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Langzeitdokumentation 14 – 18 – 28
Lisa, Fabienne, Steffi und Laura haben als minderjährige Mütter ihre Kinder zur Welt gebracht. Sie haben gedacht, damit wäre das Schlimmste überstanden. Doch nun müssen sie darum kämpfen, ihre Kinder zu behalten. Denn noch sind sie nicht volljährig. Und sie müssen ihre Leben in den Griff bekommen, ihre Beziehungen, ihre Ausbildung, ihren Alltag, ihr Kind erziehen – und ihr Leben genießen wollen sie auch, sie sind ja noch so jung. Doch sie lassen sich ein auf dieses Wagnis Leben.
D 2014 / 96 Min. / Regie: Cornelia Grünberg
Di 20.01., 19:00
Freiburger Fenster
Im Zentrum der Langzeitbeobachtung über 15 Jahre steht die Schwarzwälder Baufirma Domiziel. Sie versucht, ökonomisches Handeln und soziales Engagement bei der täglichen Arbeit zu vereinen. Das Konzept: Es werden Menschen ins professionelle Bauteam geholt, die keiner will – weil Obdachlose, Strafgefangene etc. weiterhin als „kaum integrierbar“ gelten. Dieses Team saniert alte, häufig das Ortsbild prägende Häuser, die keiner mehr will – denn nach heutigen Gewinnvorstellungen ist das nicht rentabel genug.
Karl ist einer der Protagonisten im Film, der nach ein paar Monaten Obdachlosigkeit zu Domiziel kommt und so wieder Fuß fassen kann in der Arbeitswelt. Mehr noch: Er kann schließlich auch eine Wohnung beziehen im „Gasthaus zum Hirschen“.
D 2025 / 90 Min. / Regie: Peter Ohlendorf
Mo 19.01., 19:00, zu Gast: Filmemacher Peter Ohlendorf
Italienisches Kino
Beatrice plappert ohne Punkt und Komma und auf Wahrheiten legt sie auch keinen besonderen Wert. Sie wird angeblich aus unlauteren Gründen in der luxuriösen Nervenheilanstalt „Villa Biondi“ festgehalten. Dass sie gern mal flunkert, merkt die junge Donatella – auffällige Tattoos und introvertiert – schon gleich nach ihrer Einweisung in die Psychiatrie: Die neugierige Beatrice gibt sich nämlich kurzerhand als Ärztin aus und befragt die Neue über ihren seelischen Zustand. Zwischen Gartenarbeit und Gruppentherapie entdecken die Frauen aber ihre große Sympathie füreinander, büxen aus und begeben sich auf einen verrückten Road-Trip durch die blühende Landschaft der Toskana …
Italien, Frankreich 2016 / OmU / 118 Min. / Regie: Paolo Virzì / mit Valeria Bruni Tedeschi, Micaela Ramazzotti
So 18.01., 19:00
Kunstmarkt
Während in den letzten Jahren gefragt wurde, ob Kunstfälscher*innen auch Künstler*innen sind, stellt uns Stanislaw Mucha augenzwinkernd Dafen vor, wo einzigartige Werke der Kunstgeschichte als Massenprodukte reproduziert werden. In dem chinesischen Ort malen etwa 12.000 Kopist*innen Werke Gerhard Richters, Van Goghs oder Carvaggios (nach). Die Frage nach der Aura des Originals wird ad absurdum geführt, wenn die Familien inmitten der Leinwände leben, Kinder zwischen den Meisterwerken umherrennen und Monets Seerosen für 120 Euro zu haben sind. Ehrlich: Könnten Sie einen Unterschied ausmachen? Der Film fragt aber vor allem die Maler*innen selbst und wie sie sich und ihre Werke sehen.
D 2025 / DF / 90 Min. / Regie: Stanislaw Mucha
Mi 07.01., 19:00, zu Gast: Filmemacher Stanislaw Mucha / So 18.01., 17:00
Kinderfilm
Zirkuskind
Santino ist ein Zirkuskind. Sein Uropa „Ehe“ ist einer der letzten großen Zirkusdirektoren Deutschlands und erzählt ihm die Geschichten seiner Vorfahren: Von der Freundschaft zu einem Elefanten, von Abschieden und Neuanfängen und von seinen ersten Schritten als Clown in der Manege, aber auch von Vorurteilen in der Gesellschaft und von der Verfolgung von Sinti* und Roma* im Nationalsozialismus. ZIRKUSKIND erzählt vom Aufwachsen mit der Familie und den Tieren, von den magischen Momenten im Zirkus und von denen, die seit Generationen die Kunst und Unterhaltung in die Arena bringen. Ein dokumentarisches Roadmovie für Kinder und deren Familien über das Leben einer Zirkusfamilie zwischen Alltag und Faszination.
