kommen und zeigt, wie aus einer einfachen Idee eine Revolution wurde. Heute ist Island in puncto Gleichstellung eines der fortschrittlichsten Länder der Welt.
Island, USA 2024 / OmU / 71 Min. / Regie: Pamela Hogan, Hrafnhildur Gunnarsdottir //
Sa 08.03., 19:30 (Vorpremiere) / Do 13.03., 21:30 / So 16.03., 17:30 / Mo 17.03., 19:30 (Zusatzvorstellung) / Do 27.03., 19:30 //
Filme von Regisseur*innen zum internationalen feministischen Kampftag
Film des Monats
ciné club
Die Kinderbuchillustratorin Juliette kehrt aus Paris in ihren Heimatort in der französischen Provinz zurück. Dort hofft sie auf zwei entspannte Wochen im Kreise ihrer Familie. Stattdessen trifft sie auf ihre Schwester, die mitten in einer existentiellen Krise steckt, ihren liebevollen, aber etwas launischen Vater, ihre Mutter, die gerade das Thema New Age für sich entdeckt hat – und auf ihre geliebte Großmutter, die sich mit ihrem neuen Leben in einem Pflegeheim anfreunden muss. Und dann ist da noch der freundliche, etwas einsame Pollux, der zufällig Juliettes Weg kreuzt…
In ihrer charmanten, warmherzigen Komödie erzählt die französische Regisseurin Blandine Lenoir („Madame Aurora und der Duft von Frühling“) auf tiefsinnige und gleichzeitig sehr unterhaltsame Weise eine Geschichte über familiäre Beziehungen, die Suche nach dem Sinn im eigenen Leben und über die kleinen Absurditäten des Alltags.
F 2024 / OmU / 96 Min. / Regie: Blandine Lenoir //
Do 13.03., 19:30, Einführung: Flavien Le Bouter
ciné club
Bestsellerautor Stephan Orth („Couchsurfing im Iran“) hat den Krieg Russlands gegen die Ukraine von Beginn an intensiv miterlebt. Durch seine ukrainische Freundin Julija verbindet ihn ein besonderes Band mit dem Land.
Wie geht es den Menschen, die geblieben sind?
Wie sieht ihr Alltag aus, was gibt ihnen Hoffnung?
Und was hat das alles mit uns zu tun?
Mit diesen Fragen reist er Tausende Kilometer zwischen Kyjiw und Kramatorsk, zwischen Charkiw und den Karpaten. Er wohnt bei den Einheimischen, hört ihre Geschichten, ist beeindruckt von ihrem Mut und Lebenswillen – und packt selbst beim Wiederaufbau mit an.
Im Multimedia-Vortrag zu seinem neuen Buch erzählt Stephan von den Menschen, die er unterwegs traf. Von der Juristin Polina, die täglich bei medizinischen Evakuierungen ihr Leben riskiert. Von Alexandr aus Kostjantyniwka, der erfolgreicher Immobilien-Investor war, bevor feindliche Soldaten sein Land überfielen, und nun nur noch ein Haus besitzt. Und von Lidija aus Lyman, 85, die im eigenen Keller lebt, seit eine Rakete ihre Wohnung zerstörte, und dennoch sagt: „Alles wird gut werden!“
Aus nächster Nähe erlebt Stephan die Brutalität russischer Raketenangriffe und die Widerstandskraft derer, denen sie gelten.
„Couchsurfing in der Ukraine“ ist ein packender Bericht über das Leben im Ausnahmezustand und eine große Liebe.
Sonderpreis für Mitglieder der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft Freiburg
Am 13. März 2025 präsentiert die MUNDOLOGIA den spannenden Vortrag „Couchsurfing Ukraine“ von Stephan Orth. In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft Freiburg bietet die MUNDOLOGIA einen exklusiven Sonderpreis an:
Wer eine Empfehlung der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft erhalten hat und an der Abendkasse erscheint, bezahlt als Erwachsener (ab 17 Jahren) nur 10,- Euro. Kinder können den Vortrag für 5,- Euro erleben.
Besucher können einfach an der Abendkasse kommen. Der Ticketvorverkauf ist ausschließlich per E-Mail unter fromke@mundologia.de möglich.