D 2025 / 86 Min. / Regie: Julia Lemke und Anna Koch / empfohlen ab 7 Jahren
So 18.01., 15:00
Gute Besserung? Filmreihe kritische Medizin
Palliativstation
Der Freiburger Filmemacher Philipp Döring begleitete monatelang das Team der Palliativstation des Franziskus-Krankenhaus Berlin. Wie begegnen Menschen dem eigenen Tod? Und wie kann man schwerstkranken Patienten helfen, ihnen so viel Lebensqualität wie möglich zu geben? In langen Einstellungen begleitet der Film Gespräche und Begegnungen. Dabei entstehen für die Fachkräfte komplexe medizinische, ethische, psychologische und juristische Fragen, auf die es letzten Endes immer nur individuelle Antworten geben kann – denn jeder Mensch muss seinen eigenen Umgang mit dem Sterben finden und „nicht um jeden Preis dem Leben mehr Zeit, sondern der verbleibenden Zeit mehr Leben zu geben“.
In Kooperation mit Kritische Medizin Freiburg
Deutschland 2025 / 245 Min. / Regie: Philipp Döring
Sa 17.01., 17:00, zu Gast: Filmemacher Philipp Döring
Israel
Yes
Nach dem 7. Oktober 2023 arbeiten der Pianist Y und seine Partnerin Yasmin in Tel Aviv als Partyclowns für eine dekadente Oberschicht. Als Y den Auftrag erhält, eine Kriegshymne gegen Palästina zu schreiben, lockt der finanzielle Durchbruch. Doch während Propaganda die Straßen füllt und Bilder aus Gaza das Grauen zeigen, blicken sie in den moralischen Abgrund.
Nadav Lapids schriller Film, der in israelischen Kinos bisher nicht gezeigt wird, ist eine satirische Überzeichnung im Stil von George Grosz und eine Suche nach Sinn im Wahnsinn. Er verzweifelt über der hemmungslosen Brutalität beider Seiten, wütet gegen den israelischen Nationalismus und hält all jenen einen Spiegel vor, die feiernd von all dem profitieren.
D, F, Israel, Zypern 2025 / OmU / 150 Min. / Regie: Nadav Lapid / mit Ariel Bronz, Naama Preis, Efrat Dor
Mi 14.01., 19:00, anschließend Video-Gespräch mit Nadav Lapid / Fr 16.01., 21:00
Das Ornament in der Kunst
Gabbeh
Das im Südosten des Iran lebende Nomadenvolk der Ghashgai, das vom Aussterben bedroht ist, ist bekannt für seine Kunst, Gabbeh zu webe: großflächige, sehr farbenprächtige Teppiche. Gabbehs spielen eine zentrale Rolle im Leben der Stämme, in ihnen spiegeln sich profane Dinge des Alltags ebenso wie transzendente Erfahrungen.
Der iranische Regisseur, Autor und Produzent Mohsen Makhmalbaf gilt als einer der einflussreichsten Filmemacher und Begründer der neuen Welle des iranischen Kinos. Einige seiner Filme waren oder sind im Iran verboten. Seine Filme sind sich auf ihre Weise ihres formalen Status als narrative Artefakte sehr bewusst und widmen sich zugleich der Untersuchung einiger der heikleren Realitäten des iranischen Lebens.
Iran, FRA 1996 / OmeU / 75 Min. / Regie: Mohsen Makhmalbaf
Fr 16.01., 19:00
Was ist Deine Vision für Deutschland? Womit fühlst Du Dich wohl und wie würdest Du gerne deinen Alltag leben?
Zu diesen Fragen bringen wir an diesem Wochenende unsere unterschiedlichen Vorstellungen, Ideen und Träume ein und schauen, wo es einen gemeinsamen Nenner gibt und wo nicht. Wo widersprechen wir uns? Gelingt es uns, den Widerspruch zu lösen? Auf was können wir uns bzw. können wir uns einigen?
Mit Methoden aus Argumentationstrainings und aus dem Demokratietraining Betzavta erschließen wir uns aktuelle politische und gesellschaftliche Streitthemen und erforschen, ob auch angesichts von Gegensätzen Verständigung möglich ist.
Eingeladen sind alle, die offen sind, neue Perspektiven zu erkunden und Verständigung zu fördern.
Inmitten von Alltag, Tempo und Reizflut wächst in vielen Menschen die Sehnsucht nach einem Ort, an dem sie einfach sein dürfen. Stille kann dieser Ort sein – nicht leer, sondern lebendig, nährend, klärend. Über 8 Wochen wirst du eingeladen, die Stille als deinen persönlichen Raum des Ankommens zu erfahren. Jede Kurseinheit widmet sich einem eigenen Thema – vom Lauschen auf die innere Stimme bis hin zum mutigen Innehalten im leeren Raum.
Dich erwarten geführte Meditationen, feine Impulse, wertvolle Fragen zur Selbstreflexion sowie achtsame Möglichkeiten zum Austausch. Ein besonderer Bestandteil sind Musikmeditationen: kraftvolle Musikstücke laden dich ein, in Stille zu lauschen, dich innerlich zu verbinden und aufzutanken – getragen vom Klang.
Ein Kurs für Menschen, die sich selbst ein Stück näherkommen möchten. Mit Freundlichkeit, Tiefe und der Bereitschaft, im Leisen das Wesentliche zu entdecken.
>> Im Oktober/November gibt es den Kurs „Raum für Stille – Raum für dich II“, der nach oder auch unabhängig von diesem Kurs besucht werden kann. <<|
Unbeugsames „ZERNYATKO“ im Herzen Deutschlands: Unterstützen wir unsere Kinder!
Liebe Freunde, vom 4. bis 16. Januar erwartet Süddeutschland ein ganz besonderer Gast: das Jugendensemble „ZERNYATKO“ aus Kyjiw. In neun Benefizkonzerten werden sie uns Licht, Hoffnung und ihren unerschütterlichen Mut schenken.
Wir laden Sie herzlich ein am 8. Januar um 17.00 Uhr in die St. Martin-Kirche (Freiburg, Rathausplatz). Sie bringen uns ein traditionelles Weihnachts-Krippenspiel und festliche Carols (Koljadas) – Traditionen, die Kraft spenden, selbst in dunkelsten Zeiten.
Dieses Ensemble ist ein wahrer Schatz der Ukraine. Die Gründerin, Raisa Zakletska, einst Solistin des weltberühmten Verjowka-Chores, bildet heute eine neue Generation von Botschaftern der ukrainischen Kultur aus. In diesem Jahr feiert „ZERNYATKO“ sein 35-jähriges Jubiläum und hat bereits in 40 Ländern der Welt die ukrainische Seele präsentiert.
Warum Ihre Anwesenheit so wertvoll ist:
Für diese Kinder und Jugendlichen ist die Reise nach Deutschland weit mehr als nur eine Konzerttournee. Es ist ein Weg, den sie unter der ständigen Bedrohung durch Raketenangriffe auf sich nehmen, um die Wahrheit über ihre Heimat zu teilen.
Ein Gefühl von Wertschätzung: Jeder herzliche Blick und jeder Applaus gibt diesen Kindern das Vertrauen, dass ihre Arbeit und ihre Kultur kostbar sind. Ihre Unterstützung hier in Deutschland ist die wichtigste Bestätigung für sie: Die Welt sieht sie, die Welt hört sie und die Welt schätzt sie.
Eine Mission der Hilfe: Gemeinsam mit der DUG-Heilbronn e.V. und dem Projekt „Von Herz zu Herz“ von Waltraud Dietz sammelt das Ensemble Hilfe für Kriegswaisen und Familien, die durch Raketeneinschläge ihr Zuhause verloren haben.
Kommen Sie zahlreich und begrüßen Sie diese jungen, mutigen Talente! Ihre Anwesenheit hilft diesen Kindern zu spüren, dass die Ukraine nicht allein ist und dass ihr Fleiß in den Herzen der Menschen in Europa widerhallt. Schenken wir ihnen das Gefühl von Sicherheit und Anerkennung, das sie so sehr verdienen.