Der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg, Projekt ReFIT Freiburg, präsentiert im Rahmen des Internationalen Frauentags eine neue, partizipative Studie mit Fokus auf Bildungsbiografien von Frauen mit Romani-Hintergrund in Freiburg, deren Erfahrungen und Strategien wichtige Hinweise für notwendige, strukturelle Veränderungen liefern. Anschließend laden die Veranstalter*innen zum Austausch mit dem Studienteam (Prof. Dr. Karin Cudak - HAWK, Verena Lehmann), den Interviewerinnen und dem Publikum ein.
Im Rahmen des Internationalen Frauentags in Kooperation mit dem VDSR Baden-Württemberg, Projekt ReFIT Freiburg
Fr 14.03., 19:00, Moderation: Luisa Lindenthal //
Vortrag & Diskussion
Resonance: Musik & Film
Marie Losier hat die Kanadierin Merrill Nisker, die queerfeministische Ikone Peaches, 17 Jahre lang filmisch begleitet. Entstanden ist ein intimes Porträt mit exklusivem Archivmaterial, elektrisierenden Konzerten, und ihrem furchtlosen Forschen auf und abseits der Bühne.
„Peaches stellt die Grenzen ihrer Identität ständig in Frage und definiert sie neu. Ihre Arbeit ist engagiert, rebellisch und spielerisch und hat eine unverschämte, freche Kraft. Das Bedürfnis zu experimentieren, sich neu zu erfinden, das Bedürfnis, voll und frei zu leben und sich den Normen und Feindseligkeiten zu stellen, indem man liebt, tanzt und kreiert, steht im Mittelpunkt meiner Arbeit.“ (Marie Losier)
Belgien, Frankreich 2024 / OmeU / 73 Min. / Regie: Marie Losier //
Mi 12.03., 21:30 / Sa 22.03., 21:30 //
Resonance: Musik & Film
Filme von Regisseur*innen zum internationalen feministischen Kampftag
Ein kollektives, filmisches Porträt über 50 Individuen, die eine ungewollte Schwangerschaft abgebrochen haben. In Deutschland, wo Abtreibungen immer noch als Straftat gelten, wird der Zugang weiterhin erschwert durch einen bundesweiten Ärzt*innenmangel sowie ein sich ausbreitendes Netzwerk christlicher Fundamentalist*innen. Der Film blickt über die Pro- bzw. Anti-Choice-Dichotomie hinaus, um kritisch zu hinterfragen, was es überhaupt bedeutet, eine freie Entscheidung zu treffen.
D 2021 / OF / 98 Min. / Regie: Sarah Dutsch //
Mi 12.03., 19:30, Einführung durch die FLINTA*-Gruppe FemVer //
Filme von Regisseur*innen zum internationalen feministischen Kampftag
Trans*topia – Filme zu trans normalen Lebensgeschichten
Chrishaun Reed „CeCe“ McDonald wird angegriffen und verteidigt ihr Leben. Dabei wird ein Mann getötet, woraufhin sie in einem Männer-Gefängnis inhaftiert wird. Die Schauspielerin Laverne Cox kämpft um CeCes Freilassung. Im Interview mit CeCe wird deutlich, welcher Gewalt trans* Frauen, insbesondere Schwarze und trans* Frauen of Color ausgesetzt sind. Die Dokumentation schafft es dabei, CeCes Geschichte zu erzählen und dabei auf stereotype Erzählungen zu verzichten. Denn CeCe ist nicht nur Überlebende, sondern auch Aktivistin: Sie kämpft für die Rechte von trans* Personen und kritisiert strukturellen Rassismus und Transmisogynie.
USA 2016 / Engl. OF mit engl. UT / 100 Min. / Regie: Jac Gares //
Di 11.03., 19:30, anschließend Filmgespräch mit Menschen, die bei TransAll aktiv sind
Trans*topia – Filme zu trans normalen Lebensgeschichten
Vortrag von Karl Rössel (Köln)
In Europa begann der Zweite Weltkrieg am 1. September 1939. In Afrika herrschte bereits seit 1935 Krieg um Äthiopien (mit Soldaten aus 17 Ländern und 4 Kontinenten) und auch der japanische Angriff auf China hatte bereits 1937 begonnen. Bis 1945 leisteten Millionen Soldaten aus der Dritten Welt einen wichtigen Beitrag, um die Welt vom europäischen Faschismus und japanischen Großmachtwahn zu befreien. Weite Teile des Globalen Südens dienten auch als Schlachtfelder und blieben nach Kriegsende verwüstet zurück. Allein in China forderte der Krieg mehr Opfer als in Deutschland, Italien und Japan zusammen. Aber Fakten wie diese kommen in der hiesigen Geschichtsschreibung bislang kaum vor.
Karl Rössel, Kurator der Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“, informiert darüber mit Fotos und Originaltönen von Zeitzeug*innen.
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Unsere vergessenen Befreier
(De-)koloniale Perspektiven auf den Zweiten Weltkrieg
Filme und Vorträge in Freiburg
Di 11.03. – Di 03.06.2025
Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Unzählige Menschen und alle Kontinente wurden durch diesen Krieg erschüttert, dessen Zentrum Deutschland war. Die Nationalsozialisten hatten den Weltkrieg 1939 mit dem Überfall auf Polen begonnen, und schließlich über Europa hinaus nach Asien, Ozeanien, Afrika und die Amerikas ausgeweitet. Gleichwohl müssen bereits der italienische Abessinienkrieg 1935 in Äthiopien/Eritrea und der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg ab 1937 als Teil dieses globalen Krieges begriffen werden, denn beide wurden von den mit Deutschland verbündeten Achsenmächten Italien und Japan begonnen. Vergessen werden darf dabei allerdings nicht, dass die Zahl derjenigen aus aller Welt, die sich den Nazis militärisch entgegenstellten, weit größer war, als die Zahl ihrer internationalen Verbündeten.
Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung von Nazideutschland wollen wir mit zahlreichen Vorträgen und einer Filmreihe mit Gästen aus Algerien, Frankreich, Italien, Brasilien, Korea und den USA sowohl seinen Opfern wie auch den Widerstandskämpfer*innen aus dem Globalen Süden gedenken. Damit wollen wir zum Perspektivwechsel von einer eurozentrischen hin zu einer globalen Geschichtsschreibung beitragen. Europa, und insbesondere Deutschland, muss sich der historischen Verantwortung stellen, die es gegenüber Kontinenten, Ländern und Regionen hat, die durch Kolonialisierung und Krieg zerrüttet wurden. Untrennbar damit verbunden ist auch die Verantwortung gegenüber Menschen, die heutzutage aus ihren Herkunftsländern flüchten und hier nach Schutz und Asyl suchen.
Eine Veranstaltung von iz3w und Kommunales Kino Freiburg in Kooperation mit ACT – Africa Center for Transregional Research, Blaues Haus Breisach, Centre Culturel Français Freiburg, DEAB, De/Coloniality Now, FAIRburg, Frankreich-Zentrum, freiburg-postkolonial, Institut für Sozial- und Kulturanthropologie, KoBra – Kooperation Brasilien, Kulturaggregat, recherche international, Theater Freiburg, Weingut Dilger
Mit finanzieller Unterstützung des Landtags und des Staatsministeriums Baden-Württemberg über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg, gefördert von Brot für die Welt mit Mitteln des kirchlichen Entwicklungsdienstes, INTA-Stiftung, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, Kulturamt Freiburg
Was können 8 x 8 Zentimeter große Stickereien in einem Land bewegen, das von Not, Unfreiheit und den radikalen Vorstellungen der Taliban geprägt ist? Der Dokumentarfilm NADELSTICHE erzählt die beeindruckende Geschichte des Stickprogramms Guldusi.
Rund 70 Kilometer nördlich von Kabul in Afghanistan, bietet dieses Programm 200 Frauen in drei Dörfern einen Lichtblick. Unter der Leitung von Pascale Goldenberg, die seit zwei Jahrzehnten unermüdlich für die Rechte und die kreative Entfaltung dieser Frauen kämpft, schafft das Projekt mehr als nur Einkommen: Es gibt Hoffnung, Selbstbewusstsein und die Möglichkeit, Traditionen neu zu interpretieren.
Die handgestickten Motive reisen von Afghanistan nach Europa und erzählen Geschichten von Mut und Überlebenswillen. Gleichzeitig inspirieren sie europäische Künstlerinnen und Handwerkerinnen, indem sie kulturelle Brücken schlagen. Guldusi ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie interkulturelle Zusammenarbeit trotz aller Hindernisse möglich ist – eine Hommage an die Stärke der afghanischen Frauen.
NADELSTICHE ist nicht nur ein Film über textile Kunst, sondern eine Botschaft der Solidarität und ein Statement für Menschenrechte. Gedreht über drei Jahre, zeigt er, wie kleine Schritte große Wirkung entfalten können – trotz der Grenzen, die eine Filmkamera in Afghanistan nicht überschreiten darf. Dieser Film ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass Kreativität und Widerstand Hand in Hand gehen können.