Wir freuen uns auf Sie! Gemeinsam für den Sieg der Menschlichkeit!
SLAVA UKRAINI! HEROJAM SLAVA!
In memoriam Udo Kier
ANDY WARHOLS FRANKENSTEIN (FLESH FOR FRANKENSTEIN)
Baron Frankenstein (Udo Kier) will eine vollkommene menschliche Rasse erschaffen. Dazu baut er aus Leichenteilen eine Frau und einen Mann zusammen, die ihm göttliche Kinder gebären sollen. Der Mann soll das Gehirn des sexuell sehr aktiven Stallburschen Nicholas bekommen, doch es kommt zu einer Verwechslung, und nicht ihm, sondern seinem Begleiter Sascha wird der Kopf abgeschnitten. Und dieser ist nicht nur auf dem Weg ins Kloster, sondern offensichtlich nicht heterosexuell.
Der von Andy Warhol produzierte und ursprünglich als 3D-Film gedrehte Exploitationfilm war bis 2024 aufgrund seiner ekstatisch-surrealen Gewaltorgien indexiert. Udo Kier wurde damit zu einer Ikone subversiver Filmkunst.
Italien, Frankreich 1973 / OmU / 94 Min. / Regie: Paul Morrissey / mit Udo Kier, Joe Dallesandro, Monique van Vooren
Mi 07.01., 21:30
Kunstmarkt
MANCHE MÖGEN`S FALSCH
Während in den letzten Jahren gefragt wurde, ob Kunstfälscher*innen auch Künstler*innen sind, stellt uns Stanislaw Mucha augenzwinkernd Dafen vor, wo einzigartige Werke der Kunstgeschichte als Massenprodukte reproduziert werden. In dem chinesischen Ort malen etwa 12.000 Kopist*innen Werke Gerhard Richters, Van Goghs oder Carvaggios (nach). Die Frage nach der Aura des Originals wird ad absurdum geführt, wenn die Familien inmitten der Leinwände leben, Kinder zwischen den Meisterwerken umherrennen und Monets Seerosen für 120 Euro zu haben sind. Ehrlich: Könnten Sie einen Unterschied ausmachen? Der Film fragt aber vor allem die Maler*innen selbst und wie sie sich und ihre Werke sehen.
D 2025 / DF / 90 Min. / Regie: Stanislaw Mucha
Mi 07.01., 19:00, zu Gast: Filmemacher Stanislaw Mucha / So 18.01., 17:00
In Südosteuropa lebt der traditionelle Tanz nicht nur in den ländlichen Gebieten auch heute noch. Ausgewählte Tänze aus den verschiedenen Ländern geben Einblicke in Vielfalt, Lebendigkeit und Reichtum dieses besonderen Kulturgutes. Flotte bis beschauliche Melodien, teils krumme und ungewohnte Rhythmen sowie Armschwingen erwarten die Teilnehmer. Kulturgeschichtlich-landeskundliches Hintergrundwissen vertieft die Einblicke in den Folkloretanz.
Ein fester Tanzpartner ist nicht erforderlich.
„Geben wir so, wie wir selbst empfangen möchten: vor allem gern, rasch und ohne jedes Zögern.“
Seneca
Unsere neue Impro-Show voller Überraschungen widmet sich der spannungsreichsten Art von sozialem Austausch. Folgen auf das Auspacken von Geschenken berührende Einblicke in die Vergangenheit eines persönlichen Gegenstands oder eiskalte Rachepläne?
An diesem Abend erkunden wir das Schenken in all seinen Facetten, von Ramsch aus der gratis Geschenkekiste bis zum unersetzlichen Einzelstück. Wir folgen den Liebenden, wenn ein Präsent die Herzen zum Schmelzen bringt und erleben, wie aus einer Socke etwas höchst Dramatisches wird.
Vielleicht, denn was passiert und was in den Päckchen zu finden ist, wissen wir vorher nicht. Wir spielen mit den mitgebrachten Gegenständen unserer Zuschauer:innen und lassen uns von deren Anregungen inspirieren! Alles an diesem Abend entsteht einmalig und spontan aus dem Moment.