Gestickte Exponate aus Afghanistan können vor und nach dem Film angeschaut und auch käuflich erworben werden.
Im Rahmen des Internationalen Frauentags, veranstaltet von FAIRburg e.V. und der Frauenkommission des Migrantinnenbeirats der Stadt Freiburg
D 2024 / DF + OmU / 67 Min. / Regie: Peter Ohlendorf //
Mo 10.03., 19:00 //
Filme von Regisseur*Innen zum internationalen feministischen Kampftag
Vortrag von Heiko Wegmann (freiburg-postkolonial.de)
Rassistische Bilder von afrikanischen Kolonialsoldaten wurden bereits im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 geprägt und dann zur Kaiserzeit in den Debatten über Kolonialkriege und in der Weimarer Republik in der Kampagne gegen die Rheinlandbesetzung fortgeschrieben. Die Bilder dienten der Propaganda gegen feindliche Mächte, verhandelten aber auch Geschlechterverhältnisse und »Weißsein« der deutschen Gesellschaft selbst. In der NS-Zeit schlug sich dies in der Zwangssterilisation hunderter Kinder von Kolonialsoldaten und weißen Müttern sowie in zahlreichen »gebilligten Massakern« der Waffen-SS an Kolonialsoldaten nieder. Kolonialsoldaten etwa aus Nord- und Westafrika hatten danach wesentlichen Anteil an der Befreiung des Elsass und Badens vom NS. Die dabei verübte, auch sexualisierte Gewalt gegen Zivilist*innen ist bis heute öffentlich präsent, während die Taten weißer Soldaten eher ausgeblendet wurden. Vor allem aber blieben die an den Kolonialsoldaten verübte Gewalt und der weiter tradierte Rassismus, unter dem Kinder von weißen Frauen und Kolonialsoldaten auch nach 1945 weiter zu leiden hatten, ein Randthema.
im Anschluss Film ab 21:00 Uhr: AUCH AFRIKANER HABEN DAS ELSASS BEFREIT
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Unsere vergessenen Befreier
(De-)koloniale Perspektiven auf den Zweiten Weltkrieg
Filme und Vorträge in Freiburg
Di 11.03. – Di 03.06.2025
Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Unzählige Menschen und alle Kontinente wurden durch diesen Krieg erschüttert, dessen Zentrum Deutschland war. Die Nationalsozialisten hatten den Weltkrieg 1939 mit dem Überfall auf Polen begonnen, und schließlich über Europa hinaus nach Asien, Ozeanien, Afrika und die Amerikas ausgeweitet. Gleichwohl müssen bereits der italienische Abessinienkrieg 1935 in Äthiopien/Eritrea und der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg ab 1937 als Teil dieses globalen Krieges begriffen werden, denn beide wurden von den mit Deutschland verbündeten Achsenmächten Italien und Japan begonnen. Vergessen werden darf dabei allerdings nicht, dass die Zahl derjenigen aus aller Welt, die sich den Nazis militärisch entgegenstellten, weit größer war, als die Zahl ihrer internationalen Verbündeten.
Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung von Nazideutschland wollen wir mit zahlreichen Vorträgen und einer Filmreihe mit Gästen aus Algerien, Frankreich, Italien, Brasilien, Korea und den USA sowohl seinen Opfern wie auch den Widerstandskämpfer*innen aus dem Globalen Süden gedenken. Damit wollen wir zum Perspektivwechsel von einer eurozentrischen hin zu einer globalen Geschichtsschreibung beitragen. Europa, und insbesondere Deutschland, muss sich der historischen Verantwortung stellen, die es gegenüber Kontinenten, Ländern und Regionen hat, die durch Kolonialisierung und Krieg zerrüttet wurden. Untrennbar damit verbunden ist auch die Verantwortung gegenüber Menschen, die heutzutage aus ihren Herkunftsländern flüchten und hier nach Schutz und Asyl suchen.
Eine Veranstaltung von iz3w und Kommunales Kino Freiburg in Kooperation mit ACT – Africa Center for Transregional Research, Blaues Haus Breisach, Centre Culturel Français Freiburg, DEAB, De/Coloniality Now, FAIRburg, Frankreich-Zentrum, freiburg-postkolonial, Institut für Sozial- und Kulturanthropologie, KoBra – Kooperation Brasilien, Kulturaggregat, recherche international, Theater Freiburg, Weingut Dilger
Mit finanzieller Unterstützung des Landtags und des Staatsministeriums Baden-Württemberg über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg, gefördert von Brot für die Welt mit Mitteln des kirchlichen Entwicklungsdienstes, INTA-Stiftung, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, Kulturamt Freiburg.
Dienstag, 03.06.25 um 19:00
Das Werk der belgischen Regisseurin, Installationskünstlerin und Schriftstellerin Chantal Akerman (1950 – 2015) ist eine ausführliche und vielgestaltige Antwort auf die Frage, was im Kino noch möglich ist. Ihre Filme, wie JEANNE DIELMAN, 23, QUAI DU COMMERCE – 1080 BRUXELLES, JE TU IL ELLE, D’EST oder LA CAPTIVE, sind im Kino ohne Vorbild und prägen mit ihren bahnbrechenden feministischen Sichtweisen seit ihrem Erscheinen die Ausdrucksmöglichkeiten des Films.
Dies ist der unheimlich beunruhigende und fesselnde, über dreistündige Bericht über das scheinbar banale Leben einer alleinerziehenden Mutter in langen Echtzeit-Einstellungen, die nach und nach ein schreckliches Geheimnis offenbaren. JEANNE DIELMAN wurde von der Sight & Sound Critics Poll 2022 zum besten Film aller Zeiten gewählt. Dies ist das erste Mal, dass eine Regisseurin die Liste anführt.
Belgien 1975 / OmU / 201 Min. / Regie & Drehbuch: Chantal Akerman / Kamera: Babette Mangolte / Mit Delphine Seyrig, Jan Decorte, Henri Storck, Jacques Doniol-Valcroze, Yves Bical //
So 09.03., 20:00 //
Filme von Regisseur*Innen zum internationalen feministischen Kampftag
Zum 12. Mal findet in der Reihe „Kunst und Literatur“, kuratiert von Chris Popovic und Almut Quaas, eine Ausstellung mit Lesung statt. Diesmal ist das Buch von Ingeborg Hecht „Als unsichtbare Mauern wuchsen“ Grundlage für die künstlerische Auseinandersetzung zum Thema der Judenverfolgung in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus. Die Autorin – sie lebte am Ende ihres Lebens in Freiburg – setzt an den Anfang ihrer Kapitel jeweils eine Verordnung aus der Rassengesetzgebung und beschreibt anschließend, welche Auswirkungen diese auf ihr Leben als Halbjüdin hatte. Ein Beispiel dafür ist das Gesetz vom 12.11.1938: "Juden ist der Besuch von Theatern, Kinos, Konzerten, Ausstellungen usw. verboten".
Unter den zahlreichen Bewerbungen der BBK-Südbaden Mitglieder wurden von einer unabhängigen externen Jury vierzehn anonymisierte künstlerische Arbeiten ausgewählt. Diese werden in der Zeit vom 9. März bis zum 13. April in den Räumen des BBK / Kulturwerks T66 in der Talstraße 66 präsentiert. Das Koki lädt zur Vernissage mit Begrüßung durch Michael Ott (Vorstandsvorsitzender BBK) und Ulrich von Kirchbach (1. Bürgermeister), einem Bericht über das Leben von Ingeborg Hecht von Wolfgang Dästner (Sprecher von „Gegen Vergessen - Für Demokratie“) und einer Lesung aus dem Buch von Ullo von Peinen. Anschließend spricht die Kunsthistorikerin Susanne Ramm-Weber im Turm des Kulturwerks zu den Arbeiten. Bei der Finissage am 13. April um 16 Uhr findet ein Gespräch mit den Künstlerinnen und Künstlern statt.
So 09.03., 18:00 //
Kunst und Literatur: Vernissage & Lesung
Für die schüchterne Teenagerin Mina beginnt ein neues Schuljahr, und sie möchte unbedingt dazugehören – vor allem möchte sie E. D. Win beeindrucken, den gleichaltrigen Hip-Hop-Tänzer, dessen Instagram-Fanclub weitaus größer ist als sein Einfühlungsvermögen. Trotz ihrer Befangenheit und der Tatsache, dass sie nicht tanzen kann, ringt Mina sich zur Teilnahme an einem Tanzwettbewerb durch. Vom unangenehmen ersten Vortanzen bis zum großen Auftritt verabschiedet sie sich von Selbstzweifeln und problematischen Körperbildern.