Das Publikum darf dabei gern (verpackte oder unverpackte) Dinge für die Show und anschließendes Schenken und Tauschen mitbringen! Wir bauen die Päckchen direkt in die Szenen ein und lassen uns überraschen. Und vielleicht finden die Gegenstände nach der Show noch ein neues, liebendes zu Hause…
Beim Improtheater treten wir direkt mit dem Publikum in Kontakt, natürlich ohne dass jemand mitspielen muss! Wir entwerfen Figuren, gestalten imaginäre Räume, sammeln skurrile Geschichten und Erlebnisse und lassen sie wieder aufleben. Alles spontan und an jedem Abend neu erfunden.
Stummfilm mit Musikbegleitung
Laila – Die Tochter Des Nordens
Der Film LAILA (1929), inszeniert vom dänischen Regisseur George Schnéevoigt, spielt auf dem Finnmarksvidda-Plateau im hohen Norden Norwegens. Er erzählt eine bewegende Geschichte aus dem Leben der indigenen samischen Bevölkerung. Als einziger norwegischer Stummfilm, der eine breite internationale Verbreitung fand, erfreute sich Laila in den späten 1920er- und frühen 1930er-Jahren großer Beliebtheit in vielen europäischen Ländern.
Der Film gilt zudem als die erste bedeutende filmische Darstellung des samischen Volkes und markierte den Beginn des Filmtourismus in Norwegen. In dieser Zeit machten Kreuzfahrtschiffe entlang der norwegischen Küste zunehmend Halt im nordnorwegischen Alta, wo Touristen die samischen Lager besuchen und den sogenannten „Laila-Wasserfall“ besichtigen konnten.
Norwegen 1929 / 145 Min. / Regie: George Schnéevoigt //
Sa 20.12., 19:00, am Klavier: Günter A. Buchwald //
Arabische Filmpionierinnen
the Hour of Liberation has Arrived
In den frühen 1970er-Jahren legten die libanesische Filmemacherin Heiny Srour und ihr Team 800 Kilometer zu Fuß von der jemenitischen Grenze nach Dhofar zurück, um diesen Dokumentarfilm zu drehen. Angesichts der Unabhängigkeitskämpfe in dieser abgelegenen Provinz Omans war dies ein gefährliches Unterfangen. Srours Hauptaugenmerk lag auf den Frauen, die gegen die koloniale Unterdrückung durch das von der britischen Regierung unterstützte Regime Omans für die Unabhängigkeit kämpften. Sie setzt Archivmaterial, Fotos, Aufnahmen vor Ort und Musik ein, um ein kraftvolles Statement gegen Unterdrückung und für Selbstbestimmung in den Bereichen Politik, Kultur, Wirtschaft und Sexualität zu setzen.
Dieser kürzlich restaurierte Dokumentarfilm, der in der gesamten arabischen Welt verboten war, war der erste einer libanesischen Regisseurin, der für Cannes ausgewählt und auf dem Festival gezeigt wurde.
Libanon 1974 / OmeU / 65 Min. / Regie: Heiny Srour //
Di 16.12., 19:00 / Fr 19.12., 21:30 //
Best of Koki 2025
KEIN LAND FÜR NIEMAND – ABSCHOTTUNG EINES EINWANDERUNGSLANDES
Deutschland steht an einem historischen Wendepunkt: Erstmals seit 1945 wird im Jahr 2025 ein migrationspolitischer Entschließungsantrag im Bundestag angenommen – mit Unterstützung der AfD, die vom Verfassungsschutz wegen rechtsextremer Bestrebungen beobachtet wird. Die Erklärung zur Begrenzung der Zuwanderung sieht unter anderem eine vollständige Schließung der deutschen Grenzen vor. Ein Paradigmenwechsel kündigt sich an: weg vom Schutz von Geflüchteten, hin zu Abschottung und Abschreckung.
KEIN LAND FÜR NIEMAND – ABSCHOTTUNG EINES EINWANDERUNGSLANDES begibt sich auf die Suche nach den Ursachen dieser politischen Zäsur und nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine aufrüttelnde Reise.
D 2025 / OF / 112 Min. / Regie: Maik Lüdemann, Maximilian Ahrens //
Do 04.12., 21:00 / Fr 19.12., 19:00 / Sa 03.01., 19:00 //