Norwegen 2023 / 91 Min. / Regie: Aurora Gossé / empfohlen ab 8 Jahren //
So 09.03., 15:30 / So 16.03., 15:30 //
Kinderkino
Ein junges Paar flieht, vom tödlichen Hass seiner Schwiegermutter verfolgt, quer durch die USA. Das Horror-Szenario von Gewalt, Armut, Verrat und Tod schweißt sie nur noch mehr zusammen, doch nach Sailors Haftstrafe stellt sich die Frage, ob sie sich noch eine gemeinsame Zukunft zutrauen.
Eine mit gewaltigem Bild-, Ton- und Musikaufwand opernhaft inszenierte Mischung aus „amour fou“, Gangstergeschichte und Roadmovie, die mit einer ironischen Märchenhaltung die schrecklichen Seiten des Lebens schlaglichtartig erhellt und doch humane Werte und die Schönheiten des Daseins beschwört. Eine überspitzte Collage, die zugleich als verdichtete Momentaufnahme verstanden werden kann. Goldene Palme 1990.
USA 1990 / OmU / 120 Min. / Regie: David Lynch / Mit Laura Dern, Nicolas Cage, Willem Dafoe, Isabella Rossellini //
Sa 08.03., 21:00 mit Einführung / Sa. 15.03., 21:30 //
Werkschau David Lynch
Am 24. Oktober 1975 steht in Island alles still. Kein Geschäft ist geöffnet, keine Zeitung erscheint, kein Geschirr wird gespült. Die isländischen Frauen befinden sich im Streik. Sie wollen nicht länger hinnehmen, dass ihre Arbeit in Betrieb und Familie unterbewertet, ihre Stimme nicht gehört und ihnen Zugang zu wichtigen Bereichen der Gesellschaft verwehrt wird. Unglaubliche 90 Prozent beteiligen sich und der Tag geht in die Geschichte ein.
Der Dokumentarfilm lässt die Protagonistinnen zu Wort kommen und zeigt, wie aus einer einfachen Idee eine Revolution wurde. Heute ist Island in puncto Gleichstellung eines der fortschrittlichsten Länder der Welt.
Island, USA 2024 / OmU / 71 Min. / Regie: Pamela Hogan, Hrafnhildur Gunnarsdottir //
Sa 08.03., 19:30 (Vorpremiere) / Do 13.03., 21:30 / So 16.03., 17:30 / Do 27.03., 19:30 //
Film des Monats
Filme von Regisseur*Innen zum internationalen feministischen Kampftag
Es ist der Wandel und der Aufbruch, die Leichtigkeit und das Spielerische, das Saskia Derksens Frauenfiguren verkörpern. Ihre Skulpturen bestehen aus Fundstücken von Schrottplätzen und aus der Natur: Strandgut, Metall, Holz, Stein, Pflanzen, Blattgold.
Manche Figuren drängen sich gleich zu Beginn auf, manche müssen wachsen, bis sie stimmig sind. So entstand 2019 ihre erste Frauenskulptur - eine Tänzerin. Seitdem sind viele neue hinzugekommen. Was sie verbindet? Licht und Schatten. Das Schwere und das Leichte. Die Balance. Mal stehen die Figuren stärker im Kontrast, mal weniger, aber Saskia Derksen arbeitet die Dinge von allen Seiten her zu Ende. Das ist auch ihre Devise als Schmuck- und Objektkünstlerin. Zur Skulptur kam sie erst spät, aber das Plastische war immer schon da, ist gereift und hervorgebrochen. Und nun brauchen die Frauenfiguren Räume, um unter sich zu sein.
Ausstellungsdauer: 09.03.-13.04.25 / Vernissage: Sa 08.03.25, 19:00 / Finissage: So 13.04., 18:00 //
Begleitprogramm: SMOKE SAUNA SISTERHOOD / Di 18.03., 19:30 / Mi 19.03., 21:30 //
Ausstellung in der Galerie im Alten Wiehrebahnhof
Aufbruch – Skulpturen von Saskia Derksen
Die Veranstaltungsreihe „Afrika in Deutschland – Sichtbar unverzichtbar“ macht die bedeutenden Beiträge der afrikanischenDiaspora in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur sichtbar. Initiiert von German - Africa Insight (GAI) e.V., bringt das Programm Expertinnen, Kulturschaffende und die Öffentlichkeit zusammen, um den interkulturellen Austausch zu fördern und die entscheidende Rolle afrikanischer Akteurinnen in der deutschen Gesellschaft zu würdigen.
Ein interaktives Veranstaltungsformat mit hochkarätigen Gästen
Vom 8. März bis 26. September 2025 verwandelt sich Freiburg in eine Bühne für Dialog, Austausch und Inspiration. DieVeranstaltungsreihe umfasst sechs interaktive Aktionstage mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Kunst- und Literaturaktionen sowie einen abschließenden Gala-Abend am 27. September 2025.
Zum Auftakt am 8. März 2025 um 19 Uhr im Haus des Engagements (Rehlingstraße 9, 79100 Freiburg) sprechen Gabi Rolland (MdL), Landtagsabgeordnete und Dr. Blessing Durodola (UniFreiburg) über die Bedeutung und Sichtbarkeit der afrikanischen Diaspora. Die Veranstaltung wird von musikalischen Beiträgen und afrikanischen Köstlichkeiten begleitet.
Unsere Ziele:
- Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Völkerverständigung
- Schaffung von Dialogräumen für afrikanische Expertinnen und Akteurinnen
- Sichtbarmachung positiver Beiträge und Leistungen der afrikanischen Zivilgesellschaft
- Abbau von Vorurteilen und Förderung einer offenen, vielfältigen Gesellschaft
- Befähigung der afrikanischen Community, ihre Expertise zu teilen und Netzwerke zu stärken Zielgruppe
Weitere Veranstaltungstermine:
Freitag, 4. April 2025: PD Dr. Clarence Pingpoh spricht über seine Erfahrungen zwischen zwei Welten. Felix Efosa ( Gemeindrat, Stadt Freiburg)
Samstag, 10. Mai 2025;
Samstag, 7. Juni 2025; mit Dr. Grace Mbungu (Renewable Energy Development Expert)
Samstag, 2. August 2025
Freitag, 26. September 2025: Workshop mit Vorträgen und Samstag, 27. September 2025: Finale mit Gala-Abend im Bürgerhaus Zähringen (Lameystr. 2, 79108 Freiburg)
Ein krönender Abschluss: Der Gala-Abend am 27. September 2025
Die feierliche Gala am 27. September 2025 bildet das Highlight der Veranstaltungsreihe
Die „Africa Week Germany“ ist mehr als eine Veranstaltungsreihe – sie ist ein Schritt in Richtung einer stärkeren Wertschätzung der afrikanischen Diaspora“, so die Veranstalter von GAI e.V. Die Gala bietet eine Plattform, um wertvolle Beiträge sichtbar zu machen, Netzwerke zu stärken und die Vielfalt als gesellschaftliche Bereicherung hervorzuheben.
Fragen an info@german-africainsight.de
Eintritt frei
Spenden erwünscht
Wir feiern den Weltfrauentag
Wann? 8. März
Wo? in den Konzeptläden (auch im Outlet Zirndorf)
Feiern Sie mit uns alle farbstarken Menschen dieser Welt!
Wir laden Sie ein zu süßen Snacks, erfrischenden Getränken und toller Hennamalerei (13-17 Uhr).

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Das Konfuzius-Institut an der Universität Freiburg lädt gemeinsam mit dem Badischen Go-Verein herzlich zu einem zweitägigen Weiqi/Go-Turnier ein! Eingeladen sind insbesondere Spielerinnen und Spieler aus dem Dreiländereck sich in einem vierrundigen McMahon-Turnier mit langer Bedenkzeit zu messen. Das Turnier wird mit Fischer-Modus gespielt und für die europäische Go-Datenbank gewertet. Turnierleitung: Wilhelm Bühler Startgeld: 30€ (deutlich vergünstigt mit Frühbucher-Rabatt) Anmeldungen & weitere Infos: info.go361.eu/wiki/fr-2503 Die Teilnahme als Zuschauer:in ist kostenfrei! Während der Runden werden gerne Fragen zum Spiel beantwortet und es besteht die Möglichkeit, sich selbst am Spielbrett auszuprobieren. Veranstalter ist der Badische Go-Verein in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Freiburg
Journée internationale de valorisation de valorisation de la femme Togolaise en Allemangne
ABLAUF:
Umzug itinerair
- Rennweg - Zähringenstraße
-Komturstrasse - Lameystrasse